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Tenna GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Tennaf zu vermeiden.
Tenna
Datei:Tenna wappen.svg
Wappen von Tenna
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton GraubündenDatei:CHE Graubünden COA.svg Graubünden (GR)
Region: Surselvaw
Politische Gemeinde: Safientali2
Postleitzahl: 7106
frühere BFS-Nr.: 3652
Koordinaten: 745255 / 179188Koordinaten: 46° 44′ 53″ N, 9° 20′ 23″ O; CH1903: 745255 / 179188
 {{#coordinates:46,748052|9,339721|primary
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  }}
Höhe: 1654 m ü. M.
Fläche: 11,29 km²
Einwohner: 114 (31. Dezember 2013)
Einwohnerdichte: 10 Einw. pro km²
Website: www.tenna.ch
Datei:Tenna vom Heinzenberg 02.jpg
Tenna GR
Tenna GR
Karte
w{w

Tenna (im einheimischen Dialekt: [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈtɛnːə] oder [<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈtɛnæ])<ref name="ks">Andres Kristol, Tenna GR (Hinterrhein). In: Dictionnaire toponymique des communes suisses – Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen – Dizionario toponomastico dei comuni svizzeri (DTS|LSG). Hrsg. vom Centre de dialectologie an der Universität Neuenburg. Verlag Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2005, ISBN 3-7193-1308-5 und Éditions Payot, Lausanne 2005, ISBN 2-601-03336-3, S. 868.</ref> ist eine Ortschaft in der Gemeinde Safiental, Region Surselva, im Schweizer Kanton Graubünden. Sie liegt auf einem sonnigen Hochplateau im Safiental auf 1654 m über Meer.

Bis zum 31. Dezember 2012 war Tenna eine eigenständige politische Gemeinde im damaligen Kreis Safien, Bezirk Surselva. Am 1. Januar 2013 fusionierte sie mit den Gemeinden Versam, Safien und Valendas zur neuen Gemeinde Safiental.

Geographie

Die deutschsprachige Weilersiedlung liegt auf der Terrasse am Westhang des Safientales und besteht aus den Fraktionen Ausserberg, Mitte, Innerberg und an der Talstrasse Acla und Egschi.<ref name="HLS" />

Geschichte

Datei:Karte Gemeinde Tenna 2012.png
Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2013

Der Name Tenna ist 1398 in den Formen Thena,<ref name="HLS" /> Thäna, Thenna.<ref name=ks/> 1471 erscheint uf Tännen, 1650 Thenna. Aufgrund der Belege uf tännen, Thäna könnte der Name von ob den Tannen hergeleitet sein. Dies würde der Lage von Tenna oberhalb dem Wald, den Tannen entsprechen. Der Name wird auch mit dem Wort Tenn(e) in Verbindung gebracht; auf dem in den Heustall eingebauten Tenn wurde das Getreide gedroschen.

Aus der Bronzezeit wurde ein Einzelfund entdeckt. Tenna war ehemaliges Alpgebiet von Valendas. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts siedelten sich deutschsprachige Walser an, wahrscheinlich durch die Werdenberger, die bis 1383 Landesherren waren.<ref name="HLS" /> Die Tenner schlossen, wie in den Walsersiedlungen üblich, mit dem Grundherren einen Erblehensvertrag ab. Rudolf von Werdenberg-Sargans verkauft 1398 die Alp genant auff Thena an die dortigen Siedler.

Die Kuratkaplanei Sankt Valentin gehörte zu Valendas. Die Ablösung erfolgte mit der Reformation 1523. Die landesherrlichen Rechte lagen 1383 bis 1819 bei der Herrschaft Rhäzüns, die ab 1497 österreichisch war. Innerhalb des Hochgerichts Gruob bildete Tenna bis 1851 eine eigene Gerichtsgemeinde<ref name="HLS" /> mit eigener Ammann­wahl und eigener Gerichtsbarkeit. Viehwirtschaft und Ackerbau waren die wichtigsten Erwerbsmöglichkeiten. 1885 erfolgte der Bau eines Fahrwegs zur Safierstrasse hinunter.

Im 20. Jahrhundert war Tenna ein ruhiger, sonniger Luftkurort mit Weitblick auf die Bündner Berge. Heute lebt das Tal von der Berglandwirtschaft und sanftem Tourismus.<ref>Janine Hosp: Ein Dorf will bleiben. Abgelegene Bergtäler sollen sich selbst überlassen werden, fordert Hotelleriesuisse-Präsident Andreas Züllig. Im Safiental kämpfen die Bewohner dafür, dass ihre Heimat auch in hundert Jahren noch lebt - mit einigem Erfolg. In: Tagesanzeiger, Tamedia Zürich, 13. August 2016, Seite 37.</ref>

Wappen

Wappen von Tenna GR
Wappen von Tenna GR
Blasonierung: „In Rot der silberne (weisse) Heilige Valentin von Rätien (?) im bischöflichen Ornat

Die Figur des Heiligen entstammt den Gemeindesiegeln, wo sie auch als thronende Figur dargestellt wurde.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1803 1850 1900 1950 2000 2013
Einwohner 157 162 130 141 79 114

Die ca. 110 in Tenna wohnhaften Menschen sind meist Bergbauern. Sie bewirtschaften Land im ganzen Tal.

Sehenswürdigkeiten

Datei:Tenna-Skilift.jpg
Solarskilift

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Die gotische reformierte Kirche stammt aus dem Jahr 1408; das Dach gemäss einer Inschrift an der Decke aus dem Jahr 1504. Die Kirche enthält spätgotische Wandmalereien aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts.

In Tenna wurde im November 2011 der weltweit erste Solarskilift errichtet. Der 450 Meter lange Schlepplift ist mit 82 Solarwings ausgestattet. Die Wings mit je drei Panels sind an Tragseilen einige Meter über dem Lift befestigt. Sie liefern eine Jahresleistung von etwa 90‘000 kWh, wovon für den Skiliftbetrieb rund 6'500 kWh benötigt werden.<ref>Solaranlage – Solarskilift Tenna. Abgerufen am 6. Januar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Sonstiges

2011 war Tenna Schauplatz der Schweizer Fernsehsendung SF bi de Lüt, in mehreren Episoden wurde über das tägliche Leben verschiedener Dorfpersonen sowie den Bau des Solarskiliftes berichtet.

Das Restaurant und die Pension Alpenblick in der Mitte der Ortschaft, gleich neben der Post, prägen das Ortsbild und das Dorfleben entscheidend mit. Das Hotel wurde als Luftkurort gebaut und befand sich etwas mehr als 60 Jahre im Besitz der Gemeinde Uzwil, mit der Tenna in enger Beziehung steht.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Pension Alpenblick (Memento vom 10. Mai 2016 im Internet Archive)</ref> Im Dezember 2015 ging das Gebäude an den 2014 gegründeten Verein TennaPlus über. Dies geschah unter der Auflage, dass der touristische Betrieb im Alpenblick aufrechterhalten bleibt.<ref> Uzwiler Blatt vom 11. Dezember 2015</ref>

Bilder

Literatur

  • Mattli Hunger: Orts- und Flurnamen von Safien und Tenna. Piz Buch & Berg, Zürich 2013, ISBN 978-3-033-03744-1.
  • Ludmilla Seifert-Uherkovich: Die Kirche von Tenna (= Schweizerische Kunstführer GSK. Band 769). Bern 2005, ISBN 3-85782-769-6.
  • Jürg Simonett: Tenna. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 8. Dezember 2016.

Weblinks

Commons: Tenna – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references responsive> <ref name="HLS">Jürg Simonett: Tenna. In: Historisches Lexikon der Schweiz.Vorlage:HLS-Hinweis</ref> </references>

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