Club (Zigarettenmarke)
Club – Eigenschreibweise: CLUB – war eine deutsche Zigarettenmarke. Sie gehörte zuletzt zum Konzern JT International. Der Absatzmarkt umfasste vornehmlich das Beitrittsgebiet von 1990. Zur DDR-Zeit kam der Tabak aus dem westlichen Ausland<ref>Club: Filter-Zigaretten Made in Pankow. In: tagesspiegel.de. 19. Juni 2010, abgerufen am 2. Juni 2017.</ref> und die Club lag mit einem Packungspreis von 4 Mark (bei 20 Zigaretten pro Packung)<ref name=":0">Ehemalige Zigarettenfabrik Garbáty: Club Filter-Zigaretten Made in Pankow. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 23. Dezember 2025]).</ref><ref>Zigaretten "Club". 18. Februar 2017, abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> oberhalb der meisten anderen Filterzigaretten, die in der Spanne von 2,50 bis 3,20 Mark pro Packung gehandelt wurden.
Geschichte
Produktion bis 1990
Die Marke wurde vor dem Zweiten Weltkrieg im Garbáty-Werk in Berlin-Pankow und bis 1990 in der DDR an der alten Produktionsstätte der VEB Vereinigte Dresdner Zigarettenfabriken hergestellt.<ref name=":0" />
Nachwendezeit
In der Nachwendezeit veräußerte die Treuhandanstalt die Markenrechte an Club am 2. Oktober 1990 an die R. J. Reynolds Tobacco Company.<ref name=":1">anita kugler: Eine Fabrik in Deutschland. In: Die Tageszeitung: taz. 16. April 1992, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. Dezember 2025]).</ref><ref name=":2">Zigarettenschachteln Club, Convent, Carmen, Warnow. In: Museum Digital Berlin. Abgerufen am 23. Dezember 2025.</ref> Nach dem Verkauf der Markenrechte ruhte die Produktion in Berlin-Pankow ab dem 3. Oktober 1990.<ref>anita kugler: Der Duft macht süchtig, nicht der Tabak. In: Die Tageszeitung: taz. 2. August 1993, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. Dezember 2025]).</ref> Reynolds ließ die Marke Anfang der 1990er Jahre unter anderem in Berlin-Reinickendorf sowie in Trier fertigen und vermarktete sie vor allem in den neuen Bundesländern.<ref name=":1" />
1993 wurden Vorbereitungen für eine Wiederaufnahme der Produktion am Standort Pankow beschrieben. Nach Treuhandangaben sollte eine Tochtergesellschaft der Lübecker Zigarettenfabrik Eicken Maschinen übernehmen und auf dem Gelände der Berliner Zigarettenfabrik für drei Jahre Zigaretten produzieren.<ref>aku: Bezifa vor dem Ende. In: Die Tageszeitung: taz. 6. April 1993, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. Dezember 2025]).</ref> 1995 wurde die Produktion endgültig eingestellt.<ref name=":2" />
Einzelnachweise
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