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Sylvia Sidney

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Sylvia Sidney
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Sylvia Sidney mit Robert Young in Liebe zwischen Krieg und Frieden (1946)

Sylvia Sidney (* 8. August 1910 in der Bronx, New York City; † 1. Juli 1999 in New York City; eigentlich Sophia Kosow) war eine US-amerikanische Schauspielerin, deren Karriere über 70 Jahre umfasste. Den Höhepunkt ihrer Popularität erreichte die Golden-Globe-Preisträgerin in den 1930er-Jahren.

Leben und Karriere

Sylvia Sidney kam als Tochter russisch-rumänischer Einwanderer in der Bronx zu Welt. Als sie fünf Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden. Durch die Adoption ihres Stiefvaters erhielt sie den Nachnamen Sidney. Nach der Schauspielschule trat sie zunächst am Theater auf und hatte 1929 ihr Filmdebüt im Drama Thru Different Eyes. Nach einigen weiteren Rollen am Theater wechselte sie erst 1931 nach Hollywood, nachdem sie einen Vertrag mit Paramount Pictures abgeschlossen hatte.

Der Produzent B. P. Schulberg suchte nach einem Ersatz für seinen bisherigen Schützling Clara Bow, deren Gewichtsprobleme und Gerichtsverhandlungen mit ihrer Sekretärin zu einem rapiden Abnehmen ihrer Popularität geführt hatten. Sidney übernahm Bows Rolle in Straßen der Großstadt, durch die sie praktisch über Nacht zu einem Star wurde. Ihr im selben Jahr erfolgter Auftritt in Eine amerikanische Tragödie, einer stark gekürzten Version des Romanklassikers von Theodore Dreiser, bei der Josef von Sternberg Regie führte, nachdem Sergei Eisenstein das Projekt hatte verlassen müssen, wurde von den Kritikern gelobt. Kurze Zeit danach hatte die Schauspielerin mit dem Film Das Frauengefängnis einen ihrer größten finanziellen Erfolge. Durch diesen Film wurde sie danach weitgehend auf die Rolle der unschuldig Verfolgten festgelegt, die unter sadistischen Männern zu leiden hat und regelmäßig für Verbrechen ins Gefängnis muss, die sie nicht begangen hat.

Zu Sidneys eigenem Unmut wurde sie vom Studio durch diese Art von Rollen zur Darstellerin von tränenreichen Heldinnen aus der Arbeiterschicht aufgebaut.<ref>Sylvia Sidney. Abgerufen am 22. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Gelegentliche Ausflüge ins komödiantische Fach wurden vom Publikum meistens nicht akzeptiert. 1933 war Sidney erneut in der Verfilmung eines Stücks von Dreiser zu sehen: Jennie Gerhardt, in der sie die Titelrolle spielte. Sidney blieb während der 1930er-Jahre eine sehr gut bezahlte Darstellerin, für das Fiskaljahr 1937 wurde ihr zu versteuerndes Einkommen mit 226.812 US-Dollars angegeben.<ref>Salaries Of Hollywood In 1937 – A List of The Film Stars Pay. stuffnobodycaresabout.com, 30. August 2014.</ref> Zwischen 1936 und 1938 arbeitete sie für drei Filme in Folge mit dem Regisseur Fritz Lang zusammen: Fury, Gehetzt und Du und ich, in diesen waren Spencer Tracy, Henry Fonda und George Raft ihre Filmpartner. Auch wirkte sie 1936 im Alfred-Hitchcock-Film Sabotage mit. Über die Zusammenarbeit mit dem „Meister des Suspense“ äußerte sich die Schauspielerin allerdings wenig enthusiastisch.

Mit Auslaufen ihres Sieben-Jahres-Vertrags Ende 1939 zog sich die Schauspielerin weitgehend vom Filmgeschäft zurück und ging die nächsten Jahre vor allem mit Theaterproduktionen auf Tournee. Sie kehrte bei passenden Angeboten gelegentlich vor die Kamera zurück, so neben James Cagney in Spionage in Fernost (1945) und an der Seite von Robert Young in Liebe zwischen Krieg und Frieden (1946). Ab den 1950er-Jahren arbeitete Sidney auch regelmäßig für das Fernsehen, über die Jahrzehnte trat sie als Gaststar in Serien wie Starsky & Hutch, Magnum, Love Boat und Diagnose: Mord auf. Zudem kam sie, inzwischen altersbedingt ins Charakterfach gewechselt, zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren wieder zu einigen Auftritten am Broadway, unter anderem in Carl Reiners Komödie Enter Laughing, Neil Simons Barfuß im Park und dem Drama Vieux Carré von Tennessee Williams.<ref>Sylvia Sidney – Broadway Cast & Staff | IBDB. Abgerufen am 22. März 2026.</ref>

1973 war Sidney für ihre Darstellung der dominanten Mutter der von Joanne Woodward gespielten Tochter in Sommerwünsche – Winterträume für einen Oscar in der Kategorie Beste Nebendarstellerin nominiert; es war ihr erster Kinofilm seit 17 Jahren. 1986 spielte sie die Großmutter eines an AIDS Erkrankten in dem Fernsehfilm Früher Frost und wurde hierfür mit einem Golden Globe Award ausgezeichnet. Bekanntheit erlangte Sidney für eine neue Generation von Kinogängern durch ihre Auftritte in zwei Filmen von Tim Burton: Für ihren Auftritt in Beetlejuice (1988) erhielt sie einen Saturn Award,<ref>Sylvia Sidney. In: Scott O'Brien. Abgerufen am 22. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und in Mars Attacks! war sie 1996 als eine ältere Frau zu sehen, die bei der Abwendung einer Invasion durch Marschmenschen eine entscheidende Rolle spielt. Kurz vor ihrem Tod stand sie noch in einer wiederkehrenden Rolle für das Remake der Fernsehserie Fantasy Island vor der Kamera. Insgesamt umfasst ihr filmisches Schaffen über 110 Film- und Fernsehproduktionen zwischen 1929 und 1999.

Privates

Sylvia Sidney war dreimal verheiratet: von 1935 bis 1936 mit dem Verleger Bennett Cerf, von 1938 bis 1946 mit dem Schauspieler Luther Adler und von 1947 bis 1951 mit dem Radioproduzenten Carlton Alsop. Alle drei Ehen wurden geschieden. Aus der Ehe mit Adler hatte sie ihr einziges Kind, Sohn Jacob, der bereits 1987 vor seiner Mutter an ALS starb. Daraufhin engagierte sie sich in der National ALS Foundation.<ref name="NYTimes">Sylvia Sidney, 30’s Film Heroine, Dies at 88. In: The New York Times. 2. Juli 1999, abgerufen am 24. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ein Hobby der Schauspielerin war das textile Handarbeiten, über das sie die zwei Sachbücher Sylvia Sidney’s Needlepoint Book (1968) und The Sylvia Sidney Question and Answer Book on Needlepoint (1975) verfasste.<ref name="NYTimes" /> Sylvia Sidney starb im Juli 1999 im Alter von 88 Jahren an einer Krebserkrankung.<ref>Sylvia Sidney in der Datenbank Find a GraveVorlage:Abrufdatum. </ref>

Filmografie (Auswahl)

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Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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