Fuck
Fuck ist ein Vulgärausdruck der modernen englischen Sprache und eines der bekanntesten Schimpfwörter der Welt.
Die wörtliche Übersetzung von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ist „ficken“. In der Umgangssprache wird es jedoch meist nicht im wörtlichen Sinn, sondern adverbial, adjektivisch, substantiviert oder als Interjektion verwendet, um Sachverhalte als extrem zu kennzeichnen. „Fuck“ oder „fucking“ wird oft mit „verdammt“, „zum Teufel“ oder „scheiß-…“ übersetzt, wobei allerdings nur letzterer Ausdruck einem ähnlich vulgären Sprachgebrauch entspricht.
Wie auch andere Schimpfwörter (vgl. Seven Dirty Words) unterliegt {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) in englischsprachigen Ländern, deren Moral maßgeblich von puritanischen Werten geprägt wurde, offiziell der Tabuisierung und auch der Zensur. In einer Umfrage in der britischen Bevölkerung belegte {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) den dritten und der abgeleitete Begriff {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) den zweiten Platz in der Liste der schwersten Schimpfwörter. Auf dem ersten Rang lag das Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Fotze).<ref></ref>
Etymologie und erstes Auftreten
Das Wort ist vermutlich altgermanischen Ursprungs; so gibt es ähnliche und sinnverwandte Wörter in vielen heutigen germanischen Sprachen wie z. B. deutsch ficken, niederländisch fokken, norwegisch fukka, schwedisch fokka bzw. fock. Es wird daher vermutet, dass das urgermanische Wort womöglich fuk war, mit der ursprünglichen Bedeutung (zu)schlagen. Eine urindogermanische Verwandtschaft mit dem lateinischen Wort pugnus für „Faust“ wird ebenfalls vermutet. Nachschlagewerke, wie das Oxford English Dictionary, streiten sich über die genaue Etymologie, aber es scheint so, dass es einen angelsächsischen Ursprung gibt. Von dort aus soll sich der Ausdruck zunächst in die britischen Kolonien und dann weltweit ausgebreitet haben.
Es ist nicht genau klar, wann das Wort als Schimpfwort in Erscheinung trat. Es gibt Hinweise, dass das Wort in den englischsprachigen Ländern bis in das 17. Jahrhundert als akzeptabel angesehen worden ist. Damals in der Bedeutung ähnlich penetrieren oder zuschlagen. Schriftlich lässt es sich erstmals im 16. Jahrhundert als Vulgärausdruck nachweisen. Es taucht in einem Gedicht des schottischen Dichters William Dunbar 1503 auf als fukkit. In ein Manuskript von Ciceros de Officiis schrieb ein englischer Mönch 1528 als Marginalie den Hinweis O D fucking abbot als Ausdruck seiner Verärgerung über einen Abt.<ref>openculture: The Very First Written Use of the F Word in English (1528), 11. Februar 2014</ref><ref>io9: Here’s the first recorded instance of the F-word in English, 9. Februar 2014</ref> Und bereits vor 1500 dichtete ein englischer Mönch in Cambridge in einem Gedicht in gemischter englischer und lateinischer Sprache über seine Mitbrüder Non sunt in coeli, quia gxddbov xxkxzt pg ifmk.<ref>Wikisource: Flen_flyys</ref> Das Ende des Satzes ist kodiert nach dem Prinzip einer Caesar-Verschlüsselung, die Buchstaben sind im Alphabet um eine Stelle verschoben. Entschlüsselt man den Satz, ergibt sich für gxddbov der Klartext fvccant und der Satz bedeutet etwa Sie sind nicht im Himmel, denn sie ficken die Frauen aus Ely.<ref>io9: A brief history of four letter words, 24. Mai 2012</ref> Noch älter ist ein mutmaßlicher Beleg, den ein englischer Historiker 2015 in einem auf den 8. Dezember 1310 datierten Gerichtsdokument des Crown Court der Stadt Chester ausmachte und in dem ein Angeklagter namens „Roger Fuckebythenavele“ genannt wird; der Nachname mag wortwörtlich so viel wie „fickt in den Nabel“ bedeuten.<ref>Emily Gosden: Earliest use of f-word discovered in court records from 1310. In: The Telegraph (Onlineausgabe), 13. September 2015.</ref>
Verwendung
„[…] heutzutage kann Motherfucker gleichzeitig überhaupt nichts und alles bedeuten.“
Umschreibungen
In Situationen, in denen die direkte Verwendung des Wortes als unangemessen gilt, wird es umschrieben. Üblich ist die Umschreibung von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), die seines Gebrauchs als {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („die F-Bombe werfen“). Oft wird es durch ähnliche, manchmal sinnlose Wörter wie {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) usw. ersetzt. In der nicht-formellen geschriebenen Sprache, besonders im Internet und in Comics, können auch nicht-alphanumerische Zeichen verwendet werden, z. B. f***.
Interjektion
Als allein stehender Ausruf kann „Fuck!“ für Überraschung, Schmerz, Angst, Enttäuschung oder Ärger stehen. Daneben gibt es eine Vielzahl von Verwendungsmöglichkeiten:
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Verpiss dich!“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ist in seiner wörtlichen Übersetzung („fick dich“) auch im Deutschen verständlich (vgl. Schwäbischer Gruß)
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Was zum Teufel…?“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Scheiß drauf!“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Es ist mir scheißegal.“
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) lässt sich zur Verstärkung von Ausdrücken verwenden:
- Aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Halt den Mund“) wird {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (etwa: „Halt verdammt nochmal dein Maul!“).
Adjektiv
Das Adjektiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) lässt sich im Deutschen beispielsweise mit „verdammt“ übersetzen, letztlich sind aber viele Varianten möglich. Dem Grundton wird eine nachdrückliche Betonung angefügt:
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Das geht dich einen Scheißdreck an!“
Das Adjektiv {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oder kurz {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) bedeutet so viel wie „kaputt“, „fertig“:
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Ich bin erledigt.“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Ich habe deinen Computer kaputt gemacht.“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Du bist ein Versager.“ (Substantivierung)
Rapmusiker benutzen {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) oftmals als betontes Adjektiv, meistens aufgrund rhythmischer Eigenschaften. Diese Verwendungen können ohne Bedeutungsverlust des Satzes gestrichen werden.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Ich bin der Mann“ (vgl. Machismo)
Adverb
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Es ist verdammt kalt“.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Das war verdammt großartig.“
Verb
Das Verb {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) kann als Dysphemismus gebraucht werden. Hier wird die sexuelle Konnotation benutzt, um eine verstärkte Empörung hervorzurufen, obwohl dies nicht Gegenstand des Gesprächsthemas ist. Diese Bedeutung verbreitet sich im Deutschen auch für die wörtliche Entsprechung „ficken“.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Ich mache dich fertig“.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Ich wurde ausgeraubt / zusammengeschlagen / …“
Nomen
Die Bezeichnung von Personen (auch: Gegenständen) in diesem Kontext ist mehrdeutig. Obwohl {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) als Substantiv benutzt werden kann, wird eher {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) im Kontext des Bezuges zu einer anderen Person verwendet:
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Dummes Arschloch.“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Er ist ein guter Kumpel.“
Wird {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) statt {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) zur Bezeichnung einer Person verwendet, wird damit oft, aber nicht immer, eine wörtliche Bedeutung im Sinne von Sexualpartner impliziert. Missverständnisse sind hier leicht möglich.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Er ist ein guter Fick(er) (Sexualpartner)“.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – „Er ist ein Vollidiot.“
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – etwa: „Du bist ein gerissener Hund“.
Abgeleitete Ausdrücke
„Fuck“ ist eine Komponente vieler Abkürzungen wie SNAFU, MILF oder FUBAR. Einige neuere Prägungen wie WTF? für {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Was zur Hölle…?“) haben es zu großer Verbreitung im Internet gebracht. Die Abkürzung „FU!“ für „Fuck You“ wurde 2012 bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres auf den zweiten Rang gewählt.<ref></ref>
Fremdwort
In den meisten nicht englischsprachigen Kulturen wird seine beleidigende Wirkung verstanden. Möglicherweise, weil es als Fremdwort eine geringere Bedeutung hat, sind in der Regel keine zensorischen oder einschränkenden Maßnahmen üblich. Beispielsweise werden amerikanische Rap-Songs häufig auf europäischen Radiosendern gespielt, ohne dass entsprechende Textpassagen der Zensur zum Opfer fallen.
In Deutschland ist auch die eingedeutschte Version „abgefuckt“ für das englische {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) gebräuchlich.
Ein Beispiel für die entspanntere Haltung in den nicht englischsprachigen Ländern war Anfang der 1990er Jahre in Paris zu erkennen. Dort gab es auf Plakatwänden eine Kampagne mit dem Slogan „Préservatifs Fuck le SIDA“ („Kondome machen AIDS fertig“).
Popkultur
Die Vulgarität des Wortes lädt Komiker ein, damit zu spielen. So hat George Carlin etliche Aufsätze herausgebracht, wie z. B. „The History of the word Fuck“ (Die Geschichte des Wortes Fuck). Andere Komiker sind Chris Rock, Denis Leary, Monty Python (The Word Fuck) und Sam Kinison.
Ein weiteres Beispiel für die große Vielfalt ist der Song Mercyfuck von Mary Prankster: <poem style="margin-left: 2em; font-style: italic;" lang="en"> I wish I could fuck all my sorrow away And fuck ’til the dawn of the next fucking day Fuck the chorus and verse, fuck the pain getting worse Fuck it all ’til I burn </poem>
Im Lied Bodies (deutsch: „Leichen“) der englischen Punk-Band Sex Pistols aus dem Jahr 1977 gelang es John Lydon, Sänger der Gruppe und Autor des Textes, das Wort „Fuck“ fünfmal in einer einzigen Liedzeile unterzubringen. Zitat: “Fuck this and fuck that, fuck it all and fuck her fucking brat.”<ref>Liedtext von Bodies auf songtexte.com (abgerufen am 22. Dezember 2018) Anmerkung: die betreffende Liedzeile ist auf der verlinkten Website nicht vollständig korrekt wiedergegeben.</ref>
1992 veröffentlichte der US-Musiker Prince auf seinem Album Love Symbol den Song Sexy M.F., der auch als Single ausgekoppelt wurde. Die Abkürzung „Sexy M.F.“ steht für „Motherfucker“ und der Refrain lautet „You Sexy Motherfucker“. Im Kontext ist „Motherfucker“ also nicht als Schimpfwort zu verstehen, sondern im sexuellen Bereich. Dennoch wurde die Single Sexy M.F. damals weltweit von vielen Radiostationen boykottiert und nur sehr selten im Radio gespielt.
Im Jahr 2002, als der kontroverse französische Film Baise-moi in den USA herauskam, wurde der Titel in Rape Me („Vergewaltige mich“) geändert, obwohl er wortwörtlich übersetzt Fuck Me hätte lauten müssen. Manche sagen, dass dies aber nur ein Publicity-Gag gewesen sei. Ebenfalls wurde der schwedische Film Fucking Åmål (deutscher Titel: „Raus aus Åmål“) in Show Me Love umbenannt.
Für das Album 97BT99 der japanischen Rockgruppe BUCK-TICK wurde eine Errata herausgegeben, um den Liedtitel My Facking Valentine in My Fucking Valentine zu ändern. Es war klar, dass es sich um einen Tippfehler und nicht um Zensur handelte, da das Lied zweimal auf dem Album erscheint und in einem der Fälle richtig geschrieben vorkommt.
2005 erschien auf dem Album Hefty Fine der Bloodhound Gang der Song Foxtrot Uniform Charly Kilo, dessen Titel auch den Refrain bildet. Die vier Worte stehen in der NATO-Buchstabiertafel, die von allen US-Militärs verwendet wird, für die Buchstaben F – U – C – K.
Auf dem Album Amarok des Musikers Mike Oldfield findet sich ein gemorster „Abschiedsgruß“ an den Inhaber seiner bisherigen Plattenfirma: „Fuck off rb“. Mit RB ist Richard Branson, der Besitzer von Virgin Records, gemeint.
In der alten Science-Fiction Serie Kampfstern Galactica wurde als harmlose Abwandlung das Wort „frack“ benutzt und so die Zensur umgangen. Auch in der neuen Serie Battlestar Galactica wird dieses Wort wieder benutzt, allerdings in der abgewandelten und nur vier Buchstaben langen Version „frak“ – und mit deutlich erhöhter Frequenz.
Der Soziologe Gerhard Amendt befasste sich im fünften Kapitel seines Buchs Vatersehnsucht unter dem Titel Ohne Vater: motherfucker und mother-fucking. Frauenbewegung und Vergewaltigungsagitation in der Rap Kultur mit der Geschichte dieses Sprachgebrauchs.<ref></ref>
Umgang mit dem Ausdruck in amerikanischen Medien
Der Gebrauch von Vulgärsprache (vgl. Seven Dirty Words) in englischsprachigen Filmen hat seit den 1990er Jahren erheblich zugenommen.<ref name="Kimb">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL, news-medical.net, 15. Juli 2004. Abgerufen am 6. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Verwendung des Wortes Fuck gilt dabei als der häufigste Tabubruch in amerikanischen Filmen.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig The Translation of Swearing in the Dubbing of the Film South Park into Spanish.] In: In So Many Words: Language Transfer on the Screen. University of Surrey, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Februar 2008 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Ein erheblicher Unterschied besteht zwischen dem britischen und amerikanischen Gebrauch beziehungsweise der akzeptierten Toleranzschwelle für familientaugliche Filme und Anlässe. Berühmt wurde die Grabrede John Cleeses anlässlich des Todes Graham Chapmans als erste Nennung von „Fuck“ bei einer englischen Beerdigungsfeier. Bei den Dreharbeiten für die Filmkomödie Vier Hochzeiten und ein Todesfall hingegen musste jede Szene, in der das Wort „fuck“ auftauchte, für den US-amerikanischen Markt ein zweites Mal gedreht werden. Eine Synchronisation des Tons hätte nicht ausgereicht, da man an den Lippen des Schauspielers Hugh Grant noch immer deutlich das F-Wort hätte ablesen können. Eine der wenigen Ausnahmen sind die Filme Hangover, Hangover 2 und Hangover 3; in diesen amerikanischen Filmen werden die Worte „Fuck“, „Wichser“ (Wanker), „Scheiße (Shit)“ u. a. mehrfach verwendet.
Auswertung des Auftretens von Fuck in der englischen Sprache
Im Standardgebrauch der englischen Sprache treten Fuck und seine Abwandlungen mit wenig über einigen Dutzend Vorkommnissen per Million Wörtern auf. Einzelne Filme mit entsprechend deutlich höheren Frequenzen wie From Dusk Till Dawn bereiten bei Übersetzung und Synchronisierung erhebliche Herausforderungen.<ref name="Cat">Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Die Auswertung entsprechender Korpora ermöglicht eine exemplarische Darstellung der Übersetzungspolitik wie der sprachlichen Freizügigkeit, etwa von Fernsehanstalten oder Filmverleihen.<ref name="Cat" /> Innerhalb von From Dusk Till Dawn dient der unterschiedliche Gebrauch von Fuck auch der Abgrenzung von moralisch Guten, wie der Pastorenfamilie Fuller von den eher als Böse charakterisierten Figuren, so dem Bankräuber Seth Gecko.<ref name="Cat" />
Webseiten und Bücher wie Family Media Guide,<ref>William Killpatrick: The Family New Media Guide. Touchstone, 1997, ISBN 0-684-81322-X</ref> Screenit, Kids-in-Mind oder Preview Online zählen systematisch die Anzahl und die Verwendung des Gebrauchs obszöner Worte in Filmen auf. 2004 wurde an der Harvard Medical School eine Überblicksstudie veröffentlicht, welche die angeführten Listen mit den Ratingvorgaben der Motion Picture Association of America (MPAA) verglich. Zudem wurden die Drehkosten und die Roheinnahmen miteinbezogen. Demnach sind R-Filme mit sexuellen Darstellungen wie obszönen Ausdrücken erfolgreicher als solche mit einem R-Rating aufgrund von Gewaltdarstellungen. Der Gewaltanteil bei Zeichentrick ist allerdings nochmal wesentlich höher.<ref name="Kimb" /> Die Harvardstudie kritisierte einen signifikant höheren Gebrauch von Alkohol und Tabak sowie illegalen Drogen in den entsprechenden Filmen, der im Gegensatz zu obszönen Ausdrücken bei den Ratingangaben der MPAA nicht erscheine.<ref name="Kimb" />
Dokumentarfilm zum Thema
2005 wurde die Verwendung von Fuck zum Gegenstand einer international beachteten Dokumentation.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: Vorlage:Cite book/URL, The Guardian, 19. November 2006. Abgerufen am 6. Januar 2009 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref> Der Film FUCK (auch F★CK oder F*CK) wurde 2005 von Steve Anderson und Rainstorm Entertainment gedreht und behandelt Bedeutung und Verwendung von Fuck. Die Dokumentation enthält verschiedenste Kommentare von Sprachwissenschaftlern, Künstlern, Pornodarstellern und Medienleuten sowie Filmaufnahmen von George Carlin, Scarface, Country Joe and the Fishs Auftritt in Woodstock, Präsident George W. Bush Vorzeigen des Stinkefingers gegenüber einem Filmteam und weitere Filmzitate. Der Ausdruck selbst wird 824 mal genannt.<ref>Fuck (2005) - IMDb. Abgerufen am 6. August 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Für mehrere hundert Verwendungen des Wortes sind auch die Filme Nil by Mouth,<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Nil By Mouth.] Screenit.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. April 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Summer of Sam<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Preview Movie Review.] Previewonline.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. April 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>, Casino<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Freeze Frame: Casino.] Web.archive.org, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. April 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> sowie Alpha Dog<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Screen It! Parental Review: Alpha Dog.] Screenit.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 27. April 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> bekannt. Die Uraufführung von Fuck fand im November 2005 beim Festival des American Film Institute statt.
Literatur
- Bernhard Schmid: American Slang – Amerikanisch-Deutsch. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-8218-0431-9
- Christopher M. Fairman: Fuck. Working Paper No. 39 des Center for Interdisciplinary Law and Policy Studies, Ohio State University, 2006.
- Jim Dawson: Motherfucker: Die Geschichte der Mutter aller schmutzigen Wörter. Edition Tiamat, 2011, ISBN 3-89320-160-2
- John McWhorter: Nine Nasty Words: English in the Gutter: Then, Now, and Forever. Penguin Publishing Group, 2021, ISBN 978-0-593-18879-8, S. 45–73
Weblinks
Einzelnachweise
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