Zum Inhalt springen

Fanchon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 16. April 2026 um 13:41 Uhr durch imported>PerfektesChaos (tk k).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Fanchon MET 68.131.12 CP3.jpg
Französischer Fanchon aus schwarzer Spitze, etwa 1865. Das dreieckige Tuch ist durch lange Ohrenpatten erweitert.

Die Fanchon [<templatestyles src="IPA/styles.css" />foˈʃɔ̃] (französisch für „Kopftuch“) bezeichnete im Rokoko und in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine Kopfbedeckung für Frauen, ähnlich einem Fichu.

Es handelte sich um ein haubenartig gebundenes Tuch, das auch aus Spitze sein konnte.<ref>Ingrid Loschek, Gundula Wolter: Reclams Mode- und Kostümlexikon. 6. Auflage. Reclam, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-15-010818-5, S. 181.</ref> Im 19. Jahrhundert konnte auch die Schute Ohrenpatten haben, daher wurde sie im Französischen Fanchon bonnet genannt.

Datei:Jean-Baptiste Perronneaub - Portrait d'une Jeune femme Coiffée d'une Fanchon de gaze Rayée.jpg
Dame mit Fanchon auf einem Pastell von Jean-Baptiste Perronneau, 1770

Der Begriff leitet sich von einer Koseform des weiblichen Vornamens Françoise ab.<ref>Fanchon: Etymologie. In: cnrtl.fr. Abgerufen am 18. Oktober 2021.</ref> Er war titelgebend für Fanchon la vielleuse (1803), einer Komödie in drei Akten von Jean-Nicolas Bouilly und Joseph-Marie Pain, 1805 adaptiert als Fanchon, das Leyermädchen von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue. Um 1900 bezeichnete er auch ein Gesellschaftsspiel.<ref></ref>

Weblinks

Commons: Fanchon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />