Fanchon
Die Fanchon [<templatestyles src="IPA/styles.css" />] (französisch für „Kopftuch“) bezeichnete im Rokoko und in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Kopfbedeckung für Frauen, ähnlich einem Fichu.
Es handelte sich um ein haubenartig gebundenes Tuch, das auch aus Spitze sein konnte.<ref>Ingrid Loschek, Gundula Wolter: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 6. Auflage. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010818-5, S. 181.</ref> Im 19. Jahrhundert konnte auch die Schute Ohrenpatten haben, daher wurde sie im Französischen Fanchon bonnet genannt.
Der Begriff leitet sich von einer Koseform des weiblichen Vornamens Françoise ab.<ref>Fanchon: Etymologie. In: cnrtl.fr. Abgerufen am 18. Oktober 2021.</ref> Er war titelgebend für Fanchon la vielleuse (1803), einer Komödie in drei Akten von Jean-Nicolas Bouilly und Joseph-Marie Pain, 1805 adaptiert als Fanchon, das Leyermädchen von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue. Um 1900 bezeichnete er auch ein Gesellschaftsspiel.<ref></ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />