Hameg
| Hameg Instruments GmbH
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Logo HAMEG.svg | |
| Rechtsform | GmbH, Tochtergesellschaft der Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1957 in Frankfurt am Main |
| Auflösung | 2016 |
| Auflösungsgrund | Integration in Rohde & Schwarz |
| Sitz | Mainhausen, Hessen, Deutschland |
| Leitung | Andre Vander Stichelen, Holger Asmussen |
| Mitarbeiterzahl | 80<ref>Offizieller HAMEG-Unternehmensblog</ref> |
| Umsatz | 15 Mio. EUR |
| Website | www.hameg.com |
Die Hameg Instruments GmbH (Eigenschreibweise HAMEG Instruments GmbH) war ein deutsches Unternehmen zur Entwicklung und Herstellung von Labornetzteilen und Messgeräten für elektrische Signale. Der Unternehmenssitz befand sich im hessischen Mainhausen.<ref>Reinhard Lerch: Elektrische Messtechnik: Analoge, Digitale Und Computergestützte Verfahren. Springer Verlag Berlin, Heidelberg, 6. Auflage 2012, S. 294, ISBN 978-3-642-22609-0</ref> 2005 wurde Hameg von Rohde & Schwarz übernommen und nach der vollständigen Integration in deren Geschäftsbereich Messtechnik als Firma im Jahr 2016 aufgelöst.
Geschichte
Das Unternehmen wurde 1957 von Karl Hartmann in Frankfurt am Main unter der Firma Hameg KG gegründet. Der Name leitet sich ab von Hartmann-Messgeräte. Das erste Produkt war ein 5-MHz-Einkanal-Oszilloskop. Der Unternehmensgründer zog sich im Jahr 2005 aus Altersgründen zurück und verkaufte das Unternehmen an Rohde & Schwarz.<ref>HAMEG: Rohde & Schwarz kauft HAMEG. 14. Oktober 2005, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 14. Oktober 2005; abgerufen am 25. September 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Dabei wurde der Name in Hameg Instruments GmbH geändert.
Zu dieser Zeit unterhielt Hameg Niederlassungen in Chemnitz (Oszilloskopeentwicklung) und Münchenbernsdorf (Leiterplattenbestückung), sowie eine Vertriebs-Tochtergesellschaft in Frankreich (Hameg Instruments France S.a.r.l.). Ende 2010 gab Hameg die Fertigungsstandorte Mainhausen und Münchenbernsdorf auf<ref>Produktion künftig im Rohde & Schwarz Werkeverbund - Link defekt</ref> und produzierte seitdem in Werken von Rohde & Schwarz.<ref>Rohde & Schwarz GmbH & Co KG: Unternehmensprofil. Abgerufen am 25. September 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Andere Unternehmensteile wie Entwicklung (Mainhausen und Chemnitz), Produktmanagement, Vertrieb, Kundendienst und Qualitätssicherung blieben eigenständig.
Ab 2012 wurden Hameg-Produkte auch über das Vertriebsnetz von Rohde & Schwarz verkauft.<ref>Sariana Kunze: Vertrieb von Hameg-Produkten wird europaweit ausgebaut. In: elektrotechnik.vogel.de. 21. November 2011, abgerufen am 18. Januar 2015.</ref><ref name="webstore-Webshop ">Webshop Selector. In: webstore.rohde-schwarz.com. Abgerufen am 18. Januar 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seitdem wurde ein Produkt-Logo verwendet, das die Zugehörigkeit zu Rohde & Schwarz deutlich machte.<ref>Nicole Wörner: Interview: »Die Marken Rohde & Schwarz und Hameg wachsen enger zusammen«. In: elektroniknet.de. 17. Februar 2012, abgerufen am 18. Januar 2015.</ref>
Im Juni 2014 wurde bekannt, dass alle neu entwickelten Geräte von Hameg Instruments zukünftig unter dem Namen Rohde & Schwarz auf den Markt kommen werden.<ref name="elektron-109530">Nicole Wörner: »An der strategischen Ausrichtung ändert sich nichts«. In: elektroniknet.de. 2. Juni 2014, abgerufen am 18. Januar 2015.</ref> Die vollständige Integration von Hameg in den Geschäftsbereich Messtechnik von Rohde & Schwarz wurde Mitte 2015 angekündigt und 2016 abgeschlossen.<ref>Nicole Wörner: Rohde & Schwarz integriert Hameg. In: elektroniknet.de. 22. Juni 2015, abgerufen am 16. Oktober 2015.</ref><ref>Nicole Wörner: Interview: »Die Hameg-Produkte leben als Value Instruments weiter«. In: elektroniknet.de. 25. September 2015, abgerufen am 16. Oktober 2015.</ref>
Produkte
Zu den Produkten von Hameg gehörten analoge Oszilloskope, Mixed-Signal-Oszilloskope (MSO), Spektrumanalysatoren, Funktionsgeneratoren, HF-Generatoren, klassische Labornetzgeräte, programmierbare Netzgeräte und modulare Labormesskomponenten. Das Unternehmen bediente vorwiegend das untere Marktsegment und ist daher vor allem in Elektroniklabors, in der Fertigungsüberwachung, aber auch an Schulen und Universitäten vertreten. In letzteren gehörten Hameg-Geräte in den 1980er und 1990er Jahren zur Standardausrüstung und wurden daher in der Ausbildung und für wissenschaftliche Arbeiten genutzt.<ref>exemplarisch hierzu: Jurkonis u. a.: Ultrasound Medical Diagnostics Laboratory for remote Learning in EVICAP Campus in Magued Iskander (Hrsg.): Innovative Techniques in Instruction Technology, E-learning, E-assessment and Education. Springer Science & Business Media, 2008, S. 454 ff., ISBN 978-1-4020-8739-4.</ref><ref>Malika Auvray, Christian Duriez: Haptics: Neuroscience, Devices, Modeling, and Applications, Springer Verlag 2014, doi:10.1007/978-3-662-44196-1, ISBN 978-3-662-44196-1.</ref>
Im Bereich der Oszilloskope war man bei Hameg sehr lange von den Vorteilen der analogen Technik überzeugt. So schrieb Hameg im Jahr 2004 bei der Vorstellung einer neuen Reihe von sogenannten CombiScopes – also Geräten, die sowohl über einen analogen als auch über einen digitalen Betriebsmodus verfügen – dass „DSOs […] grundsätzlich Analog-Oszilloskope nicht ersetzen“ können.<ref>Presse-Archiv vom 29. Oktober 2004 Link defekt</ref> 2007 baute Hameg mit dem HM2008 – wie auf nebenstehendem Bild zu sehen – ein Oszilloskop, das neben einem analogen und einem digitalen Teil auch Mixed-Signal-Funktionen (vier Digitalkanäle) beinhaltete.<ref>Deutsche Industriegeschichte - Messtechnik? HAMEG! ELV, abgerufen am 25. September 2020.</ref>
Ende 2008 stellte Hameg auf der electronica-Messe in München die ersten rein digitalen Oszilloskope mit TFT-Bildschirm vor.<ref>Nicole Kothe: Analog meets Digital. In: elektroniknet.de. 5. November 2008, abgerufen am 18. Januar 2015.</ref> Diese Geräte verfügen wie alle danach vorgestellten Geräte über Mixed-Signal-Funktionen (8 oder 16 Digitalkanäle) sowie die Möglichkeit, serielle Busse wie I2C, SPI, CAN und LIN zu dekodieren. Bei Geräten mit TFT-Bildschirm übersprang Hameg damit die Generation der klassischen, reinen DSOs ohne MSO-Funktionen. 2012 hatte Hameg elf MSO-Geräte und ein analoges Oszilloskop im Sortiment. Im Herbst 2012 kündigte Hameg an, bald keine analogen Oszilloskope mehr herstellen zu wollen. Unter anderem sollen dabei Probleme bei der Beschaffung von Elektronenstrahlröhren eine Rolle gespielt haben.<ref>Analog-Scopes: Eine Ära geht zu Ende - Zeitschriftenartikel Elektronik messen+testen, Oktober 2012.</ref> Im Februar 2013 stellte Hameg auf der Fachmesse Embedded World in Nürnberg eine neue Mixed-Signal-Oszilloskop-Serie mit bis zu 500 MHz Bandbreite vor; die künstliche Limitierung der Bandbreite kann bei diesen Geräten per Softwarelizenz aufgehoben werden.<ref name="elektron-95401">Wolfgang Hascher: Bandbreitenbereich praxisgerecht erweitert bis 500 MHz. In: elektroniknet.de. 28. Februar 2013, abgerufen am 18. Januar 2015.</ref>
In vielen Oszilloskopen ist ein Komponententester verbaut. Durch Messung von Strom und Spannung (und Darstellung dieser beiden Größen im X-Y-Betrieb) stellt das Oszilloskop die I-U-Kennlinie angeschlossener Bauelemente dar.<ref>Hameg 205-3 Handbuch. HAMEG, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 10. September 2012; abgerufen am 25. Oktober 2016.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Infobox Unternehmen/Logoeinbindung
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2022-11
- Elektronikhersteller
- Produzierendes Unternehmen (Landkreis Offenbach)
- Organisation (Mainhausen)
- Ehemaliges Unternehmen (Landkreis Offenbach)
- Abkürzung
- Unternehmensgründung 1957
- Aufgelöst 2016