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Ina Müller

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Datei:2017 Ina Mueller - by 2eight - DSC8793.jpg
Ina Müller (2017)

Ina Müller (* 25. Juli 1965 in Köhlen) ist eine deutsche Sängerin, Musikkabarettistin, Buchautorin und Fernsehmoderatorin. Sie arbeitete viel für den NDR, moderierte einige Sendungen wie z. B. eine Galasendung zu Ehren Heinz Erhardts oder die Echo-Verleihung. Müller trat auch als Comedian auf, in ihren Auftritten thematisiert sie ihre norddeutsche Heimat und verschafft dem Plattdeutschen und seiner Kultur neuen Raum. Sie ist auch eine erfolgreiche Sängerin, für ihr Album 48 erhielt sie eine Platinauszeichnung. Für ihr Gesamtwerk erhielt Müller eine Reihe von Auszeichnungen, unter anderem die Ehrenbürgerschaft ihrer Heimatgemeinde.

Leben

Ina Müller wuchs als vierte von fünf Töchtern einer Bauernfamilie in Köhlen in der Stadt Geestland im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven auf. Nach einer Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin an den Dr. von Morgenstern Schulen in Lüneburg arbeitete sie in Apotheken in Bremen-Blumenthal, Westerland auf Sylt und München.

Bekannt wurde sie durch das gemeinsam mit Edda Schnittgard 1994<ref name="Janhnke">Queen Bee in ihrer Selbstbetrachtung bei Jutta Jahnke, abgerufen am 18. November 2010</ref> gegründete Kabarett-Duo Queen Bee. Am 10. Dezember 2005<ref name="Janhnke" /> gaben sie im Bonner Pantheon ihre Abschiedsvorstellung. Seit 2002 arbeitet Ina Müller an eigenen Projekten, zunächst vor allem im Bereich der plattdeutschen Sprache.

In ihren Büchern und Liedern verschafft sie dem Plattdeutschen und seiner Kultur neuen Raum. In jüngerer Zeit schrieb und sprach Müller für die traditionsreiche niederdeutsche Sendereihe Hör mal ’n beten to im NDR-Hörfunk.

2004 hatte Ina Müller einen Gastauftritt in der ARD-Serie Großstadtrevier. Im Februar 2006 startete sie ihr zweites Soloprogramm: Ina Müller liest und singt op Platt. Im NDR Fernsehen hatte sie eine Show mit dem Titel Land & Liebe und moderierte von 2005 bis 2008 Inas Norden. Außerdem absolvierte sie Gastauftritte in verschiedenen NDR-Sendungen. Ab Herbst 2006 ging Ina Müller mit Band unter dem Thema Weiblich, ledig, 40 auf Tour. Die Texte ihrer Lieder verfasst sie regelmäßig selbst, wobei sie mit Frank Ramond zusammenarbeitet, der u. a. auch für Annett Louisan schreibt und für Roger Cicero schrieb.

Seit 2007 moderiert sie im NDR Fernsehen ihre Late-Night-Show Inas Nacht, für die sie u. a. 2008 den Deutschen Fernsehpreis, 2009 den Deutschen Comedypreis und 2010 den Grimme-Preis erhielt. Ab November 2009 fand die Erstausstrahlung ihrer Late-Night-Show am Donnerstagabend im Ersten und seit September 2011 am Samstagabend statt.

Im Februar 2009 moderierte sie im Ersten die Galasendung zu Heinz Erhardts 100. Geburtstag. Seit Oktober 2009 strahlte das NDR Fernsehen zusätzlich das Format Stadt, Land, Ina! aus, in dem Ina Müller über Kurioses und Alltägliches aus Norddeutschland berichtet. Als Gast war Müller bereits in zahlreichen Shows zu sehen, darunter an der Seite von Sterne-Koch Johann Lafer in der ZDF-Sendung Lafer! Lichter! Lecker! oder bei Jürgen von der Lippes Was liest du? im WDR Fernsehen. Zudem nahm sie an der RTL-Fernsehsendung Wer wird Millionär?, ausgestrahlt am 18. November 2010 teil, in der sie 125.000 Euro für den RTL-Spendenmarathon gewann.

Am 12. Januar 2011 wurde Ina Müller die Ehrenbürgerschaft ihres Geburtsorts Köhlen bei Bremerhaven verliehen, weil sie auf besondere Weise ihr Heimatdorf und die plattdeutsche Sprache repräsentiert.<ref name="ehren">Ina Müller wird Mittwoch Ehrenbürgerin von Köhlen, cnv-medien.de, 10. Januar 2011, abgerufen am 13. Mai 2014</ref><ref>dpa: Ina Müller wird Ehrenbürgerin im Heimatdorf, shz.de, 14. Januar 2011</ref> Dort spielte sie früher in der Fußball-Landesliga beim SV Rot-Weiß, im Landkreis Cuxhaven.<ref>Laura Hindelang: Ina Müller hat zwar noch keine neuen Folgen ihrer Sendung Inas Nacht am … Mehrere Jahre hat sie für den SV Rot-Weiß Köhlen gekickt., moin.de, 12. Juni 2021</ref>

Am 22. März 2011 moderierte sie für die ARD die 20. Echo-Verleihung. Am 22. März 2012 moderierte sie wieder den Echo, gemeinsam mit Barbara Schöneberger. Am 11. Mai 2011 wurde sie neben der Juli-Frontfrau Eva Briegel, der Frida-Gold-Sängerin Alina Süggeler, dem Musikmanager Gerd Gebhardt und dem Bayern-3-Musikchef Edi van Beek in die Fach-Jury des Eurovision Song Contest 2011 berufen.<ref>Eurovision Song Contest: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Deutsche Jury steht offiziell fest (Memento vom 29. September 2011 im Internet Archive)</ref> Sie präsentierte auch die deutsche Punktevergabe.

Am 22. März 2012 erhielt sie bei der Echo-Gala gleich zwei Echos, nachdem sie in den Jahren zuvor fünfmal nominiert worden war. Außerdem sang sie mit Ivy Quainoo, Aura Dione, Caro Emerald und Dionne Bromfield zu Ehren von Amy Winehouse den Song Valerie. 2014 wurde Ina Müller für das Album 48 erneut mit dem Echo als beste nationale Pop-/Rockkünstlerin ausgezeichnet. Im November 2014 war sie bei der deutschen Variante zum 30-jährigen Jubiläum von Band Aid dabei.

Im Jahr 2015 bekam Müller, bereits mehrfach mit Gold ausgezeichnet, für ihre CD 48 eine Platin-Auszeichnung. Außerdem wurde sie 2015 für den Echo nominiert. Im Januar 2015 war Müller in der Sendung Durch die Nacht mit … zu sehen, in der sie zusammen mit Sarah Connor einen Abend in Barcelona verbringt. Im März 2015 nahm sie an der österreichischen Satire-Talkshow Wir sind Kaiser teil. Im September 2015 war sie in Bülent Ceylans RTL-Show Bülent & seine Freunde zu sehen. Außerdem blickte sie zusammen mit Bjarne Mädel in einer TV-Show auf 50 Jahre NDR zurück. Zu diesem Anlass drehte sie außerdem gemeinsam mit Detlev Buck mehrere neue Das-Beste-am-Norden-Spots für den NDR und war damit erneut in kurzen Schauspielrollen zu sehen. Für Buck hatte Müller auch bereits 2014 in dessen Verfilmung von Bibi und Tina 2 eine kleine Rolle übernommen. Ende September 2015 übernahm sie in der Show Ich mach dir den Hof, die im NDR gezeigt wurde, für sieben Tage einen Bauernhof.

Am 6. April 2017 wurde Ina Müller erneut mit dem Echo/Künstlerin Pop National ausgezeichnet – ihrem insgesamt vierten Echo. Am 21. Juni 2018 hat sie den Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar verliehen bekommen.<ref>Goslar: Ina Müller erhält Paul-Lincke-Ring. NDR; abgerufen am 21. Juni 2018</ref> Für die Moderation des Deutschen Computerspielpreises 2019 wurde sie in mehreren deutschen Medien kritisiert, sie habe – nach der Verleihung im Vorjahr, die von Barbara Schöneberger „mit altbackenen Witzen“ moderiert worden sei – „noch [die] Luft nach unten“ genutzt.<ref name="spon1" />

Ina Müller war von 2011 bis 2023 mit dem Sänger Johannes Oerding (* 1981) liiert.<ref>Ina Müller: Freund Johannes Oerding ist 17 Jahre jünger. In: bild.de. 12. Januar 2011, abgerufen am 31. Januar 2023.</ref><ref>Sing meinen Song 2021 Teilnehmer: Johannes Oerding im Porträt – Gastgeber, Freundin, Instagram. In: swp.de. 12. März 2021, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 15. März 2021.@1@2Vorlage:Toter Link/www.swp.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Oerding war zuvor als Gast in ihrer Sendung und im Vorprogramm auf ihrer Tour aufgetreten.<ref>Ina Müller und Johannes Oerding sind getrennt. In: n-tv. Abgerufen am 25. Mai 2023.</ref>

Ina Müller lebt in Hamburg-St. Georg.<ref>Sophia Herzog: Promis in Hamburg: 10 Stars, die hier wohnen. In: kiekmo.hamburg. 14. Oktober 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2023; abgerufen am 31. Januar 2023.</ref><ref>Maike Schade: Hättet ihr's gewusst: 5 Promis, die in St. Georg wohnen. In: kiekmo.hamburg. 22. Dezember 2021, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 29. März 2023; abgerufen am 31. Januar 2023.</ref>

Filmografie

Fernsehen

Kino

Diskografie

Solokarriere

Vorlage:Eingebundene Diskografie

Mit Queen Bee

Studioalben

  • 1996: Die eine singt, die andere auch
  • 1998: Wenn Du aufhörst, fang ich an
  • 2000: Freundinnen
  • 2002: Volle Kanne Kerzenschein
  • 2005: Abseits ist, wenn keiner pfeift

Auszeichnungen

Datei:2019-01-31-Ina Müller-DFP 2019-5013.jpg
Ina Müller mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet, 2019

Literatur

  • 2002: Platt is nich uncool
  • 2004: Mien Tung is keen Flokati
  • 2005: Schöönheit vergeiht, Hektar besteiht
  • 2009: Dree in Een – Sammelband der drei vorherigen Bücher

Weblinks

Commons: Ina Müller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="spon1"> Markus Böhm: Eine Branche erniedrigt sich selbst. Spiegel Online, 10. April 2019; abgerufen am 5. September 2021. </ref> </references>

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