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Rehungen

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Rehungen
Gemeinde Sollstedt
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(370)&title=Rehungen 51° 23′ N, 10° 31′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(370) 51° 22′ 55″ N, 10° 31′ 19″ O
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Höhe: 347 m ü. NN
Fläche: 8,7 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Rehungen, Gemeinde Sollstedt. In: GEOindex. Abgerufen im Dezember 2025.</ref>
Einwohner: ca. 370 (15. Mai 2022) HW<ref name="EZ2022">Rehungen: Ortsteil von Sollstedt. (Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für "Ortslagen" berechnet). In: www.citypopulation.de - Population Statistics. Online-Dienst für Statistiken, abgerufen im Dezember 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 43 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2009
Postleitzahl: 99759
Vorwahl: 036338
Lage von Rehungen in Thüringen
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Datei:Rehungen 1989-08-26 11.jpg
Das ehemalige Gutshaus

Rehungen ist ein Ortsteil der Gemeinde Sollstedt im Landkreis Nordhausen in Thüringen. Für den Ortsteil gibt es eine Ortsteilverfassung nach der Thüringer Kommunalordnung und damit einen Ortsteilrat und Ortsteilbürgermeister.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 655 kB) § 4. In: Webauftritt. Gemeinde Sollstedt, abgerufen im Dezember 2025.</ref>

Geografie

Rehungen liegt am Fuße des Höhenzuges Dün unterhalb des Kriegsberges (485 m). Dieser bildet zusammen mit der nach Osten anschließenden Hainleite den Nordrand des Thüringer Beckens.<ref name="TK10">Amtliche topographische Karten Thüringen 1:10.000. Eichsfeldkreis, LK Nordhausen, Kyffhäuserkreis, Unstrut-Hainich-Kreis. In: Thüringer Landesvermessungsamt (Hrsg.): CD-ROM Reihe Top10. CD 1. Erfurt 1999.</ref> Am südlichen Ortsrand entspringt der Rehunger Bach. Er fließt unmittelbar westlich am Dorf vorbei und mündet in Wülfingerode in die Wipper.

Geschichte

1359 wurde Rehungen erstmals urkundlich erwähnt.<ref name="Kahl2010">Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer – Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 228.</ref> Etwa einen Kilometer südlich des Dorfes auf dem Bergsporn „Schönberg“ gibt es noch Reste einer mittelalterlichen Wallanlage, in die eine Burg gebaut worden war. Aus dem 12. Jahrhundert wurden Keramikreste gefunden. Mit der Burg sicherte man die Altstraße über den Dün in Richtung der Stadt Mühlhausen/Thüringen.<ref name="Köhler2001">Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze. Jenzig-Verlag, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 228.</ref>

Am Ende des 19. Jahrhunderts begann die Suche nach Kalisalzlagerstätten in der Region, es folgte die Errichtung einer Grube, die über Jahrzehnte zum Arbeitsplatz für zahlreiche Einwohner der Gemeinde wurde. Im Umfeld der Grube entstanden Gleisanlagen zum Abtransport der geförderten Rohstoffe. An diese Zeit erinnern auch Schlägel und Eisen als Bergbausymbol im Gemeindewappen. Vom 9. April 1993 bis zum 3. Juni 1996 war der Ort Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Eichsfelder Pforte. Die Gemeinderäte Rehungens und Sollstedts stimmten mit großer Mehrheit der Eingliederung der Gemeinde Rehungen in die Gemeinde Sollstedt zu, die am 1. Januar 2009 erfolgte.<ref>StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009</ref> Bereits zuvor war Sollstedt erfüllende Gemeinde für Rehungen.

Sehenswürdigkeiten

  • Der ehemalige Komturhof Utterode war Eigentum des Templerordens.
  • Die zum Kirchenkreis Südharz gehörende Dorfkirche Rehungen wurde im Jahr 1776 in Fachwerkbauweise errichtet. Sie erhielt 2007 zwei neue Glocken.
  • Mahnmal: Seit 1959 erinnert ein Gedenkstein auf dem Ortsfriedhof an sieben von SS-Männern ermordete KZ-Häftlinge des KZ-Außenkommandos Dora-Mittelbau, die zusammen mit ihren 400 Leidensgefährten im Kalischacht Neusollstedt unter mörderischen Lebens- und Arbeitsbedingungen Zwangsarbeit für die Rüstungsvorhaben des Regimes verrichten mussten. Ein auf dem Gelände des ehemaligen Kaliwerkes in der DDR-Zeit errichteter Gedenkstein für den ermordeten KPD-Landtagsabgeordneten Albert Kuntz wurde inzwischen entfernt.<ref>Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hg.), Ursula Krause-Schmitt (Red.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. Erfurt 2003, S. 199f., ISBN 3-88864-343-0.</ref>

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Persönlichkeiten

  • Helmut Beyer, Jurist und Richter am Bundesgerichtshof (1953–1975)

Weblinks

Commons: Rehungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein