Mercure Hotels
| Mercure Hotels
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Mercure Hotels Logo neu.svg | |
| Rechtsform | SA, Aktiengesellschaft (Accor SA) |
| Auflösung | 1973 |
| Sitz | Issy-les-Moulineaux (Frankreich) |
| Branche | Hotellerie |
| Website | mercure.accor.com |
Mercure ist eine internationale Hotelkette. Sie wurde 1973 gegründet und zwei Jahre später vom französischen Accor-Konzern übernommen.<ref name="2015-01-08">Joachim Friedl: Ein Hauch französischen Lebensstils. In: Heilbronner Stimme. 8. Januar 2015, S. 31.</ref><ref>Company information. In: Infogreffe. Abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Geschäftsjahr 2015 gehörten 741 Hotels mit drei bis vier Sternen zu Mercure. Dazu kommen 46 Häuser der Marke Grand Mercure im gehobenen Bereich, fünf Sterne. Mercure ist damit nach Ibis die zweitwichtigste Marke von Accor. Die meisten Häuser befinden sich in Europa, der Schwerpunkt von Grand Mercure liegt im asiatisch-pazifischen Raum.<ref>Annual Report 2015. (PDF) Accor, S. 6, abgerufen am 20. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Geschichte
Das erste Mercure Hotel eröffnete in Saint-Witz im Department Val-d'Oise im Norden Frankreichs.<ref name="2015-01-08" /> Zum Zeitpunkt der Übernahme durch Accor hieß das Unternehmen noch „Société d'investissement et d'exploitation hôteliers“, kurz SIEH.<ref>Florence Renard-Gourdon: SAGA Accor, un géant né en 1967. In: Les Échos. 29. Juni 2010, abgerufen am 9. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es war mit Hotels der Marke Novotel bereits auf dem französischen Markt aktiv.<ref name="French Company Handbook"></ref> Nachdem 1974 das erste Ibis Hotel eröffnet hatte,<ref>Seit 30 Jahren in der Erfolgsspur. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 4. Dezember 2004, abgerufen am 9. Januar 2017.</ref> entwickelte sich Mercure in den 1970er Jahren zum dritten Standbein des Konzerns im Bereich zwischen Ibis und Novotel.<ref name="French Company Handbook" /> Fünf Jahre nach der Gründung umfasste die Hotelkette Mercure bereits über 30 Häuser alleine in Frankreich.<ref></ref> Mitte der 1980er Jahre expandierte man dann nach Deutschland und in weitere Länder, einschließlich Österreich. Dabei positionierte Accor die Hotelkette in der Mittelklasse für Häuser mit drei oder vier Sternen, das sich sowohl an Urlauber als auch Geschäftsreisende richten.<ref>Mercure-Gruppe mit acht neuen Hotels. In: Handelsblatt. 25. Juli 1986, S. 6.</ref> Ein wesentliches Merkmal der Hotelkette Mercure war seit den 1980er Jahren die Weinkarte.<ref>Hans Pleininger: Der Wein lockt Gäste ins Mercure-Hotel. In: WirtschaftsBlatt. 24. Februar 1998, S. 4.</ref><ref>Mercure sucht edle Tropfen aus. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 1. Juni 2013, S. 31.</ref>
Ende der 1980er Jahre hatte die Hotelkette weltweit rund 100 Häuser, davon befanden sich zehn Prozent in Deutschland.<ref name="1990-09-18">Mercure-Hotel will Kapazitäten verdoppeln. In: Handelsblatt. 18. September 1990, S. 13.</ref> Ungeachtet des scharfen Wettbewerbs unter den Hotels der Mittelklasse setzte Mercure seinen Expansionskurs fort.<ref name="1990-09-18" /><ref>Mercure Hotels. Vor roten Zahlen. Deutlicher Erlösverfall. In: Handelsblatt. 27. September 1994, S. 19.</ref> Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs pachtete man die ehemaligen Interhotels in Chemnitz, Dresden und Potsdam.<ref>Bettina Seipp: Was aus den Hotels des Sozialismus wurde. In: Die Welt. 26. Oktober 2009, abgerufen am 17. März 2017.</ref><ref>Was machen die DDR-Interhotels? In: Sächsische Zeitung. 7. November 2009, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 17. März 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> Es kamen weitere Standorte in Osteuropa hinzu, beispielsweise öffnete 1993 das erste Mercure-Hotel in Warschau.<ref>Eine Prise Frankreich. Jetzt auch ein Mercure in Warschau. In: Handelsblatt. 27. August 1993, S. 5.</ref> Neben neuen Häusern übernahm Mercure auch bestehende Standorte anderer Ketten: darunter zum Beispiel das Pullman in Saarbrücken, das zuvor bereits zu Accor gehörte,<ref>„Pullman“ jetzt „Mercure“. In: Saarbrücker Zeitung. 18. Dezember 1993.</ref> sowie das Holiday Inn in Koblenz oder das Steigenberger in Passau.<ref>Egon M. Binder: Über dem ehemaligen Steigenberger-Hotel weht nun die Flagge der Mercure-Hotelkette. In: Passauer Neue Presse. 21. September 2000.</ref> Mitte der 1990er Jahre überarbeitete Mercure seinen Markenauftritt, zusätzlich investierte man erstmals in Fernsehwerbung auf breiter Front.<ref>Vom Hotel zur Botschaft. In: Absatzwirtschaft. 10. Juli 1995, S. 10.</ref><ref>Accor forciert Hotelwerbung. In: Horizont. 28. April 1995, S. 6.</ref> Die Kampagne wurde später unter dem Motto „Der Schlüssel zur Stadt“ auf weitere Medien ausgeweitet.<ref>Mercure Hotels starten Kampagne in Deutschland. In: Horizont. 7. Mai 1998, S. 17.</ref>
2000 eröffnete das 75. Mercure Hotel in Deutschland.<ref>Mit neuem Direktor und neuem Hotelketten-Namen in die Zukunft. In: Passauer Neue Presse. 16. Oktober 2000.</ref> Die Position im Markt für Mittelklasse-Hotels wurde vor allem durch eine Kooperation mit der Baumhögger-Gruppe aus Dortmund nennenswert gestärkt.<ref>Schwergewicht der Mittelklasse. Hotelgruppe Accor strebt mit Mercure Marktführerschaft an. In: Frankfurter Rundschau. 22. Dezember 1999, S. 15.</ref><ref>Roland Pimpl: Accor-Marke Mercure erweitert Hotel-Portfolio. In: Horizont. 6. Januar 2000, S. 18.</ref> Im Rahmen dieser kamen 27 neue Hotels in Deutschland mit über 3.000 Zimmern unter das Dach von Mercure.<ref>Die Mercure-Kette wächst um 27 Hotels. In: Passauer Neue Presse. 22. Dezember 1999.</ref> Nachdem der Accor-Konzern 2004 in die Hotelkette Dorint investiert und das Management der deutschen Häuser übernommen hatte,<ref>Dorint treibt Sanierung voran. In: fvw. 6. Februar 2004, S. 11.</ref><ref>Accor führt deutsche Dorint Hotels. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 27. März 2004, abgerufen am 20. März 2017.</ref> wurde Mercure im gehobenen Bereich positioniert.<ref>Accor bringt Premium-Marken auf Trab. In: Horizont. 10. Juni 2004, S. 19.</ref> Einzelne Hotels übernahmen komplett die Marke Mercure, beispielsweise das Parkhotel in Bad Neuenahr oder ein Hotel in Neu-Isenburg.<ref>„Mercure“: Der neue Name fürs Dorint. Hotelgruppe Accor übernimmt Haus an der Ahr. In: Rhein-Zeitung. 22. Juni 2004.</ref><ref>Das Dorint wird jetzt zum Mercure Hotel. In: Frankfurter Neue Presse. 3. Februar 2005, S. 20.</ref> Ferner wechselten im Laufe der Jahre einige Hotels der Konzernmarke Novotel zu Mercure, etwa das Haus in Saarbrücken.<ref>Auf Novotel folgt Mercure. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 13. Januar 2007, S. 35.</ref> Für die weitere Expansion setzte Mercure verstärkt auf Franchise-Partner, die schon rund ein Drittel der Hotels betrieben.<ref>Mercure will auf 200 Häuser wachsen. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 25. August 2007, S. 9.</ref> Von 2007 bis 2010 kamen in Deutschland jedes Jahr 20 bis 25 neue Häuser hinzu.<ref>Nicolas Katzung: Mercure will Hotelbestand in Deutschland aufstocken. In: Immobilien-Zeitung. 20. August 2007.</ref>
International erhielt Mercure unter anderem durch Einführung des Business Clubs für Geschäftsreisende Aufmerksamkeit. Dieser begrüßte zum Beispiel in Österreich 2006 sein zweitausendstes Mitglied.<ref>Accor/Mercure: 2000. Gast im Business Club. In: Medianet. 4. Juli 2006, S. 6.</ref> Mit dem Start der Marke Grand Mercure für Häuser im gehobenen Bereich feierte Accor vor allem in Asien Erfolge, etwa in China oder Vietnam.<ref>Dino Silvestre: Maßgeschneiderte Hotelmarke. In: Medianet. 9. März 2012, S. 53.</ref><ref></ref> Da der Wettbewerb unter den Hotels der Mittelklasse unverändert hoch blieb, kündigte Accor 2013 auch einen Relaunch seiner Kernmarke Mercure an.<ref>Hans-Jürgen Klesse: Neues Konzept für Mittelklasse-Marke Mercure. In: WirtschaftsWoche. 1. Juli 2013, abgerufen am 20. März 2017.</ref> Neben der Aktualisierung der Technik und einer Modernisierung der Zimmer wurden beispielsweise die Lobbys der Häuser umgebaut.<ref>Karin Gabler: Mercure gibt Gas. Relaunch: Die Accor-Marke gestaltet ihre Häuser neu. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 29. Juni 2013, S. 7.</ref> Sie entwickelten sich zu einem zentralen Element der Marke, da sie für jeden Standort individuell entworfen wurden.<ref>Michael Bornemann: Mercure zeigt sich erfrischt. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 20. September 2014, S. 2.</ref> 2013 verfügte Mercure über mehr als 730 Hotels weltweit, durchschnittlich öffnete jede Woche ein neues Haus.<ref></ref>
Mit 989 Gästezimmern ist das Mercure Icon Singapore City Centre das weltweit größte Hotel von Mercure.<ref>Das größte Mercure der Welt auf tophotel.de, 11. Juni 2024, abgerufen am 12. Juni 2024.</ref>
Charakterisierung
Die Hotels der Marke Mercure befinden sich meist in der Innenstadt, in der Nähe von Bahnhöfen oder Flughäfen. Sie sind regional verwurzelt, weisen aber einen internationalen Qualitätsstandard auf. Das bedeutet, dass sich Aussehen und Zuschnitt der Häuser unterscheiden, während Ausstattung und Service vereinheitlicht sind.<ref>Hans Thurn: Emotionen vermitteln. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 14. Dezember 2013, S. 13.</ref> Die Einrichtung entspricht der oberen Mittelklasse, die Mehrzahl der Häuser verfügt über ein eigenes Restaurant mit lokaler und internationaler Küche.<ref>Our Brands & Services: Mercure. Accor, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2017; abgerufen am 21. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Häufig ist eine Hotelbar vorhanden, typisch für Mercure ist außerdem eine umfangreiche Weinkarte („Mercure Weinlese“).<ref>Volkmar Pfaff: Editorial: 40 Jahre Mercure Hotels. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 14. Dezember 2013, S. 13.</ref><ref>Über Mercure Weinlese. Vorlo, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juni 2017; abgerufen am 26. April 2017.</ref> Die Hotels der Marke Mercure haben meist drei oder vier Sterne,<ref name="2015-01-08" /> bei Grand Mercure handelt es sich hingegen um Fünf-Sterne-Häuser.<ref>Our Brands & Services: Grand Mercure. Accor, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. Mai 2017; abgerufen am 21. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Während man Mitte der 2000er Jahre bereits in rund der Hälfte der Zimmer nicht rauchen durfte, führte Mercure als erste deutsche Hotelkette im Jahr 2006 rauchfreie Häuser ein.<ref>Frische Luft in den Mercure-Hotels. In: Allgemeine Hotel- und Gaststätten-Zeitung. 3. Juni 2006, S. 7.</ref><ref>In Stuttgart und München präsentiert Mercure die ersten rauchfreien deutschen Markenhotels. In: Dagusta Magazin. 24. Juni 2006, abgerufen am 19. März 2017.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
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