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DEVK

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DEVK Deutsche Eisenbahn Versicherung Sach- und HUK-Versicherungsverein a. G. Betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn<ref>Impressum. In: devk.de. Abgerufen am 18. Oktober 2023.</ref>

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | DEVK 202x logo.svg
Rechtsform Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Gründung 1. April 1886<ref>vgl. Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 20, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>
Sitz Köln, Deutschland
Leitung Michael Knaup (Vorstandsvorsitzender)<ref>DEVK Vorstand. In: devk.de. Abgerufen am 7. Januar 2025.</ref>
Mitarbeiterzahl rund 5800 (2024)<ref name="gb2023">DEVK Geschäftsbericht 2024. (PDF) In: devk.de. S. 12, abgerufen am 7. Januar 2025.</ref>
Umsatz rund 5,4 Mrd. Euro (Beitragseinnahmen, 2024)<ref>DEVK Geschäftsbericht 2024: Zahlen, Daten, Fakten. (PDF) In: devk.de. S. 7, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>
Branche Versicherungswesen
Website devk.de

Die DEVK Versicherungen (historisch von Deutsche Eisenbahn-Versicherungskasse) ist eine deutsche Versicherung. Bundesweit hat die DEVK rund 4,2 Millionen Kunden mit rund 15 Millionen versicherten Risiken in allen Versicherungssparten.<ref>DEVK Geschäftsbericht 2024: Zahlen, Daten, Fakten. (PDF) In: devk.de. S. 22, abgerufen am 7. Januar 2025.</ref> Nach der Anzahl der Verträge ist die DEVK Deutschlands viertgrößter Hausrat-, fünftgrößter Pkw- und siebtgrößter Haftpflichtversicherer. Die Zentrale befindet sich in Köln. Deutschlandweit gibt es ca. 1200 Geschäftsstellen mit ca. 2550 Vertriebspartnerschaften.<ref>DEVK Geschäftsbericht 2024: Zahlen, Daten, Fakten. (PDF) In: devk.de. S. 46, abgerufen am 7. Januar 2025.</ref> Seit ihrer Gründung in den Jahren 1886 und 1889 sind die beiden Muttergesellschaften des Konzerns Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit.<ref>Der DEVK Vorstand. In: devk.de. Abgerufen am 7. Januar 2025.</ref>

Firmengeschichte

Gründung der Lebensversicherung 1886

Die Entstehung der DEVK geht zum Teil auf die am 1. April 1886 von Eisenbahnern gegründete Selbsthilfeeinrichtung „Sterbekasse der Beamten und Arbeiter im Bezirke der Königlichen Eisenbahndirektion zu Breslau“ zurück. Ihre Gründung steht in einer Reihe mit anderen Versicherungsgründungen im 19. Jahrhundert, die Arbeiter und Angestellte grundlegend absichern sollten.<ref>Lothar Groß: Made in Germany: Deutschlands Wirtschaftsgeschichte seit 1800. BoD – Books on Demand, 2024, ISBN 978-3-7583-5335-2, S. 114.</ref><ref>Als Eisenbahner noch ein Beruf mit vielen Risiken war. In: Nürnberger Stadtanzeiger. 14. Dezember 2018, S. 34.</ref>

Erster und für zehn Jahre einziger Angestellter der Sterbekasse Breslau war ab 1892 Wilhelm Jacob.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 22, 25, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Nach dem Ersten Weltkrieg geriet die Sterbekasse Breslau in der hohen Inflation in eine Krise und hatte 1923 nur noch 40.000 Rentenmark Vermögen, ehe ein Bankkredit ihr Fortbestehen sicherte.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 36–37, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> In den folgenden Jahren der Weimarer Republik erweiterte die Sterbekasse Breslau ihren Wirkungskreis und wuchs erstmals auf über 100.000 Mitglieder an, mehrmals erfolgten Namensänderungen.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 40–41, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> 1930 wurde beschlossen, das Geschäftsgebiet auf das gesamte Deutsche Reich auszuweiten. 1932 erfolgte eine Neufassung der Satzung mit Änderung des Firmennamens in „Deutsche Eisenbahn-Sterbekasse, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu Breslau“, welcher dem nun deutschlandweiten Anspruch der Sterbekasse entsprach.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 47, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>Peter Koch: Geschichte der Versicherungswirtschaft in Deutschland. Verlag Versicherungswirtschaft, 2012, ISBN 978-3-86298-185-4, S. 132.</ref>

Gründung der Sachversicherung 1889

Neben der Sterbekasse Breslau gilt der am 26. April 1889 in Berlin gegründete „Brandversicherungs-Verein Preußischer Staatseisenbahn-Beamten“ als zweiter Vorläufer der DEVK. Da Eisenbahner häufig in der Nähe der Strecke wohnten, gefährdete Funkenflug besonders schnell ihre mit Stroh oder Holz gedeckten Häuser. Daher galten Eisenbahner für normale Feuerversicherungen als wenig erstrebenswerte Kunden; diese Lücke sollte der Brandversicherungs-Verein schließen.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 21, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Der Verein wuchs bis Ende 1894 bereits auf über 60.000 Mitglieder an und benannte sich, nachdem er auch andere Versicherungsleistungen anzubieten begann, 1907 in „Versicherungsverein Deutscher Eisenbahnbediensteten a. G. in Berlin“ um.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 22, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> 1938 hatte der Versicherungsverein Deutscher Eisenbahnbediensteten über 550.000 Mitglieder und war damit der größte Verein seiner Art.<ref name="54/55">Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 54–55, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

DEVK im Nationalsozialismus

In der Zeit des Nationalsozialismus zog die gleichgeschaltete Deutsche Eisenbahn-Sterbekasse im Jahr 1935 nach Berlin und wurde im folgenden Jahr in „Deutsche Reichsbahn-Sterbekasse Lebensversicherungsverein a. G., Sitz Berlin“ umbenannt.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 59, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

Beide Vorläufervereine der DEVK profitierten im Dritten Reich vom Wachstum der Eisenbahnindustrie.<ref name="54/55" /> Die gleichgeschalteten Versicherungen beteiligten sich an der Judenverfolgung, indem sie Lebensversicherungspolicen von emigrationswilligen Juden oft nicht auszahlten, sondern auf sogenannte Sperrkonten überwiesen, von wo nach unbestimmter Zeit kein oder nur noch ein kleiner Teil des Geldes an die Einzahlenden zurückkam.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 53, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Die Historiker Michael Kamp und Robert Kieselbach schrieben 2011 in einem Gutachten für die DEVK anlässlich ihres 125. Jubiläums: „(...) für die Verantwortlichen und für die DEVK als Ganzes konnten keine Aktivitäten nachgewiesen werden, die im Vergleich zur deutschen Versicherungswirtschaft als besonders negativ zu bezeichnen wären“.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 52, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

Nachkriegsjahre

Die Deutsche Reichsbahn-Sterbekasse (DRS) und der Versicherungsverein Deutscher Eisenbahnbediensteten (VVDE) verloren in der direkten Nachkriegszeit, durch die Abtrennung der Ostgebiete und das baldige Aus ihrer Geschäftstätigkeit in der Sowjetzone, einen substanziellen Teil ihrer Mitglieder.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 64, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Beide Versicherer entschieden sich, ihre Kräfte auf dem westdeutschen Versicherungsmarkt gegen die Konkurrenz zu bündeln.<ref name=":66">Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 66, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

1951 benannte sich zunächst die DRS in „DEVK Deutsche Eisenbahnversicherung Lebensversicherungsverein a. G.“ um, im Jahr 1953 folgte die VVDE mit der Umbenennung in „Deutsche Eisenbahn-Versicherungskasse, Allgemeiner Versicherungsverein a. G., Sitz Berlin“.<ref>DEVK-Versicherung betreut nicht nur Eisenbahner. In: Saarbrücker Zeitung. 16. Juli 2009, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref name=":66" /> Nachdem die DRS bzw. die DEVK in der Nachkriegszeit ihren Hauptsitz zeitweise in Hamburg (von 1947 bis 1948)<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 63, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> und Bielefeld (von 1948 bis 1953)<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 63, 73, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> hatte, erfolgte im Jahr 1953 der Umzug nach Köln in ein modernes Bürohaus.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 73, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>Moritz A. Rohlinger: DEVK schielt nach Monheim. In: Kölnische Rundschau. 13. Oktober 2022, S. 24.</ref>

Entwicklung in der Bundesrepublik

In den folgenden beiden Jahrzehnten stieg die Zahl der DEVK-Versicherten deutlich an, das Wachstum des Versicherers war allerdings durch Personaleinsparungen bei der Bahn gebremst. Anfang der 1970er-Jahre machten Kunden, die nichts mit der Bahn zu tun hatten, bereits rund 50 % der Neukunden der DEVK aus.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 86, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Ab 1976 öffnete sich das Unternehmen mit der Gründung der „DEVKA Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft“, einer Tochtergesellschaft der beiden DEVK-Vereine, erstmals im größeren Stil für Privatkunden.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 87, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>DEVK wuchs schneller als der Markt: Den Konkurrenten wurden 40 000 Kfz-Risiken abgenommen. In: Börsen-Zeitung. 16. Mai 1998, S. 6.</ref> Zugleich war die DEVK weiterhin eine betriebliche Sozialeinrichtung der Deutschen Bahn sowie eine anerkannte Selbsthilfeeinrichtung des Bundeseisenbahnvermögens.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 66, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

Datei:DEVK-Hauptverwaltung 2015-06-04-01.JPG
DEVK-Hauptverwaltung in Köln im Jahr 2015

Im Juli 1982 begann aufgrund von Platzproblemen der Bau einer neuen Firmenzentrale der DEVK in Köln, Ende 1984 zogen die ersten Mitarbeiter in das Gebäude in der Nähe des Rheins ein. Alle Arbeitsbereiche der Hauptverwaltung der DEVK-Versicherungsgruppe wurden daraufhin in dem Gebäude untergebracht.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 90–91, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Ende der 1980er-Jahre war die DEVK nach einem Ausbau ihres Angebotes und dem Einstieg in den Privatkundensektor der drittgrößte Hausratversicherer, der drittgrößte Privathaftpflichtversicherer und der sechstgrößte Pkw-Versicherer in Westdeutschland.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 95, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

Seit 1990

Mit der deutschen Wende konnte die DEVK ihr zuvor kaum vorhandenes Geschäft in Ostdeutschland ausbauen.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 99, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> So wurde 1992 rund ein Drittel der neuen Geschäfte in Ostdeutschland abgeschlossen.<ref>DEVK in Ostdeutschland mit starkem Neugeschäft. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. Mai 1993, S. 23.</ref> In den 1990er-Jahren erweiterte die DEVK ihr Beratungsstellennetz und vergrößerte ihren Außendienst, um in der verstärkten Konkurrenz um günstige Versicherungstarife zu bestehen.<ref>Klaus Janke: Die DEVK Versicherungen: über 125 Jahre Versicherungsschutz im Spiegel der Zeit. (PDF) In: devk.de. S. 101, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Auch wurden im Laufe der Zeit Kranken-, Rechtsschutz- und Rückversicherung als weitere Sparten der DEVK begründet.

In Frankreich ist die DEVK mit der Tochtergesellschaft Sada Assurances vertreten.<ref>Assurances – une filiale du groupe DEVK. In: sada.fr. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. November 2016; abgerufen am 17. April 2017.</ref>

Im April 2024 sicherte der Kölner Stadtrat der DEVK einen Zugriff auf ein Grundstück zu, auf dem direkt neben der Firmenzentrale am Rhein ein bis zu 145 Meter großes Hochhaus der DEVK gebaut werden soll. Das Hochhaus soll als Bürostandort und Kapitalanlage dienen.<ref>Matthias Hendorf: Stadtrat sichert Kölner Versicherer exklusiven Zugriff auf Grundstück zu. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 24. April 2024, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>Michael Fuchs: Architekten setzen auf Doppelturm: DEVK stellt fünf Entwürfe für Hochhaus in Köln vor. In: Kölnische Rundschau. 20. Januar 2024, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Zudem wird ab 2024 die alte Firmenzentrale umfassend saniert.<ref name="versicherungswirtschaft">DEVK teilt sich Gebäude mit HDI und RTL. In: Versicherungswirtschaft. 16. Oktober 2023, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Der Ausbau erfolgt aufgrund der Erweiterung der DEVK in neue Geschäftsfelder, wie beispielsweise die Rückversicherung, was zu einer steigenden Mitarbeiterzahl führte.<ref>Stephan Eppinger: DEVK-Gruppe wächst. In: Kölnische Rundschau. 19. Juni 2024, S. 9.</ref>

Unternehmensstruktur

Die beiden Muttervereine (DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein sowie DEVK Lebensversicherungsverein) sind Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Die DEVK teilt sich in eine Reihe von Einzelunternehmen auf, die aus den beiden Versicherungsvereinen hervorgegangen sind. Die DEVK Sach- und HUK hat mit der Echo Rückversicherungs-AG und der DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG – DEVK RE zwei direkte Tochtergesellschaften. Für die Koordination und strategische Führung der Einzelgesellschaften ist insbesondere die DEVK Rückversicherungs- und Beteiligungs-AG – DEVK RE als Holding verantwortlich. Zu den Einzelgesellschaften gehören die DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, DEVK Allgemeine Lebensversicherungs-AG, DEVK Rechtsschutz-Versicherungs-AG, DEVK Krankenversicherungs-AG, DEVK Vermögensvorsorge- und Beteiligungs-AG, DEVK Pensionsfonds-AG sowie sonstige Tochterunternehmen und Beteiligungen.<ref>DEVK Geschäftsbericht 2023: Zahlen, Daten, Fakten. (PDF) In: devk.de. S. 20, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

2023 gab es im abgestellten Innen- und Außendienst sowie beim DEVK Sach- und HUK-Versicherungsverein zusammengerechnet rund 5800 Vollzeitstellen (Teilzeitstellen wurden für die Rechnung zusammenaddiert).<ref name="gb2023" /> Stand 2023 lag die Gesamtzahl der Mitarbeiter und Vertriebspartner bei rund 7500 Personen.<ref name="DEVK">DEVK Zahlen, Daten, Fakten 2022. In: devk.de. 17. März 2024, abgerufen am 21. Juli 2024.</ref>

Standorte

Datei:DEVK-Zentrale Köln - Kölner Kugel.jpg
DEVK-Zentrale in Köln mit der Kölner Kugel am Firmendach

Ihren Hauptsitz hat die DEVK seit 1953 in Köln. In dem Gebäude an der Riehler Straße, nahe dem Rheinufer, arbeiten rund 2000 Mitarbeiter. Auf dem Firmendach befindet sich seit 2000 die von HA Schult geschaffene „Kölner Kugel“ als Markenzeichen.<ref>Kunst & Assekuranz: Kölner Weltkugel seit 20 Jahren auf DEVK-Dach. In: Autohaus. 18. November 2020, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>,Bewegte' Schult-Objekte und ihre Geschichte. In: Rheinische Post. 18. Juni 2004.</ref> Beginnend ab Juli 2024 erfolgt ein vorübergehender Umzug der Firmenzentrale in die Rheinhallen nach Köln-Deutz, während die Firmenzentrale für mindestens drei Jahre saniert wird.<ref>DEVK mietet Büros in ehemaligen Kölner Messehallen. In: Immobilienmanager.de. 14. November 2023, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref name="versicherungswirtschaft" />

Zusätzlich gibt es 19 Regionaldirektionen in Deutschland: Berlin, Dresden, Erfurt, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Köln, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Regensburg, Saarbrücken, Schwerin, Stuttgart und Wuppertal.<ref>DEVK-Standorte. In: devk.de. Abgerufen am 21. Juli 2024.</ref> An diesen Standorten befanden sich früher Bundesbahn- bzw. Reichsbahndirektionen.<ref>Das Jahresprogramm 1990 der Bundesbahn hat insgesamt 46 Fahrten mit Museumsgarnituren im Angebot. Dampfzugfahrten als Nostalgieerlebnis. In: Nürnberger Nachrichten. 27. Februar 1990.</ref><ref>Die Geschichte der Deutschen Reichsbahn. In: mec-saalebahn.de. Modelleisenbahnverein Saalebahn e. V., 25. Juli 2014, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

Produkte

Die DEVK bietet Versicherungs- und Vorsorgeprodukte in den Bereichen Fahrzeuge, Reise, Rechtsschutz, Haftpflicht, Haus und Wohnen, Krankenversicherung,<ref>DEVK bald auch Krankenversicherung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 25. Mai 1994, S. 23.</ref> Geld und Finanzen, Lebensversicherung,<ref>DEVK bastelt an neuen Lebensversicherungen. In: Handelsblatt. 30. Juli 2004, S. 23.</ref> Altersvorsorge, Berufsunfähigkeitsvorsorge, Unfallversicherung und Tierversicherung an.<ref>Produkte. In: devk.de. Abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Am Kapitalmarkt ist die DEVK unter anderem in Kooperation mit der Privatbank Sal. Oppenheim<ref>DEVK steigt ins Kapitanlagegeschäft ein. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 15. März 2000, S. 21.</ref> und der Monega vertreten.<ref>DEVK geht mit Monega an den Start. In: Handelsblatt. 19. Juli 2000, S. 22.</ref>

Weiterhin hat die DEVK spezielle Produkte für Bahnmitarbeiter, etwa eine Berufshaftpflichtversicherung für Angestellte in Verkehrsunternehmen.<ref>Berufshaftpflichtversicherung: Topschutz für Angestellte in Verkehrsunternehmen. In: devk.de. Abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Sie verwaltet seit 2002 auch den Pensionsfonds der Bahn, in welche Bahnmitarbeiter einzahlen.<ref>Lutz Frühbrodt: Versicherung erhält Zuschlag für Pensionsfonds der Bahn. In: Die Welt. 9. August 2002, S. 14.</ref> Die DEVK erstattet Beschäftigten der Verkehrsbranche einmal im Jahr einen Teil ihrer Beiträge, wenn die Schadenentwicklung dies zulässt.<ref>DEVK zahlt mehr als vier Millionen Euro an ihre Mitglieder aus. In: devk.de. 9. April 2024, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>DEVK-Versicherungen haben drittes Rekordjahr. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 8. Juli 2005, S. 14.</ref>

Kooperationspartner

Datei:Baureihe 101 005.jpg
DEVK-Werbelok der Deutschen Bahn (DB-Baureihe 101)

Gemeinsam mit den Vertriebsmitarbeitern der Sparda-Banken und der Monega Kapitalanlagegesellschaft, an der die DEVK und die Sparda-Banken jeweils Anteile halten,<ref>Monega: Das attraktive Fondskonzept. In: diefondsplattform.de. Abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> bildet die DEVK einen Finanzverbund. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit der Bahn-BKK zusammen. Die Zusammenarbeit war zudem die erste Kooperation zwischen einer Betriebskrankenkasse und einer privaten Krankenversicherung.<ref>Bahn-BKK und DEVK vereinbaren Zusammenarbeit: Erste Kooperation von Betriebskrankenkasse und Privaten. In: Rheinische Post. 8. Dezember 2003, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>DEVK und Bahn-BKK stimmen ihre Angebote ab. In: Handelsblatt. 9. Dezember 2003, S. 26.</ref>

Traditionell pflegt die DEVK eine Partnerschaft mit dem Deutsche-Bahn-Konzern, den beiden Bahn-Gewerkschaften Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer sowie dem Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure.<ref>Profitieren Sie von einem starken Verbund. In: devk.de. Abgerufen am 17. April 2017.</ref> Hier bietet die DEVK spezielle Rechtsschutzversicherungen für Mitglieder der Bahn-Gewerkschaften an.<ref>Rechtsschutz-Gewerkschaft. In: bahn.devk.de. Abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Die DEVK ist auch Partner der DBplus, dem Netzwerk der Sozialpartner der Deutschen Bahn,<ref>Immer im Vorteil – mit DBplus. In: dbpluspartner.de. Abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> und gewährt beispielsweise Rabatte für Besitzer einer Bahncard.<ref>Kfz-Versicherung: DEVK gibt Rabatt für BahnCard-Besitzer. In: Autohaus. 21. Januar 2020, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Zudem ist sie Fördermitglied der Organisation Allianz pro Schiene.<ref>Fördermitglieder der Allianz pro Schiene. In: Allianz pro Schiene. Abgerufen am 22. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die DEVK hat Partnerschaften mit weiteren Unternehmen und Institutionen in der Verkehrsbranche. So ist die DEVK Kooperationspartner des ACV Automobil-Club Verkehr, welchen sie 1962 selbst gründete<ref>Volker Geiling: Ich werde auch im nächsten Jahr für den Vorstand kandidieren. In: Südkurier. 18. März 2014, S. 30.</ref> und dessen Mitglieder sich zu vergünstigten Konditionen bei der DEVK versichern können.<ref>Hannah Seelhorst: 50 Jahre im Einsatz für die Sicherheit auf der Straße. In: Rheinische Post, Ausgabe Düsseldorf-Meerbusch. 27. Juli 2013.</ref><ref>Automobil-Club Verkehr (ACV). In: devk.de. Abgerufen am 17. April 2017.</ref><ref>Leistungen. In: ACV Automobil-Club Verkehr. Abgerufen am 22. Juli 2024.</ref> Im Rahmen der Mitgliedschaft im europäischen Verband Euresa arbeitet die DEVK international mit einer Reihe von anderen Versicherungsvereinen zusammen.<ref>DEVK. In: euresa.org. Abgerufen am 22. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weiterhin kooperiert die DEVK mit dem 2008 gegründeten Forum für Verkehr und Logistik, eine Informationsplattform für innovative und nachhaltige Mobilitätskonzepte.<ref>Guido Wagner: Deutschlands Pionier der Elektrobusse. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 6. November 2019.</ref>

Sportmarketing

Die DEVK ist seit 2017 ein Hauptpartner des 1. FC Köln, dabei übernimmt sie das Ärmelsponsoring am Trikot der Männermannschaft und seit 2024 auch am Trikot der Frauenmannschaft.<ref>Alexander Haubrichs: „Ein starkes Zeichen“: 1. FC Köln macht wichtigen Millionen-Deal offiziell. In: Express. 11. Januar 2021, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref><ref>FC kassiert 2 Mio. EURO von DEVK. In: Express. 18. August 2017, S. 10.</ref><ref>DEVK wird Premiumpartner der FC-Frauen. In: 1. FC Köln. 8. Juli 2024, abgerufen am 22. Juli 2024.</ref>

Weblinks

Commons: DEVK – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 50° 57′ 28,7″ N, 6° 58′ 33,3″ O

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