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Wolf Albach-Retty

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Datei:Wolf Albach-Retty by Willinger, Vienna.jpg
Wolf Albach-Retty (1932)

Wolf Albach-Retty (* 28. Mai 1906 in Wien, Österreich-Ungarn;<ref>Lutherische Stadtkirche, TFB61, 1906, f. Z. 128., abgerufen am 11. Februar 2025.</ref> † 21. Februar 1967 ebenda; gebürtig Wolfgang Helmuth Walter Albach) war ein österreichischer Schauspieler, der zwischen den 1930er- und 1950er-Jahren zahlreiche Hauptrollen im deutschsprachigen Kino spielte. Aus der Ehe mit der deutschen Schauspielerin Magda Schneider stammte die Schauspielerin Romy Schneider.

Leben

Wolf Albach-Retty war der Sohn der Hofschauspielerin Rosa Albach-Retty und des Juristen (Rechtsanwalt 1914–1929) und ehemaligen k.u.k.-Artillerie-Oberleutnants (Abschied 1899) Dr. Karl (Walter) Albach (1870–1952).<ref>Pfarre Windischgarsten, Taufen – Duplikate 1870, 106/1870, Nr. 100., abgerufen am 23. September 2025.</ref><ref>Rose Poor-Limá (Text), Robert Fuchs (Zeichnungen): Burgtheaterzauber ohne Rampenlicht. In: Neues Wiener Tagblatt, Nr. 204/1940 (LXXIV. Jahrgang), 3. November 1940, S. 31. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/nwg</ref> Nach zwei Semestern Studium der Chemie wurde er an der Akademie für Musik und darstellende Kunst unter Armin Seydelmann zum Schauspieler ausgebildet.<ref>Fred HellerDas jüngste Burgtheater. In: Die Bühne, Jahrgang 1926, 21. Oktober 1926, Nr. 102/1926 (III. Jahrgang), S. 5. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/bue</ref> Im Alter von 20 Jahren spielte er seine erste Rolle am Wiener Burgtheater. Er wurde am 1. September 1926 Ensemblemitglied des Burgtheaters und sein Bühnendebüt gab Wolf Albach am Akademietheater im Rahmen eines von Hans Brahm inszenierten Hermann-Bahr-Abends.<ref>Bahr-Premieren im Akademie-Theater. „Altweibersommer“ – „Der Selige“. Gespräch mit dem Regisseur Hans Brahm. In: Die Bühne, Jahrgang 1926, 14. Jänner 1926, Nr. 62/1926 (III. Jahrgang), S. 28. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/bue</ref>

Zum Film kam er bereits als junger Mann. Eine erste Stummfilm-Rolle erhielt er 1927. Während der Zeit des Nationalsozialismus trat er in Liebes- und Musikfilmen auf. Er nahm bereits 1937, vor dem Anschluss Österreichs, vorübergehend die deutsche Staatsbürgerschaft an.<ref>Michael Töteberg: Romy Schneider. Rowohlt, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-499-50669-7, S. 21.</ref> Im selben Jahr heiratete er Magda Schneider. Aus der Ehe stammten die beiden Kinder Rosemarie, genannt Romy (Schneider) (1938–1982), und Wolf-Dieter (* 1941). Die Ehe wurde 1945 (nach anderen Quellen 1946 oder 1947) geschieden.

Albach-Retty, der bereits im Mai 1933 Förderndes Mitglied der SS wurde,<ref>Artikel: Legenden. Diva mit Nazi-Trauma? In: Der Spiegel vom 15. September 2008</ref> trat 1940, zwei Jahre nach dem Anschluss Österreichs, der NSDAP bei.<ref>Oliver Rathkolb: Führertreu und gottbegnadet: Künstlereliten im Dritten Reich. Österreichischer Bundesverlag, Wien 1991, ISBN 3-215-07490-7, S. 235/236 (sowie Fußnote 674, S. 285, Quelle: AdR, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Karton 12. Sammelakten 1946. ZI. 12 B.K./46).</ref> Im August 1944 gehörte er zu den von Joseph Goebbels nominierten Schauspielern der Gottbegnadeten-Liste, die Goebbels für unverzichtbar für die Filmproduktion hielt, womit Albach-Retty von Kriegsdienstverpflichtungen freigestellt wurde.<ref>Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 12.</ref>

Datei:Albachretty grab.jpg
Grab der Familie Albach-Retty auf dem Wiener Zentralfriedhof

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er in der gewandelten Filmlandschaft nicht mehr an frühere Erfolge anknüpfen und war nur noch vereinzelt in Hauptrollen (Zwei in einem Auto, Immer die Radfahrer), häufiger in wichtigen Nebenrollen, zu sehen (Der Obersteiger, als der Fürst in Der Vogelhändler, als Familienvater in Verlobung am Wolfgangsee usw.). Neben anderen kleineren Nebenrollen hatte er einen kurzen Auftritt als Baron Hartmann in Der Kardinal, eine Rolle, die er auf Betreiben von Romy Schneider bekam und die Vater und Tochter einen gemeinsamen Auftritt vor der Kamera ermöglichte. Weiters war er wieder in wichtigen Rollen am Burgtheater zu sehen, unter anderem in Anatol von Arthur Schnitzler. Albach-Retty war in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Trude Marlen verheiratet, in dieser Ehe wurde die Tochter Sacha Darwin (* 1947) geboren.<ref>Marina Pavido: Trude Marlen - "Frau Albach-Retty" | Cinema Austriaco. 16. September 2021, abgerufen am 29. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wolf Albach-Retty starb an den Folgen eines schweren Herzleidens.<ref>Neues Deutschland vom 22. Februar 1967</ref> Er wurde zunächst auf dem Evangelischen Friedhof Matzleinsdorf in Wien beerdigt und nach dem Tod seiner Mutter in deren Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe 32 C, Nummer 50) beigesetzt. Seine Gattin Trude Marlen starb 2005 und wurde neben ihm beigesetzt. In diesem Grab ruht auch Marlens Zwillingsschwester, die Schauspielerin Cecilia Maximiliane Brantley, die 1997 starb.

Filmografie

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Literatur

Weblinks

Commons: Wolf Albach-Retty – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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