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Kontaktsauna

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Datei:Schweiz Unterwegs 150DSC 0148 (48429994576).jpg
„Freubad“, Saunaclub in Recherswil, Schweiz (2019)

Eine Kontaktsauna, oft auch als Saunaclub oder FKK-Club bezeichnet, ist ein Bordellbetrieb, bei dem die Räumlichkeiten einer Sauna für die Anbahnung und die Durchführung von sexuellen Kontakten zwischen Prostituierten und deren männlichen Kunden genutzt werden.<ref name=":0" /> Der Begriff wird für Saunen verwendet, die von heterosexuellen Männern aufgesucht werden. Abzugrenzen sind Schwulen-Saunen, die Treffpunkt für Männer mit homosexueller Neigung sind. Sie sind im Regelfall kein Bordellbetrieb.

Ein typischer Saunaclub verfügt über Saunabereiche, Whirlpools, Ruheräume, Erotik-Kinos und Zimmer, die für sexuelle Dienstleistungen genutzt werden können.<ref>Was ist Was auf der Seite freierverkehr.de. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref> Ein Pauschaleintritt berechtigt für gewöhnlich die Benutzung aller Räumlichkeiten und beinhaltet Essen und alkoholfreie Getränke, jedoch keine sexuellen Dienstleistungen.<ref name=":0">Was ist ein Saunaclub auf der Seite saunaclub.info. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref>

In manchen Kontaktsaunen befinden sich freischaffende Prostituierte, in manchen sind sie dort angestellt. Kontaktsaunen können auch von Menschen ohne Interesse an sexueller Interaktion besucht werden.

Im deutschsprachigen Raum gibt es mehr als 200 Saunaclubs (Deutschland 156, Schweiz 33, Österreich 15). Die ersten Clubs eröffneten unter diesem Konzept (im Gegensatz zu Swingerclubs oder Bordellen) Anfang der 1980er Jahre.<ref>Webauftritt der Seite freierverkehr.de. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref> Zu bekannten Saunaclubs im deutschsprachigen Raum zählen das Artemis in Berlin, das Globe in Zürich sowie das Goldentime in Wien.<ref>FKK Artemis Berlin der Seite freierverkehr.de. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref><ref>Globe Schwerzenbach/Zürich der Seite freierverkehr.de. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref><ref>FKK Goldentime Wien der Seite freierverkehr.de. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref>

Geschichte

Schon in den Bädern römischer Zeit werden Sexualkontakte vermutet. Das legen unter anderem Fresken aus dem antiken Pompeji nahe, die die Wände der öffentlichen Therme mit erotischen Darstellungen verzierten. Der sexuelle Austausch in mittelalterlichen Badehäusern wurde als menschliches Bedürfnis generell geduldet. In der Literatur häufen sich für Städte mit ausgeprägter Bäderkultur wie Budapest oder Istanbul Berichte über sexuelle Kontakte in Dampfbädern. Solche Orte bargen schon damals die Gefahr ungewollter Schwangerschaft bzw. der Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten.<ref>Die Thermen waren der größte Sex-Markt Roms. Abgerufen am 14. Februar 2021.</ref>

Deshalb unterstützen alle Kontaktsaunen heute Safer-Sex-Praktiken durch die Bereitstellung von Kondomen, was inzwischen auch im Prostitutionsschutzgesetz (ProstSchG, § 24 Sicherheit und Gesundheitsschutz) festgehalten und verpflichtend ist.<ref>Prostituiertenschutzgesetz, § 24 Einzelnorm. Abgerufen am 18. Januar 2023.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />