Kaliumbromat
| Strukturformel | |||||||||||||||||||
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| Kaliumbromat | |||||||||||||||||||
| Allgemeines | |||||||||||||||||||
| Name | Kaliumbromat | ||||||||||||||||||
| Andere Namen |
Kalium bromicum | ||||||||||||||||||
| Summenformel | KBrO3 | ||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
weißer, kristalliner Feststoff<ref name="roempp">Eintrag zu Kaliumbromat. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | |||||||||||||||||||
| Molare Masse | 167,01 g·mol−1 | ||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest<ref name="roempp" /> | ||||||||||||||||||
| Dichte |
3,27 g·cm−3<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref> | ||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
350 °C<ref name="Merck" /> | ||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung bei 370 °C<ref name="Merck" /> | ||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
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| Sicherheitshinweise | |||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | |||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||||||||||||||
Kaliumbromat (KBrO3) ist das Kaliumsalz der Bromsäure.
Eigenschaften
Kaliumbromat ist ein weißes, kristallines Pulver mit der Dichte 3,27 g/cm3. Es besitzt einen Schmelzpunkt von 350 °C. Bei 370 °C erfolgt Zersetzung unter Abspaltung von Sauerstoff. Kaliumbromat ist löslich in Wasser und nahezu unlöslich in Alkohol. Die Löslichkeit in Wasser steigt mit steigender Temperatur.<ref name="Ullmann">D. Yoffe, R. Frim, S. D. Ukeles, M. J. Dagani, H. J. Barda, T. J. Benya, D. C. Sanders: Bromine Compounds. In: Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie. Wiley-VCH Verlag, Weinheim 2013, doi:10.1002/14356007.a04_405.pub2.</ref>
Löslichkeit in Wasser<ref name="Ullmann" /> Temperatur in °C 0 20 40 60 80 100 Löslichkeit in g/100 g H2O 3,1 6,9 13,1 22,0 33,9 49,7
Bromate sind bedeutend stärkere Oxidationsmittel als Chlorate und reagieren teilweise schon in wässriger Lösung, was auch ihre gegenüber Chloraten erhöhte Giftigkeit und die krebserzeugende Wirkung begründet. Gemische aus Kaliumbromat und brennbaren Substanzen wie Phosphor oder Schwefel sind hochexplosiv und reibungsempfindlich. Kaliumbromat gibt dabei seinen Sauerstoff ab und wird zu Kaliumbromid reduziert.
Kaliumbromat kristallisiert in der Raumgruppe R3m (Raumgruppen-Nr. 160) mit den Gitterparametern a = 601,1 pm und c = 815,2 pm. In der Elementarzelle befinden sich drei Formeleinheiten.<ref name="Templeton">D. H. Templeton, L. K. Templeton: Tensor X-ray optical properties of the bromate ion. In: Acta Cryst. A41, 1985, S. 133–142, doi:10.1107/S0108767385000277.</ref><ref name="Kulkarni">R. G. Kulkarni, T. N. Wathore: X-ray determination of lattice parameters and thermal expansion of potassium bromate. In: Journal of Materials Science. 16 (3), 1981, S. 849–851, doi:10.1007/BF00552231.</ref>
Die Standardbildungsenthalpie von Kaliumbromat beträgt bei 298,15 K ΔHF0 = -361,50 kJ·mol−1,<ref name="Masaguer">J. R. Masaguer, A. Sousa-Alonso, J. Romero, M. V. Coto: Determination of the enthalpy of formation of potassium bromate. In: The Journal of Chemical Thermodynamics. 8 (6), 1976, S. 525–528, doi:10.1016/0021-9614(76)90025-2.</ref> die Freie Bildungsenthalpie beträgt ΔGF0 = -271,2 kJ·mol−1.<ref name="Std">CRC Handbook of Chemistry and Physics: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />STANDARD THERMODYNAMIC PROPERTIES OF CHEMICAL SUBSTANCES ( vom 25. Februar 2015 im Internet Archive) (Kapitel 5.4)</ref> Die Lösungsenthalpie beträgt ΔH0sol = 40,58 kJ·mol−1.<ref name="Boyd">G. E. Boyd, F. Vaslow: Heats of Solution and Derived Thermodynamic Properties of Alkali-Metal Bromates. In: J. Chem. Eng. Data. 7 (2), 1962, S. 237–238, doi:10.1021/je60013a024.</ref> Die Wärmekapazität bei konstantem Druck beträgt Cp = 105,2 J·mol−1·K−1.<ref name="Std" />
Gewinnung und Darstellung
Die Synthese von Kaliumbromat erfolgt durch Zugabe von Brom in heißer konzentrierter Kalilauge. Hierbei fällt das entstehende Kaliumbromat aus der Lösung aus, während das gleichzeitig entstehende, leichter lösliche Kaliumbromid in Lösung bleibt.
- <chem>Br2 + 2KOH -> KBr + KOBr + H2O</chem>
- <chem>3KOBr -> 2KBr + KBrO3</chem>
Verwendung
Kaliumbromat wird als Oxidationsmittel in der Maßanalyse (Bromatometrie) als Urtitersubstanz für die Bestimmung von Arsen, Antimon und Zinn verwendet. Außerdem wird es als Einkristall in der Piezoelektrik verwendet.
Die Verwendung von Kaliumbromat als Lebensmittelzusatzstoff ist in vielen Ländern verboten, unter anderem in der EU (seit 1992), Kanada (seit 1994), China, Argentinien, Brasilien und Indien, da es als gesundheitsschädlich gilt und von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als „möglicherweise karzinogen“ eingestuft wurde.<ref>What Is Potassium Bromate (E924) And Why Many Countries Have Banned It In Baked Products? thefooduntold.com, 22. Juni 2021, abgerufen am 21. Februar 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>IARC--Summaries & Evaluations: Potassium Bromate (Group 2B), Internationale Agentur für Krebsforschung</ref> Nicht verboten ist Kaliumbromat in den USA, wo es bei der Produktion von Backwaren als Mehlbehandlungsmittel zur Verbesserung des Backverhaltens eingesetzt wird.<ref>Eintrag zu Kaliumbromat in der Datenbank von internetchemie.info, abgerufen am 21. Februar 2023.</ref> Kalifornien hat als erster Bundesstaat ein Verbot für Kaliumbromat in Lebensmitteln beschlossen, das ab 2027 gilt.<ref>Makers of ‘Food, Inc’ sequel launch impact campaign around pressing issues. 28. März 2024, abgerufen am 30. Mai 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ChemSpider abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Gefährlicher Stoff mit harmonisierter Einstufung (CLP-Verordnung)
- Brandfördernder Stoff
- Giftiger Stoff bei Verschlucken
- Krebserzeugender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Kaliumverbindung
- Bromat
- Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 28