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Garoua

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Garoua
Koordinaten 9° 18′ N, 13° 24′ OKoordinaten: 9° 18′ N, 13° 24′ O
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Basisdaten
Staat Kamerun
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Nord
Département Bénoué
Höhe 195 m
Einwohner 235.996 (2005)
Die Zentralmoschee von Garoua
Die Zentralmoschee von Garoua
Die Zentralmoschee von Garoua

Garoua (deutsch: Garua) ist mit 235.996 Einwohnern (2005) eine der größten Städte Kameruns.<ref name="City">(Historische) Einwohnerzahlen der Regionen und Städte Kameruns citypopulation.de, siehe Tabelle Die größten Städte.</ref> Die am Benue gelegene Hauptstadt der Nord-Region und des Département Bénoué.

Geschichte

Garoua entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als befestigte Siedlung der Fulbe-Eroberer gegen die Übergriffe der ursprünglich im Benuë-Tal ansässigen autochthonen Bata- und Fali-Gesellschaften. Als solche war es Sitz eines vom Amir Fombina in Yoola abhängigen Fulbe-Subamirats unter der Regentschaft eines Ardo. Die Residenz wurde allerdings unter Ardo Bakari Mayha (1851–1863) nach dem gesünder und strategisch günstiger gelegenen Laynde (Leinde) verlegt und kehrte erst um 1870 nach Garoua zurück. Laynde blieb Nebenresidenz und war noch bei Beginn der deutschen Okkupation des Landes die bedeutendere Ortschaft.

Die ersten intensiveren Beziehungen mit einer europäischen Macht bestanden in Form einer Handelsniederlassung der britischen Royal Niger Company, die 1889 bis 1892 eine Hulk auf dem Benuë bei Garoua unterhielt. Im Oktober 1893 besuchten die deutschen Forschungsreisenden Edgar von Uechtritz und Siegfried Passarge die Stadt.

Datei:Garua Innen.jpg
Festes Lager Garua, 1902
Datei:German troops manning defenses at Garua.jpg
Deutsche Truppen in einer Verteidigungsstellung bei Garua, 1914/15

1901 unterlag in den Kämpfen zwischen der deutschen Kolonialmacht und dem kurz zuvor von den Briten entthronten Amir Fombina der regierende Ardo Mal Dayfourou (1897–1901) der deutschen Schutztruppe und wurde durch einen kooperationswilligen Nachfolger (Ardo Buuba Dewa, 1901–1921) ersetzt. Aufgrund seiner handelsstrategisch wichtigen Lage am Endpunkt der Schiffbarkeit des Benuë wurde Garua zum Verwaltungssitz der Residentur Adamaua und Standort einer Kompanie der Schutztruppe bestimmt – der siebten Kompanie (1914). Unter deutscher Herrschaft setzte ein massiver Aufschwung der Stadt ein, die bald andere historische Zentralorte der Fulbe wie Maroua, Ray, Ngaundere, Banyo oder Tibati überflügelte und sich zum Oberzentrum für den Nordteil Kameruns entwickelte.

Bis Februar 1902 wurde der Bau einer Militärstation vollendet, die in späteren Jahren weiter ausgebaut wurde. 1905/06 wurde eine bis zu acht Meter hohe, von zwei Türmen flankierte Befestigungsmauer mit Schießscharten errichtet. Reduits und ein Umfassungsgraben ergänzten die militärischen Anlagen. Der Kernbereich des Stationsareals umfasste schließlich eine Fläche von ca. 2000 m². Im Ersten Weltkrieg war Garua 1914 und 1915 mehrmals das Ziel britischer und französischer Angriffe aus den Nachbarkolonien. Im Verlauf des Krieges wurden hier neben der siebten auch Teile der achten und zwölften Kompanie zusammengezogen. Zur Verteidigung Garuas bauten die deutsche Schutztruppe und afrikanische Arbeiter aufwändige Wehrschanzen mit Fallgruben im Vorgelände. Erst nach mehreren Gefechten und hartnäckigen Belagerungen konnte Garua im zweiten Kriegsjahr von der Entente eingenommen werden.<ref>Hans Surén: Kampf um Kamerun – Garua. Scherl, Berlin 1934.</ref>

Klimatabelle

Garoua
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Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Garoua
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 56

Bevölkerung

Die Bevölkerungsentwicklung der Stadt: <ref name="City">(Historische) Einwohnerzahlen der Regionen und Städte Kameruns citypopulation.de, siehe Tabelle Die größten Städte.</ref>

Jahr Einwohner
1976 (Zensus) 63.900
1987 (Zensus) 141.839
2005 (Zensus) 235.996

Infrastruktur

Datei:Transport dans la ville de Garoua3.jpg
Esel Transport
Datei:Transport dans la ville de Garoua2.jpg
Bewegung

Die Stadt ist ein Zentrum der Binnenschifffahrt und Umschlagplatz für den Handel des agrikulturell geprägten Norden Kameruns. Außerdem verfügt Garoua über einen internationalen Flughafen und Textilindustrie.

Die Stadt gliedert sich in drei sogenannte Städtische Arrondissements:<ref name="City2">Verwaltungsgliederung von Kamerun bei citypopulation.de</ref><ref name="RG">Troisième recensement général de la population et de l'habitat (3. RGPH, 2005), Bureau central des recensements et des études de population du Cameroun (BUCREP), 2010, Seite 256–259.</ref>

  • Garoua I
  • Garoua II
  • Garoua III

Religion

Seit 1947 ist die Stadt Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Garoua.

Sport

Garoua ist Heimat des erfolgreichen Fußballklubs Cotonsport Garoua, der bereits mehrfach die höchste kamerunische Fußballliga gewonnen hat.

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Commons: Garoua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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