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Rudolf Klein-Rogge

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Rudolf Klein-Rogge, gebürtig Friedrich Rudolf Klein (* 24. November 1885 in Köln; † 29. Mai 1955 in Wetzelsdorf bei Jagerberg, Österreich), war ein deutscher Film- und Theaterschauspieler.

Leben

Rudolf Klein-Rogge wurde als Sohn eines Kriegsgerichtsrates geboren und absolvierte neben seinem Studium der Kunstgeschichte die Schauspielschule von Hans Siebert. 1909 debütierte Klein-Rogge in Halberstadt, in den folgenden acht Jahren trat er an diversen weiteren Bühnen der deutschen Provinz wie Kiel, Dresden, Düsseldorf, Aachen, München und Nürnberg, wo er gelegentlich auch inszenieren durfte, auf. 1917 kam er mit seiner damaligen Frau, der Schriftstellerin und späteren Drehbuchautorin Thea von Harbou, nach Berlin und gehörte den folgenden sechs Jahre dem Ensemble des Lessing-Theaters an.

Nachdem die Beziehung zerbrach, ging Thea von Harbou eine neue Verbindung mit Fritz Lang ein. Sie machte die beiden miteinander bekannt und sorgte dafür, dass Klein-Rogge verschiedene Rollen in Langs Werken erhielt. Unter Langs Regie spielte er einige seiner bekanntesten Rollen, wobei er häufig in Schurkenrollen besetzt wurde: In Langs beiden Dr.-Mabuse-Filmen verkörperte er jeweils den titelgebenden Superverbrecher, in Die Nibelungen war er als Hunnenkönig Etzel zu sehen, und in Metropolis spielte er den verzweifelten Wissenschaftler Rotwang. Klein-Rogge stand 1944 in der Gottbegnadeten-Liste des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda.<ref>Klein-Rogge, Rudolf, in: Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt am Main : S. Fischer, 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 310</ref>

Nach dem Krieg versuchte Klein-Rogge über den Kontakt zu Fritz Lang wieder für Filmrollen engagiert zu werden. Lang fand jedoch keine passende Rolle für ihn. Stattdessen besann sich Klein-Rogge wieder seiner Anfänge an der Bühne und wurde 1949/50 mehrfach vom Grazer Landestheater verpflichtet, sowohl als Schauspieler als auch als Theaterregisseur. Klein-Rogge trat Ende 1949 in dem Tropenstück „Dschungel“<ref>Rudolf Klein-Rogge in „Dschungel“. In: Arbeiterwille. Sozialdemokratisches Organ der Alpenländer / Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes der Alpenländer / Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes für Steiermark und Kärnten / Arbeiterwille. Organ des arbeitenden Volkes für Steiermark, Kärnten (und Krain) Neue Zeit. Organ der Sozialistischen Partei Steiermarks, 3. Dezember 1949, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/awi</ref> und einen Monat später in Hauptmanns Traumdichtung „Elga“<ref>Rudolf Klein-Rogge in „Elga“. In: Obersteirische Zeitung. Unabhängiges demokratisches Organ für Obersteiermark, 21. Jänner 1950, S. 7 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obs</ref> und inszenierte im selben Jahr 1950 das Lustspiel „Der Mann mit den grauen Schläfen“<ref>Rudolf Klein-Rogge in „Der Mann mit den grauen Schläfen“. In: Obersteirische Zeitung. Unabhängiges demokratisches Organ für Obersteiermark, 13. Mai 1950, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obs</ref>. Gastspiele führten ihn unter anderem ins nahe gelegene Leoben<ref>Rudolf Klein-Rogge in „Alarm in Peking“. In: Obersteirische Zeitung. Unabhängiges demokratisches Organ für Obersteiermark, 6. Juni 1950, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obs</ref><ref>Rudolf Klein-Rogge in Sudermanns „Heimat“. In: Obersteirische Zeitung. Unabhängiges demokratisches Organ für Obersteiermark, 8. April 1950, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obs</ref> und nach Mürzzuschlag<ref>Rudolf Klein-Rogge in „Emilia Galotti“. In: Obersteirische Zeitung. Unabhängiges demokratisches Organ für Obersteiermark, 14. März 1950, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obs</ref>.

Von einem Schlaganfall, den er eines Nachts erlitt, erholte er sich nicht mehr. Er starb am 29. Mai 1955 in Wetzelsdorf bei Jagerberg auf seinem Landgut, das er 1943 von seinem Bruder überschrieben bekommen hatte und welches in den 80er Jahren abgerissen wurde.<ref>S. Weltmann: Wetzelsdorf bei Jagerberg Anno 2000. „Rudolf Klein-Rogge – Nachlass“ auf Google Sites, abgerufen am 10. Januar 2017.</ref> Klein-Rogge war viermal verheiratet: mit Gerda Melchior, Margarete Neff (1921–1931<ref>Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin-Friedenau, Nr. 326/1921.</ref>), Thea von Harbou und Mary Johnson<ref>Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Berlin III, Nr. 41/1932.</ref>. Eine Stieftochter aus erster Ehe war Hilde Finkelnburg. Als „Halbjüdin“ im Nationalsozialismus gefährdet, wurde sie von Klein-Rogge und Thea von Harbou mit dem Tarnnamen Ela Elborg und einem gefälschten Ariernachweis versehen.<ref>Hanns-Georg Rodek: Ela verliebte sich. Reportage, in: Die Welt, 16. November 2011.</ref> Aus der Ehe mit Mary Johnson entstammten eine Tochter, Karin (* 1933), und ein Sohn, Egil Hartmut († 1943).<ref>Stephanie D’heil: Rudolf Klein-Rogge. www.steffi-line.de, Publikumslieblinge, abgerufen am 13. Dezember 2016.</ref>

Klein-Rogge wurde am Steinfeldfriedhof in Graz, Friedhofgasse 33 begraben, das Grab wurde 1990 aufgelassen.<ref>Graz knerger.de, abgerufen am 1. Mai 2019. – "C1-131 (Grabstätte 1990 aufgelassen)"</ref>

Filmografie

Literatur

  • Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 4: H – L. Botho Höfer – Richard Lester. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 403 f.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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