Zum Inhalt springen

Waldstorch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. Mai 2025 um 07:36 Uhr durch imported>Earwig (Literatur).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Waldstorch
Datei:Wood Stork (Mycteria americana) (28773165701).jpg

Waldstorch (Mycteria americana)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Ciconiiformes
Familie: Störche (Ciconiidae)
Gattung: Nimmersatte (Mycteria)
Art: Waldstorch
Wissenschaftlicher Name
Mycteria americana
Linnaeus, 1758
Datei:Mycteria americana map.svg
Das Verbreitungsgebiet des Waldstorchs
  • Sommer-Brutvogel
  • Stand-Brutvogel
  • Gastvogel
  • Der Waldstorch (Mycteria americana) ist ein Storch aus der Gattung der Nimmersatte (Mycteria). Er ist die einzige Storchenart, die in Nordamerika brütet. In den USA galt er lange als eine bedrohte Vogelart, bei der die Gefahr bestand, dass sie im nördlichsten Teil des Verbreitungsgebietes gänzlich verschwindet, und für die zahlreiche Maßnahmen eingeleitet wurden, um ihren Bestand zu schützen. Seit 2014 gilt die Art in diesem Teil ihres Verbreitungsgebietes nur noch als gefährdet.<ref>Reuter-Nachricht über Erfolge beim Bestandsschutz des Waldstorches, aufgerufen am 18. September 2016.</ref>

    Verbreitung

    Der Waldstorch ist eine in den Tropen beheimatete Art, die in Süd- und Mittelamerika sowie der Karibik brütet. Kleine Kolonien existieren auch in den USA, und zwar in Florida, Georgia und South Carolina.<ref name="BNA">The Birds of North America, Wood Stork, aufgerufen am 7. Juli 2013.</ref> Es ist damit der einzige Storch, der in Nordamerika brütet.

    Er ist ein Standvogel baumbestandener feuchter Niederungen. Er watet im Flachwasser und ernährt sich von Fischen, Fröschen und großen Insekten.

    Aussehen

    Erwachsene Waldstörche haben eine Flügelspannweite von 1,50 m. Das Gefieder ist weiß, die Beine sind schwärzlich-grau, die Füße rosa. Der Kopf ist dunkelbraun, das Gesicht schwärzlich. Der nach unten gebogene Schnabel ist ebenfalls schwärzlich. Der Waldstorch besitzt breite Flügel und fliegt mit gestrecktem Hals und gestreckten Beinen. Im Flug zeigt sich eine schwarze Flügelkante.

    Jungvögel ähneln den Altvögeln, ihr Hals ist etwas brauner, der Schnabel blasser.

    Fortpflanzung

    Der Waldstorch baut sein Nest auf Bäumen, häufig in Kolonien mit mehreren Nestern auf einem Baum.<ref name="BNA" /> Er brütet einmal im Jahr und das Weibchen legt 3–5 Eier. Die Brutdauer beträgt 27–32 Tage, das Brutgeschäft wird von beiden Eltern übernommen.

    Etymologie und Forschungsgeschichte

    Die Erstbeschreibung des Waldstorchs erfolgte 1758 durch Carl von Linné unter dem wissenschaftlichen Namen Mycteria americana. Als Verbreitungsgebiet gab er das warme Amerika an.<ref name="linne140">Carl von Linné (1758), S. 140.</ref> Mit der Art führte er die neue Gattung Mycteria ein.<ref name="linne140">Carl von Linné (1758), S. 140.</ref> Dieser Begriff leitet sich von {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ab.<ref>Mycteria The Key to Scientific Names. Edited by James A. Jobling</ref> Der Artname americana bezieht sich auf Amerika.<ref name="linne140"/> Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay keinen Balg zur Verfügung. Nachweise in der Literatur sah er am Río Pilcomayo<ref name="kerr145">John Graham Kerr (1892), S. 115</ref> sowie in Waikthlatingmayalwa<ref name="kerr232">John Graham Kerr (1901), S. 232.</ref> durch John Graham Kerr und am Río Confuso<ref name="bertoni257">Arnaldo de Winkelried Bertoni (1930), S. 257.</ref> durch Arnaldo de Winkelried Bertoni. Zusätzlich erwähnte Laubmann Yacú de la canguí<ref name="azara122">Félix de Azara (1805), S. 122–127.</ref> von Félix de Azara als Nachweis für die Art.<ref name="laubmann98">Alfred Laubmann (1939), S. 98.</ref>

    Literatur

    • Jonathan Alderfer (Hrsg.): Complete Birds of North America. National Geographic, Washington D.C. 2006, ISBN 0-7922-4175-4.
    • Félix de Azara: Apuntamientos para la historia natural de los páxaros del Paragüay y Rio de la Plata. Band 3. Impr. de la viuda de Ibarra, Madrid 1805 (biodiversitylibrary.org).
    • Arnaldo de Winkelried Bertoni: Sobre ornitología del Chaco Paraguayo. Aves colectadas por Félix Posner en la Colonia „Monte Sociedad“, hoy Benjamin Aceval (Villa Hayes). In: Revista de la Sociedad Científica del Paraguay. Band 2, Nr. 6, 1930, S. 241–257.
    • John Graham Kerr: On the Avifauna of the Lower Pilcomayo. In: The Ibis (= 6. Band 4). Nr. 13, 1892, S. 120–152 (biodiversitylibrary.org).
    • John Graham Kerr: On the Birds observed during a Second Zoological Expedition to the Gran Chaco. In: The Ibis (= 8. Band 1). Nr. 13, 1901, S. 215–236 (biodiversitylibrary.org).
    • Alfred Laubmann: Die Vögel von Paraguay. Band 1. Strecker und Schröder, Stuttgart 1939, S. 98 (google.de).
    • Carl von Linné: Systema Naturae per Regna Tria Naturae, Secundum Classes, Ordines, Genera, Species, Cum Characteribus, Differentiis, Synonymis, Locis. 10. Auflage. Band 1. Imprensis Direct Laurentii Salvii, Stockholm 1758 (biodiversitylibrary.org).

    Weblinks

    Commons: Waldstorch – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
    Wiktionary: Waldstorch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

    Einzelnachweise

    <references/>