Zum Inhalt springen

Georg Hirschfeld

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. November 2025 um 02:17 Uhr durch ~2025-31117-66 (Diskussion).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Georg Hirschfeld.jpg
Georg Hirschfeld
Datei:Corinth Georg Hirschfeld and his wife.jpg
Corinth: Georg Hirschfeld und seine Frau (1903)

Georg Hirschfeld (geboren 11. Februar 1873 in Berlin; gestorben 17. Januar 1942 in München) war ein deutscher Schriftsteller. Er galt als ein Vorkämpfer des deutschen Naturalismus.<ref>Hirschfeld, Georg. In: Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Band 12. Saur, München 2008, S. 46.</ref>

Leben

Hirschfeld, aus assimiliert jüdischem Elternhaus, Sohn eines Silberwarenfabrikanten, begann eine kaufmännische Lehre, die er zu Gunsten philosophischer und literarischer Studien abbrach. Von 1895 bis 1905 war er häufiger Besucher des Friedrichshagener Dichterkreises. Nach Aufenthalten in München, Berlin und Wien lebte er ab 1905 in einer Dachauer Künstlerkolonie.

Zunächst schrieb er stark autobiographisch geprägte Werke im Stil des Naturalismus. Aus finanziellen Gründen begann er später Unterhaltungsromane zu schreiben. Seine Schriften wurden von den Nationalsozialisten in Deutschland verboten.

Sein Bruder Julius Hirschfeld, der beim Vater im Geschäft arbeitete, erschoss sich am 6. Oktober 1898.<ref>Zeitungsabteilung Staatsbibliothek zu Berlin: Zeitungsinformationssystem ZEFYS - Staatsbibliothek zu Berlin. Abgerufen am 20. August 2019.</ref> Er hatte für Christian Morgenstern Lieder komponiert, die aber verschollen sind.<ref>Anthony T. Wilson: Über die Galgenlieder Christian Morgensterns. Königshausen & Neumann, 2003, ISBN 978-3-8260-2490-0 (google.at [abgerufen am 20. August 2019]).</ref>

Werke (Auswahl)

  • Verloren, Drama, 1892
  • Zu Hause, Schauspiel, 1894
  • Der Bergsee, Roman, 1896
  • Die Mütter, Schauspiel, 1896. Digitalisierung: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020. URN urn:nbn:de:kobv:109-1-15423217
  • Agnes Jordan, Schauspiel, 1898<ref>Die Uraufführung fand im Burgtheater am 20. Oktober 1897 unter der Regie von Emil Lessing statt. - <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zusammenfassung einer Kritik (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref>
  • Pauline, Schauspiel, 1898. Digitalisierung: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2020. URN urn:nbn:de:kobv:109-1-15423581
  • Der Weg zum Licht, Schauspiel, 1902
  • Nebeneinander, Schauspiel, 1904
  • Michael Lewinoffs deutsche Liebe, Novelle, 1906
  • Mieze und Marie, Schauspiel, 1907; Ua 23. Februar 1907, Lessingtheater (Berlin).
  • Auf der Schaukel, Novellen, 1909
  • Die Belowsche Ecke, Roman, 1914
  • Das tote Leben, Drama, 1915; Ua zusammen mit seinen Einaktern Die Aufrechte und Gewißheit unter dem Sammeltitel Die Getreuen am 15. November 1907, Kleines Theater, Berlin.
  • Die Hände der Thea Sigrüner, Roman, 1919
  • Die Jagd auf Ubbeloh, Roman, 1922
  • Das Haus mit der Pergola, Roman, Mosaik Verlag, Berlin, 1923
  • Das Blut der Messalina , Roman, 1924
  • Frau Rietschel das Kind, Roman, 1925
  • Patrizier, Roman, 1927<ref>https://d-nb.info/580196380</ref>

Literatur

  • Dietmar N. Schmidt: Hirschfeld, Georg. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 9. Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Ole Göbel: Ein vergessener Naturalist. Studien zum dramatischen Werk Georg Hirschfelds zwischen 1893 und 1899. Kiel: Univ. M. A. 1988.
  • Dieter Kafitz: Grundzüge einer Geschichte des deutschen Dramas von Lessing bis zum Naturalismus. Bd. 2. Königstein/Taunus: Athenäum 1982. (= Athenäum Taschenbücher; 2176. Literaturwissenschaft) ISBN 3-7610-2176-3
  • Raimund Stiglitz: Das dramatische Werk Georg Hirschfelds. Wien: Univ. Diss. 1958.
  • Hirschfeld, Georg. In: Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Band 12: Hirs–Jaco. Hrsg. vom Archiv Bibliographia Judaica. Saur, München 2008, ISBN 978-3-598-22692-2, S. 46–71.

Weblinks

Commons: Georg Hirschfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein