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Flughafen Haifa

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Flughafen Haifa
נמל התעופה חיפה
Kenndaten
ICAO-Code LLHA
IATA-Code HFA
Koordinaten 32° 48′ 34″ N, 35° 2′ 35″ OKoordinaten: 32° 48′ 34″ N, 35° 2′ 35″ O
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Höhe über MSL 9 m  (30 ft)
Basisdaten
Betreiber IAA (Israel Airport Authority)
Passagiere 70.000 (2003)
Start- und Landebahn
16/34 1318 m × 30 m Asphalt

Der Flughafen Haifa ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); Vorlage:Flughafen-Codes) ist ein kleiner internationaler Flughafen in der Hafenstadt Haifa in Nordisrael und liegt direkt an der Bucht von Haifa des Mittelmeers.

Er ist nach dem palästinensischen Flugpionier Uri Michaeli benannt.

Geschichte

Britisches Mandat

Datei:Taken on the 14th Sept. 1933 when the remains of King Feisal of Iraq were brought to Haifa from Europe to be flown into Baghdad. LOC matpc.14366.jpg
Letztes Geleit mit Sarg Faisals I. unter gesenkten Fahnen erreicht den Flieger nach Baghdad, 1933

Der Flugverkehr nach Haifa begann 1931, als die Imperial Airways mit Wasserflugzeugen vom Typ Short S.17 aus der Bucht von Haifa nach Alexandria und Athen flogen, wie ab 1932 auch via See Genezareth, wo es ab Samach dann per Handley Page H.P.42 weiterging nach Baghdad und Karatschi.<ref name="Goldman 2021 Kap1">Marvin G. Goldman, “Chapter 1 – From Flying Camels to Flying Stars: Israel Reborn (1917-1948)” (9. März 2021), auf: Israel Airline Museum; abgerufen am 29. Oktober 2023.</ref> Am 14. September 1933 startete auf einer Grasbahn am Rande Haifas ein Flugzeug nach Baghdad, um die sterblichen Überreste des in Bern verstorbenen irakischen Königs Faisal I. zu überführen,<ref name="Fayçal mort à Berne 1933-09-09">« De Suisse à Bagdad: Le roi Fayçal est mort à Berne », in: Feuille d’Avis de Neuchâtel, 9. September 1933, S. 1</ref> die am Morgen an Bord der HMS Despatch den Hafen von Haifa erreicht hatten.

Die britische Mandatsverwaltung in Palästina erbaute 1934 den Flughafen, der militärischem sowie zivilem Flugverkehr diente.<ref name="Goldman 2021 Kap1" /> Mit seiner Eröffnung gründete Pinchas Ruthenberg die Palestine Airways.<ref name="Norris 2013 p118">Jacob Norris, Land of Progress: Palestine in the Age of Colonial Development, 1905-1948, Oxford: Oxford University Press, 2013, S. 118. ISBN 978-0-19-966936-3.</ref> Ab 1936 bediente die Misr Airwork von Haifa aus Beirut und Britisch-Zypern.<ref name="Norris 2013 p118" /> Ab April 1937 flog Ala Littoria regulär Wasserflugzeuge vom Typ Savoia-Marchetti S.66 via die italienische Ägäis-Insel Castelrosso zwecks Zwischenwasserung nach Athen, nach Brindisi und Triest.<ref name="Goldman 2021 Kap1" />

Im August des gleichen Jahres nahmen auch die Palestine Air Transport (Markenname der Palestine Airways) mit Flugzeugen vom Typ Short S.16 Dienste von und nach Haifa auf, zunächst bedienten Inlandsflüge den Flughafen Lydda (später Ben Gurion) und ab September 1938 den Flughafen Sde-Dov (Tel Aviv).<ref name="Goldman 2021 Kap1" /> Erste Auslandsverbindung der Palestine Air Transport war ab dieser Zeit die Strecke Beirut–Haifa.<ref name="Goldman 2021 Kap1" /> Bis 1938 vereinigte der Flughafen Haifa auf sich schon ein Drittel allen internationalen Flugverkehrs nach Mandats-Palästina.

Datei:Bombing of haifa 13.jpg
Brennende Ölanlagen Haifas nach einem italienischen Luftangriff im September 1940 verdecken den Flughafen

Im Juni 1940 begann das faschistische Königreich Italien mit seinem Luftwaffenkommando Ägäis Luftangriffe auf Haifa. Das Magazin Time berichtete in seiner Wochenausgabe vom 29. Juli 1940, dass in der Vorwoche zehn Savoia-Marchetti SM.82 die ab 1938 durch Solel Boneh und M. W. Kellogg Co. in Abschnitten fertig gestellten Consolidated Refineries Haifa (600 m südlich vom Flughafen) und das Ölterminal (2,1 km südwestlich vom Flughafen) im Hafen von Haifa bombardiert hatten. Die Ölraffinierung war für fast einen Monat unterbrochen. Der Flughafen stellte daher von 1940 an den Linienverkehr ein. Nach dem Militärputsch im Irak 1941 stellte die deutsche Luftwaffe den Sonderstab F auf und transferierte im Mai des Jahres 20 deutsche und zwölf italienische Kampfflugzeuge über die französischen Mandatsgebiete Syrien und Libanon ins Königreich Irak. Bis 1944 diente der Flughafen Haifa allein als Stützpunkt der Royal Air Force.

Mit dem Einsatzbedarf der Luftwaffen der Achsenmächte an neue Fronten, die die Alliierten eröffnet hatten, bestand 1944 für Haifa keine akute Gefahr italienischer und deutscher Luftangriffe mehr.<ref name="Goldman 2021 Kap1" /> So bediente die 1936 von Dov Hoz gegründete Aviron - Palestine Aviation Company ab 1944 die Inlandslinie Lydda–Haifa wieder, und zwar viermal die Woche.<ref name="Goldman 2021 Kap1" /> Mit ihren Flugzeugen (1 Dragon Rapide, 2 RWD-13 und 1 RWD-15) flog die Aviron bald auch nach Nikosia und London.<ref name="Goldman 2021 Kap1" />

Palästinakrieg

Der Beschluss der UNO vom 29. November 1947, im Mai 1948 das Mandatsgebiet zu teilen, sah die Gründung eines arabischen und eines jüdischen Staates vor, zu dem auch Haifa gehören sollte. Für den Fall der Gründung eines Staates für Juden – neben einem für nichtjüdische Araber – kündigten die benachbarten Staaten Königreich Ägypten, Königreich Irak, Syrien und Transjordanien – sämtlich Mitglieder der Arabischen Liga – die Invasionen ihrer Streitkräfte an, um die Gründung Israels militärisch zu unterbinden bzw. rückgängig zu machen.

Im Vorlauf des Einmarsches der Streitkräfte arabischer Nachbarstaaten mühten sich die Kontrahenten im Lande – einerseits antizionistische überwiegend nichtjüdische und zionistische überwiegend jüdische Palästinenser andererseits – darum, auch mit Gewalt Positionen und Posten einzunehmen bzw. zu halten, die im bevorstehenden Krieg strategisch wichtig erschienen, was sich zum Bürgerkrieg zwischen arabischen und jüdischen Palästinensern auswuchs. Mit dem Waffenstillstand in Haifa am 22. April 1948 ergaben sich die arabischen Kämpfer in Haifa der Haganah und der Flughafen Haifa blieb in Betrieb.

Als im Zuge des Bürgerkriegs antizionistische arabische Kräfte den Flughafen Lydda (später Ben Gurion) am 26. April 1948 einnahmen, verlagerte sich der Luftverkehr für den Jischuv zum Flughafen Haifa und zur RAF Airbase Ein Schemer, ehemals größte britische Luftwaffenbasis im Lande.<ref name="Goldman 2021 Kap1" /> Am 28. April 1948 stellte die British Overseas Airways Corporation die Flüge nach Lydda ein.<ref name="Goldman 2021 Kap1" />

Staat Israel

Nach der Staatsgründung am 14. Mai 1948 übernahm die Israelische Luftwaffe (IAF) den Flughafen Haifa als Militärflughafen. Ab 1948 begann Cyprus Airways wieder mit ersten regulären Linienflügen nach Britisch-Zypern, 1958 folgte Arkia, Israir ab 1996, Aeroel seit 1998. Danach folgten Royal Wings (Jordanien) und Scorpio (Ägypten) als weitere Gesellschaften im Flugbetrieb.

Durch den Ausbau des Flughafens 1998 nahm der Flugverkehr weiter zu.<ref>Geschichte des Flughafens Haifa. offizielle Website (engl. eingesehen am 26. August 2012)</ref> 2001 wollte der israelische Minister Silvan Shalom die Landebahn von 1300 auf 2400 Meter Länge verlängern, weitere Terminals errichten und Haifa so zu einem Großflughafen ausbauen.<ref>Jerusalem Post, 9. August 2001 <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Shalom calls for NIS 800m. upgrade of Haifa airport (Memento vom 16. Mai 2011 im Internet Archive) (engl. eingesehen am 26. August 2012)</ref> Seit 2014 gibt es zusätzlich Überlegungen, den etwa 20 Kilometer südöstlich gelegenen Militärflugplatz Ramat David zu einem dritten internationalen Großflughafen auszubauen – neben dem Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv-Jaffa und dem Flughafen Ramon bei Eilat.<ref>Air force base slated to become second major airport. In: The Times Of Israel. 18. September 2014, abgerufen am 25. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Two air force bases under consideration as Israel’s third international airport. In: The Times Of Israel. 2. Mai 2018, abgerufen am 25. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 24. Juli 2012 wurden die Aufgaben des Flugbetriebs von der Israelischen Luftwaffe an zivile Betreiber übergeben, die den Betrieb ausweiten wollten.<ref>Katz: „Ich möchte die Aktivität am Flughafen Haifa steigern“. In: globes.co.il. 24. Juli 2012, abgerufen am 27. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die IAF betreibt dort nur noch eine Techniker-Schule.

Im Juni 2023 erfolgte nach vierjähriger Unterbrechung erstmals wieder ein Linienflug. Universal Air verbindet Haifa täglich mit Paphos und Larnaka. Für die noch immer rund 1300 Meter kurze Landebahn setzt Universal ihre dafür geeigneten De Havilland DHC-8-100 ein.<ref>Sebastian Steinke: Haifa nimmt Linienverkehr wieder auf. In: Flugrevue. 29. Juni 2023, abgerufen am 30. Juni 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Israelische Luftstreitkräfte Stützpunkte