Homebrew Computer Club
Der Homebrew Computer Club war ein Verein von Hobbybastlern und Elektronikenthusiasten, die sich versammelten, um sich über Teile, Schaltungen und Informationen zum Bau von Computergeräten auszutauschen.<ref>Homebrew And How The Apple Came To Be, atariarchives.org, abgerufen am 14. März 2017.</ref> Er hatte eine tragende Rolle bei der Entwicklung des Personal Computers Mitte der 1970er Jahre.<ref name="Levy_Hackers">Steven Levy: Hackers: Heroes of the Computer Revolution. Doubleday 1984, ISBN 0-385-19195-2</ref>
Geschichte
Der Verein wurde am 5. März 1975 von Fred Moore und Gordon French in Menlo Park im San Mateo County, Kalifornien gegründet. Er war der erste Verein dieser Art in den USA.<ref name="Levy_Hackers" /> Das war zu einer Zeit, in der ein persönlicher Computer nur eine visionäre Idee war; eine Idee, die von der damals vorherrschenden Industrie bis Ende der 1970er Jahre noch als absurd abgetan wurde.<ref name="Gröndahl">siehe Hacker von Boris Gröndahl aus der Reihe Rotbuch 3000 (ISBN 3434535063)</ref> Die Gründer waren daran interessiert, ein regelmäßiges, offenes Forum zu finden, um gemeinsam daran zu arbeiten, Computer für alle Menschen zugänglicher zu machen, frei nach einer Idee, der Ted Nelson 1974 ein Buch widmete mit dem Titel Computer Lib.<ref name="Gröndahl" />
Seine Mitglieder trafen sich alle zwei Wochen und waren an der Umsetzung ihrer Ideen und damit an der Entwicklung des persönlichen Computers und der daraus entstandenen Industrie im Silicon Valley maßgeblich beteiligt. Der Homebrew Computer Club wird daher als „Schmelztiegel für eine ganze Branche“ bezeichnet.<ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig For One Night Only, Silicon Valley’s Homebrew Computer Club Reconvenes.] TIME Magazine, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 12. November 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „… the open exchange of ideas that went on at its biweekly meetings did as much as anything to jumpstart the entire personal-computing revolution. It was the crucible for an entire industry.“Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Viele Computerpioniere und -unternehmer gingen aus ihren Reihen hervor; sie schufen seit 1976 die ersten in Serie hergestellten und für Privathaushalte erschwinglichen Personal Computer.<ref name="iWoz">Steve Wozniak: "iWoz: Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete.", Deutscher Taschenbuchverlag, Oktober 2008, ISBN 978-3-423-34507-1</ref> Im Dezember 1986 wurde der Club geschlossen.
Mitglieder
Der Journalist Steven Levy schreibt über den Club in seinem Buch Hackers – Heroes of the Computer Revolution von einem offenen Ideenaustausch unter Hackern, was die Entwicklung preiswerter Computer in einer handlichen Bauform ermöglichte und damit die PC-Revolution auslöste.<ref name="Levy_Hackers" /> Unter dessen Mitgliedern waren eine große Zahl bedeutsamer Persönlichkeiten, wie beispielsweise Steve Wozniak („The Woz“; Mitbegründer von Apple Computer), Bob Marsh (Processor Technology), John T. Draper (Hacking-Pionier namens Captain Crunch und Softwareentwickler, u. a. für Apple), Thomas „Todd“ Fischer (IMSAI Division, Fischer-Freitas Company), George Morrow (Morrow Designs), Paul Terrell (Byte Shop), Adam Osborne (Osborne Computer) und Jerry Lawson (Entwickler von Fairchild Channel F) sowie Harry Garland, Roger Melen (Cromemco), Li-Chen Wang (Entwickler des Palo Alto Tiny Basic und Grafik-Software für den Cromemco Dazzler) und Lee Felsenstein (Entwickler des ersten portablen Computers, genannt Osborne 1, einen Vorläufer der späteren Laptops; Moderator der Club-Treffen).<ref name="Gröndahl" /><ref name="vcandg">Interview: Jerry Lawson, Black Video Game Pioneer. Vintage Computing and Gaming, 24. Februar 2009.</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Memoir of a Homebrew Computer Club Member.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Mai 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
Einfluss
Bei ihren Treffen sprachen sie über den Altair 8800 oder andere technische Themen und tauschten neben Schaltskizzen auch Programmier-Tricks aus. Bald nach den ersten Treffen tauchten überall auf der Welt Hobby-Computer-Clubs auf, wie zum Beispiel der niederländische Homebrew Computer Club, dessen Mitglieder sich nahe der Stadt Utrecht trafen.
Namensgebung
Der Begriff Homebrew (englisch für selbst gebrautes Bier<ref>Oxford English-Deutsch, Dudenverlag</ref>) hat im Laufe der Zeit eine andere Bedeutung erhalten und bezeichnet heute meist unautorisierte oder selbst erstellte Programme für Spielkonsolen und Handheld-Konsolen.
Siehe auch
Weblinks
- die Newsletter des Homebrew Computer Club
- Die PC-Graswurzelbewegung trifft sich in einer Garage auf heise online
Einzelnachweise
<references />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:Datum
- Organisation (Informationstechnik)
- Association (Vereinigte Staaten)
- Hacken (Hardwareszene)
- Vereinsgründung 1975
- Aufgelöst 1986
- Organisation (Menlo Park)
- Ehemaliger Verein
- Historische Organisation (Vereinigte Staaten)
- Technikgeschichte