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Transformationskosten

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Unter Transformationskosten versteht man in der Volkswirtschaftslehre ursprünglich die Kosten, die bei zeitlicher, räumlicher und/oder physikalischer oder chemischer Umformung eines Gutes entstehen (produktionstheoretisch ausgedrückt: bei der Umformung von Inputs in Ouputs). Dabei wird zwischen Produktions- und Distributionskosten unterschieden. Letztere entstehen, wenn ein Gut konsumnäher gemacht werden soll.

In der chemischen Industrie wird der Begriff in diesem Sinne gleichbedeutend mit Umwandlungskosten benutzt.

Betriebswirtschaft und Organisationstheorie

Im betriebswirtschaftlichen Sinn versteht man unter Transformationskosten Umbau- oder Restrukturierungskosten (sog. Umwandlungskosten oder Umbaukosten) bei und nach Restrukturierung,<ref>Siehe z. B. Osram steht vor Restrukturierung, Börsen-Zeitung, 27. Oktober 2012</ref> Prozessoptimierung, Mergers & Acquisitions oder Veränderung der Rechtsform oder des Geschäftsmodells. Dieser Transformationsbegriff umfasst die methodische Anpassung von Fähigkeiten und Ressourcen in einem Unternehmen von einen Ist- in einen angestrebten Soll-Zustand, wobei die Anpassung intern oder extern motiviert sein kann.<ref>Rainer Alt: Transformation in: Gabler Banklexikon, abgerufen am 19. Februar 2026</ref>

Gesellschaftliche Umbaukosten

Auch die Kosten der marktwirtschaftlichen Transformation ehemaliger sozialistischer Gesellschaften (der sog. Transformationsgesellschaften)<ref>Siehe z. B. Kai Hirschmann u. a. (Hrsg.), Weltwirtschaftliche Anpassung und Öffnung der osteuropäischen Reformstaaten: Transformationskosten, Handelsstrategien, ökologische Modernisierung, Konsumentenverhalten, Humankapital, Berlin 1993, ISBN 3870614234; Wandeln oder weichen - Herausforderungen der wirtschaftlichen Integration für Deutschland, Sonderheft 3/1997 der Reihe des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle</ref> oder die Kosten der Dekarbonisierung und Energiewende werden als Transformationskosten bezeichnet (siehe den Klima- und Transformationsfonds (KTF)). In den Transformationskosten der Energiewende sind nicht nur die Investitionen für den Ausbau der Wind- und Solarenergie und der Netze enthalten, sondern auch Subventionen zur Reduzierung der Energiepreise und hohe Kosten für Importe fossiler Energie, die zur Sicherstellung der Energieversorgung während der Transformationsphase benötigt werden.<ref>Aktuelle Energiewende-Politik kostet bis zu 5,4 Billionen Euro auf dihk.de, 3. September 2025</ref>

Dass die Verwendung des Begriffs Transformationskosten für solche Subventionen gerechtfertigt ist, wird bestritten. Das gilt auch für die Bezeichnung der Übergangssubventionen für Krankenhäuser im Rahmen der Krankenhausreform aus dem Klima- und Transformationsfonds als Sofort-Transformationskosten.<ref>Übergangsfinanzierung für Kliniken in der Kritik: Grünen-Politikerin warnt vor teuren Subventionen für Krankenhäuser in Ärzte-Zeitung, 28. August 2025</ref>

Einzelnachweise

<references />

Siehe auch