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Hertie School

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Hertie School
colspan="2" class="notheme" style="background-color:#Vorlage:Standardfarbe; padding: 1em 0; text-align: center;" | Datei:Hertie School of Governance logo.svg
Motto Understand today. Shape tomorrow.
Gründung 2003
Trägerschaft privat
Ort Berlin
Bundesland BerlinDatei:Flag of Berlin.svg Berlin
Land DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Axel Baisch,
Andrea Römmele,
Thurid Hustedt,
Mark Hallerberg
Studierende 834 (WS 2021/2022)<ref>Facts and figures. In: hertie-school.org. Abgerufen am 15. März 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Professoren 36
Website www.hertie-school.org

Die Hertie School (ehemals Hertie School of Governance) ist eine staatlich anerkannte private Hochschule mit Promotionsrecht<ref>Stellungnahme zur Akkreditierung (Promotionsrecht) der Hertie School of Governance, Berlin (Drs. 1637-11), November 2011. In: Wissenschaftsrat. 11. November 2011, abgerufen am 19. Juli 2022.</ref> in Berlin. Sie wurde im Dezember 2003 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung als gemeinnützige GmbH gegründet. Angeboten werden drei Masterstudiengänge: der Master of Public Policy, der Master of International Affairs und der Master of Data Science for Public Policy. Außerdem werden für Berufserfahrene ein Abschluss als Executive Master of Public Administration sowie einzelne Weiterbildungsseminare angeboten. Unterrichtssprache ist Englisch.

Geschichte

Im Jahr 2003 wurde die Hertie School of Governance gegründet.<ref>Hans N. Weiler: Die Erfindung einer privaten Hochschule für öffentliches Handeln. Hrsg.: Hertie School of Governance. Berlin 2014, ISBN 978-3-938732-03-8.</ref> Seit 2008 befindet sie sich im Quartier-110-Gebäude in der Berliner Friedrichstraße.<ref>Hertie School of Governance eröffnet ihre neuen Räume im Quartier 110. In: Presseportal. 4. September 2008, abgerufen am 19. Juli 2022.</ref> Sie wurde 2008 staatlich akkreditiert und erhielt 2012 auf fünf Jahre befristet das Promotionsrecht, welches 2017 um weitere fünf Jahre verlängert wurde.<ref>Stellungnahme zur Reakkreditierung (Promotionsrecht) der Hertie School of Governance, Berlin (Drs. 6648-17), Oktober 2017. In: Wissenschaftsrat. 20. Oktober 2017, abgerufen am 19. Juli 2022.</ref><ref>Hertie School für zehn Jahre reakkreditiert. Fünfjährige Verlängerung des Promotionsrechts empfohlen. In: www.hertie-school.org. Hertie School, 23. Oktober 2017, abgerufen am 11. Januar 2024.</ref> 2019 wurde der Name von Hertie School of Governance auf Hertie School verkürzt.

Als erstes Studienprogramm wurde der Master of Public Policy (MPP) angeboten. 2015 kam der Master of International Affairs (MIA) hinzu. Seit 2021 ist der Master of Data Science for Public Policy eingerichtet.

Studium

Datei:Hertie School exterior.jpg
Die Hertie School in der Berliner Friedrichstraße

Der Abschluss Master of Public Policy wird nach einem zweijährigen Masterstudiengang erworben. Dieser kann sowohl konsekutiv nach Abschluss eines Bachelors als auch postgradual absolviert werden. Der inhaltliche Schwerpunkt ist „Gutes Regieren im 21. Jahrhundert“, beschränkt sich aber nicht auf die klassischen Regierungsämter. Mikroökonomie, Makroökonomie und Verhandlungsführung gehören ebenso zum Curriculum wie Politisches Management und Entwicklung moderner Formen der Governance. Praxiskenntnisse sollen in Fallstudien, in einem achtwöchigen Praktikum und in der Abschlussarbeit erworben werden.

Der zweijährige Studiengang Master of International Affairs (MIA) vermittelt Fachkenntnisse im Bereich der internationalen Beziehungen und bereitet auf die besonderen Herausforderungen modernen Regierens in einer global vernetzten Welt vor.

Das Executive Master of Public Administration-Programm richtet sich an Berufserfahrene, welche an der Schnittstelle von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft arbeiten. Jeder Studierende des EMPA-Programms wählt einen der drei Schwerpunktbereiche Leading innovation and managing change, Digitalisation and big data oder Global governance challenges.<ref>Curriculum. Abgerufen am 27. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Das Programm kann im Vollzeitstudium über ein Jahr oder berufsbegleitend über zwei Jahre absolviert werden.

Seit 2008 gibt es ein Doktorandenprogramm der Berlin Graduate School for Transnational Studies (BTS), eines Gemeinschaftsprojekts der Hertie School mit der Freien Universität Berlin und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Seit 2012 bietet die Hertie School ein eigenes, dreijähriges, strukturiertes Promotionsprogramm in Public Policy an, das wahlweise zum PhD in Governance oder Dr. rer. pol. führt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hertie School startet im Herbst Promotionsprogramm „PhD in Governance“ (Memento vom 6. Dezember 2012 im Internet Archive), vom 6. März 2012 auf www.hertie-school.org</ref>

Organisation

Die Einrichtung wird durch ein Kuratorium sowie einen Aufsichtsrat unterstützt. Die Mitglieder des Kuratoriums prägen die Gesamtentwicklung der Hochschule. Der Aufsichtsrat unterstützt und überwacht die wirtschaftlichen Prozesse der Hertie School.

Standort

Nach Abschluss der 2019 begonnenen Sanierung des Robert-Koch-Forums soll die Hochschule in den denkmalgeschützten Bau umziehen.<ref>Armory Burchard: Neuer Sitz für Berliner Hertie School. Regierungshochschule an geschichtsträchtiger Stätte. In: Der Tagesspiegel/Tagesspiegel Online. Verlag Der Tagesspiegel GmbH, 17. Dezember 2018, abgerufen am 18. Dezember 2018.</ref> Aufgrund von Asbestfunden sowie den Wünschen neuer potenzieller Mieter verschiebt sich die Fertigstellung und damit auch der Einzug der Hertie School.<ref>Gerhard Lehrke: 87 Millionen Euro: Sanierung des Robert-Koch-Forums wird teurer. In: Berliner Zeitung. 4. Dezember 2020, abgerufen am 19. Juli 2022.</ref> Der Umzug war Sommer 2025 angepeilt.<ref>Über den Campus. Hertie School, abgerufen am 15. Mai 2024.</ref>[veraltet]Bitte nutze in Fällen, in denen die Jahreszahl bereits in der Vergangenheit liegt, {{Veraltet}} anstatt {{Zukunft}}

Partnerschaften

Datei:Grafton Building.jpg
Università Commerciale Luigi Bocconi

Die Bildungseinrichtung verfügt über institutionelle Partnerschaften u. a. mit Sciences Po in Paris, der London School of Economics and Political Science, der Columbia University in New York und der Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi in Mailand, welche Auslandsaufenthalte von einem oder zwei Semestern im zweiten Jahr des Master of Public Policy ermöglichen. Daneben besteht für einige Studenten die Möglichkeit, ein Doppeldiplom (dual degree) an einer der Partnerinstitutionen zu erlangen.

Seit 2011 besteht eine Kooperation mit der ESCP Europe Wirtschaftshochschule Berlin. Die Zusammenarbeit umfasst ein Austauschprogramm der berufsbegleitenden Managementstudiengänge für Führungskräfte beider Hochschulen. Seit Anfang 2011 können die Teilnehmer des „European Executive MBA-Programms“ der ESCP Europe und des „Executive Master of Public Administration“ der Hertie School an einzelnen Wahlkursen der jeweils anderen Partnerhochschule teilnehmen. Die erworbenen Leistungen und Credits werden wechselseitig anerkannt. Ein ähnlich aufgebautes Austauschprogramm besteht mit der Copenhagen Business School und der Universität Bern.<ref>Partners & Exchanges | Hertie School. In: www.hertie-school.org. Abgerufen am 17. Oktober 2016.</ref>

Absolventen

Von 2007 bis 2016 verließen mehr als 1100 Absolventen die Hochschule mit einem Master-Abschluss. Sie stammten aus 80 Ländern, rund die Hälfte aus Deutschland.

Ehrendoktoren

Kontroversen

Die Initiative Her.Tietz, die von fast 150 aktuellen und ehemaligen Studierenden der Hertie School ins Leben gerufen wurde, warf der Hochschule seit 2018 vor, sich der Aufarbeitung des geschichtlichen Erbes der Hertie Stiftung zu verweigern. Der Name des ursprünglichen Unternehmens wurde zugunsten der Abkürzung "Hertie" getilgt. "Hertie" ist die Zusammensetzung der Vor- und Nachnamen Hermann und Tietz. Hermann Tietz finanzierte seinem Neffen Oscar Tietz 1882 ein Textilgeschäft, woraus der Konzern erwuchs. Die jüdische Unternehmerfamilie Tietz wurde später aus dem Unternehmen gedrängt. Der nach der "Arisierung" eingesetzte Manager Georg Karg führte die Geschäfte auch nach dem Krieg weiter.<ref name="sz" />

Die Initiative Her.Tietz versuchte, den Vorstand der Hertie-Stiftung von „einem offenen Umgang und einer wissenschaftlichen Aufarbeitung ihrer Geschichte zu überzeugen“. Auf den Internetseiten der Hertie School und Hertie-Stiftung fänden sich kaum Informationen zur Herkunft des Namens „Hertie School“, auch fände dies keine Erwähnung im Curriculum. Nach mehrjährigem Drängen der Initiative sei eine historische Infotafel in der Cafeteria der Hertie School in Berlin angebracht worden.<ref name="sz">Thorsten Schmitz: Hertie und die Hitler-Diktatur – War da was? In: Sueddeutsche.de. 16. Oktober 2020, abgerufen am 4. Dezember 2020.</ref><ref>Christoph David Piorkowski: Im Namen von Hermann Tietz: „Arisierungs“-Geschichte holt Hertie-School ein. In: Tagesspiegel.de. 13. November 2020, abgerufen am 4. Dezember 2020.</ref> Im November 2020 gab die Hertie-Stiftung bekannt, dass sie für die wissenschaftliche Aufarbeitung ihrer Vorgeschichte die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte beauftragt habe.<ref>Christoph David Pirokowski: Hertie-Stiftung stellt sich „Arisierungs“-Geschichte. In: Tagesspiegel.de. 30. November 2020, abgerufen am 4. Dezember 2020.</ref><ref>Hubert Spiegel: Auf in die Archive! In: FAZ.net. 30. November 2020, abgerufen am 4. Dezember 2020.</ref>

Im März 2026 wurde bekannt, dass die Studierendenvertretung der Hertie School eine Resolution verabschiedete, die die gegen Israel gerichtete Kampagne „Boycott, Divestment, Sanctions“ (BDS) unterstützt.<ref name=":0">Kevin Culina: Hertie School in Berlin: Ausbildungsstätte für „Führungspositionen“ – Studentenvertretung fordert Abkehr von Israel. In: welt.de. Axel Springer Deutschland GmbH, Berlin, 6. März 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. März 2026;.</ref><ref name=":1">Isabel Pfannkuche: Unterstützung für Extremisten: Israel-Hass an Berliner Privat-Uni. In: bz-berlin.de. Axel Springer Deutschland GmbH, Berlin, 7. März 2026, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 7. März 2026;.</ref> Sie forderte eine Abkehr von Israel, einschließlich des akademischen, kulturellen und wirtschaftlichen Boykotts israelischer Institutionen.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Die Hochschulleitung distanzierte sich umgehend und betonte, dass die Resolution keine Auswirkungen auf die Hochschulrichtlinien habe und man BDS nicht unterstützen werde.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Die Entscheidung stieß auf breite Kritik, insbesondere von jüdischen Organisationen, die darin eine Bedrohung der Wissenschaftsfreiheit und ein antisemitisches Signal sehen.<ref name=":0" /><ref name=":1" />

Siehe auch

Literatur

  • Hans Weiler: Die Erfindung einer privaten Hochschule für öffentliches Handeln. Inventing a Private School of Public Policy. Berlin 2014.

Weblinks

Commons: Hertie School – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 52° 30′ 46,2″ N, 13° 23′ 21,4″ O

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Staatliche Universitäten

Freie Universität Berlin • Humboldt-Universität zu Berlin • Technische Universität Berlin • Universität der Künste Berlin

Private Hochschulen mit Promotionsrecht

ESCP Business School Campus Berlin • European School of Management and Technology • Hertie School

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Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin • Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin • Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch • Kunsthochschule Berlin-Weißensee

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