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Russell Coutts

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Russell Coutts Vorlage:SportPicto

Russell-Coutts-2010.jpg
Russell Coutts (2010)

Nationalität: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland
Geburtstag: 1. März 1962
Geburtsort: Wellington
Größe: 179 cm
Gewicht: 85 kg
Verein: Royal New Zealand Yacht Squadron (RNZYS)
Bootsklassen: Finn-Dinghy, Soling
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 8 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Los Angeles 1984 Finn-Dinghy
 Weltmeisterschaften
Gold 1981 Finn-Dinghy
Gold 1992 Match Racing
Gold 1993 Match Racing
Gold 1996 Match Racing
Gold 2001 Cowes 12 m JI
Gold 2001 Southampton Farr 40
Gold 2006 Newport Farr 40
Gold 2007 TP 52

Sir Russell Coutts KNZM CBE (* 1. März 1962 in Wellington) ist ein neuseeländischer Segler und Segelyachtdesigner. Außerdem organisiert er Segelwettbewerbe.

Leben

Sir Russell Coutts erlernte das Segeln mit sechs Jahren auf der für Kinder angelegten P-Klasse. Obwohl er auch intensiv Golf spielte, entschied er sich für den Segelsport. Russell Coutts ist studierter Ingenieur und hat bereits Segelyachten konstruiert.

Olympia Teilnahmen

Russell Coutts nahm an den beiden Olympischen Sommerspielen 1984 und 1992 teil. Im Jahr 1984 startete er im Finn-Dinghy bei den Spielen in Los Angeles in dem Segelaustragungsort Long Beach (Kalifornien) und gewann mit 34,7 Punkten vor dem US-Amerikaner John Bertrand mit 37 Punkten und dem Kanadier Terry Neilson mit 37,7 Punkten die Goldmedaille. Seine zweite Olympiateilnahme war im Jahr 1992 in Barcelona der Bootsklasse Soling, einem 3-Mann-Kielboot. Hier erreichte er gemeinsam mit seinen Mitseglern Graham Fleury und Simon Daubney den achten Platz. Beide wurden später Mannschaftsmitglieder seiner America’s Cup Engagements.

America’s Cup

Fünfmal (1995 und 2000 für Neuseeland, 2003 für die Schweiz, 2010 und 2013 für die USA) gewann er den America’s Cup. Im Jahr 1995 holte er diesen wichtigsten aller Segelpokale mit der Yacht Black Magic, 2000 mit New Zealand, 2003 mit Alinghi und 2010 mit dem Trimaran USA. 2013 schließlich verteidigte sein Team Oracle den America’s Cup auf dem neuen AC72 Katamaran in der Bucht von San Francisco gegen das neuseeländische Team, bei dem sein Nachfolger Dean Barker als Skipper und Steuermann fungierte.

Der Wechsel als Skipper von „Team New Zealand“ zu „Team Alinghi“ im Jahr 2000 brachte Russell Coutts in seinem Heimatland Neuseeland viel Kritik ein, die bis zum Vorwurf des Landesverrats reichte. Aufgrund von internen Querelen verließ er nach dem Cup-Gewinn 2003 das „Team Alinghi“. Gemäß den Statuten des Cups durfte er bis zum Ende des folgenden Cup-Zyklus im Jahr 2007 bei keinem anderen Syndikat unterschreiben.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Coutts gefeuert. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Juli 2007 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.yacht.de yacht.de, 27. Juli 2004; abgerufen am 1. Juni 2007.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />„Wenn dieser Kerl seine Aufgabe nicht erfüllen will, haben wir ein Problem“. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Januar 2022 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.yacht.de yacht.de, 22. Juni 2004; abgerufen am 1. Juni 2007</ref><ref>Streit zwischen Bertarelli und Coutts beigelegt. Blick.ch, 24. März 2005; abgerufen am 1. Juni 2007.</ref>

Datei:Coutts (2046831660).jpg
Sir Russell Coutts (Sardinia Rolex Cup, Porto Cervo, 2006)

Russell Coutts erreichte als Steuermann insgesamt 14 Siege im America’s Cup und führt so in der ewigen Bestenliste einen Sieg vor Dennis Conner. Er ist weiterhin der einzige Skipper, der mit 14 Siegen in Folge ungeschlagen ist. Im letzten Rennen des America’s Cups 2000 überließ er seinem späteren Nachfolger bei Team Neuseeland Dean Barker das Steuer.

Yachtdesigner

Im Jahr 2005 widmete er sich mit dem Yachtdesigner Andrej Justin der Entwicklung der neuen Bootsklasse RC 44.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />RC 44 Geschichte (en) (Memento vom 27. Juni 2007 im Internet Archive)</ref><ref name="coutts_1" />

Im Jahr 2007 kündigten Paul Cayard, Russell Coutts und João Lagos einen jährlichen Segelwettbewerb, die World Sailing League an.<ref name="intmed_1" />

BMW Oracle Racing

Nach dem America’s Cup 2007 unterschrieb Russell Coutts beim BMW Oracle Racing Team des US-Softwaremilliardärs Larry Ellison als Chief Executive Officer (CEO) für den nächsten Cup. Er war auch einer der Verhandlungsführer im Rechtsstreit zwischen BMW Oracle Racing und Titelverteidiger Alinghi.

Nach dem im Rechtsstreit zwischen den beiden Syndikaten vom New York Supreme Court entschieden wurde, dass BMW Oracle Racing der rechtmäßige Herausforderer von Alinghi sei, präsentierte Russell Coutts sein neues Team: Neben Coutts arbeiten James Spithill als Steuermann, John Kostecki als Taktiker, Hemish Pepper und andere namhafte Segelstars für das Team.

33. America’s Cup

Nach einem langen Rechtsstreit wurde der 33. America’s Cup im Februar 2010 vor der Küste Valencias ausgetragen. Der Trimaran USA mit James Spithill als Steuermann gewann mit 2:0 gegen Verteidiger Alinghi. Beim ersten der beiden Rennen verließ Coutts genau wie Finanzier Ellison das Boot kurz vor dem Start, um angesichts der leichten Winde Gewicht zu sparen. Beim zweiten und entscheidenden Rennen am Sonntag, 14. Februar, waren beide mit an Bord, als die USA den Cup nach 15 Jahren zurückgewannen.

34. America’s Cup

Als CEO des Teams Oracle Racing – BMW war nach dem Gewinn des Cups 2010 ausgestiegen – war Coutts maßgeblich an der Organisation und Ausgestaltung des 34. America’s Cup beteiligt, der im September 2013 in der Bucht von San Francisco stattfand.

Oracle Racing gelang es, im längsten Americas-Cup-Match der Geschichte einen 1:8-Rückstand gegen „Emirates Team New Zealand“ noch aufzuholen und den Cup erfolgreich zu verteidigen. Obwohl Coutts nicht selbst an Bord war, sahen sowohl Skipper James Spithill als auch Teameigner und Software-Tycoon Larry Ellison in ihm den Mann, der es möglich gemacht hatte, einen 1:8-Rückstand noch aufzuholen.<ref>Resurgent Spithill sings Russell Coutts praises</ref><ref>Das war wie ein Maerchen</ref>

Segelerfolge

  • 1981 Weltmeister, Finn-Dinghy; ISAF World Youth Champion
  • 1984 Goldmedaille, Olympische Spiele, Los Angeles, USA, Finn-Dinghy
  • 1992 Weltmeister, Match Racing
  • 1993 Weltmeister, Match Racing,
  • 1993 Admiral’s-Cup-Sieger, Yacht „Pinta
  • 1995 Louis Vuitton-Cup-Sieger, Team New Zealand, Yacht „Black Magic“ in San Diego, USA, (37 Siege, 1 Niederlage)
  • 1995 America’s-Cup-Sieger, Team New Zealand, Yacht „Black Magic“ in San Diego, USA, (5 zu 0)
  • 1996 Weltmeister, Match Racing
  • 2000 America’s Cup Sieger, Team New Zealand in Auckland, Neuseeland, (5 zu 0)
  • 2001 Weltmeister, 12 m JI, Cowes, GB
  • 2001 Weltmeister, Farr 40, Southampton, GB
  • 2003 Louis Vuitton-Cup-Sieger, Team Alinghi in Auckland (26 Siege, 4 Niederlagen)
  • 2003 America’s Cup Sieger, Team Alinghi in Auckland (5 zu 0)
  • 2006 Weltmeister, Farr 40, Newport (Rhode Island), USA
  • 2007 Weltmeister, TP 52
  • 2010 America’s Cup Sieger, Team BMW Oracle Racing in Valencia, Spanien, (2 zu 0)
  • 2013 America’s Cup Sieger, Team Oracle Racing in San Francisco, USA, (9 zu 8)

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Russell Coutts – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="coutts_1"> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2007; abgerufen am 9. September 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="intmed_1"> {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), 27. Juli 2007, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. September 2007; abgerufen am 9. September 2014 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Originalwebseite nicht mehr verfügbar). </ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1952: DanemarkDänemark Paul Elvstrøm | 1956: DanemarkDänemark Paul Elvstrøm | 1960: DanemarkDänemark Paul Elvstrøm | 1964: Deutschland Mannschaft GesamtdeutschDatei:Flag of the German Olympic Team (1960-1968).svg Willi Kuhweide | 1968: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Walentin Mankin | 1972: FrankreichFrankreich Serge Maury | 1976: Deutschland Demokratische Republik 1949Datei:Flag of East Germany.svg Jochen Schümann | 1980: FinnlandDatei:Flag of Finland icon.svg Esko Rechardt | 1984: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Russell Coutts | 1988: SpanienSpanien José Luis Doreste | 1992: SpanienSpanien José van der Ploeg | 1996: PolenDatei:Flag of Poland.svg Mateusz Kusznierewicz | 2000: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Iain Percy | 2004: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ben Ainslie | 2008: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ben Ainslie | 2012: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ben Ainslie | 2016: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Giles Scott | 2020: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Giles Scott

Liste der Olympiasieger im Segeln Vorlage:Klappleiste/Ende

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