Oberseelbach
Oberseelbach Gemeinde Niedernhausen
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| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(612)&title=Oberseelbach 50° 11′ N, 8° 18′ O
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| Höhe: | 343 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 2,92 km²<ref name="lagis" /> | |||||
| Einwohner: | 612 (30. Juni 2017)<ref name="DF">Einwohnerzahlen der Ortsteile. (PDF) In: Gesamtverkehrsplan. Gemeinde Niederhausen, S. 9, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Dezember 2020; abgerufen im Dezember 2020.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 210 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1977 | |||||
| Postleitzahl: | 65527 | |||||
| Vorwahl: | 06127 | |||||
Oberseelbach ist seit 1977 ein Ortsteil der Gemeinde Niedernhausen im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und liegt im Naturpark Rhein-Taunus.
Geographie
Oberseelbach liegt knapp nördlich des waldreichen Hohen Taunus an einer Straße über den Seelbach, einem von Lenzhahn kommenden linken Zufluss des Daisbachs. Der mit 365 Meter niedrigste Straßenübergang über den Taunushauptkamm und damit über die Wasserscheide zwischen Main und Lahn liegt einen knappen Kilometer nordwestlich der Ortslage auf der Gemarkungsgrenze zu Dasbach, die hier ungefähr dem Verlauf des Limes entspricht. Der höchste Punkt der Gemarkung liegt südöstlich der Ortslage auf dem Hohlen Stein in 475 Meter Höhe.
Geschichte
Die älteste erhalten gebliebene urkundliche Erwähnung als superior Selebach im Kopialbuch der Kirche St. Stephan in Mainz datiert aus den Jahren 1226–1239.<ref name="lagis" /> Der Seelbach galt lange Zeit als eine Grenze zwischen den Ansprüchen der Grafen von Nassau im Norden und der Herren von Eppstein bzw. später des Mainzer Kurfürstentums im Süden. Je nach Lage der Liegenschaften mussten die Bewohner ihre Abgaben an die eine oder die andere Herrschaft entrichten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg sollen ein Haushalt und 14 Überlebende gezählt worden sein.
Zur Zeit des Herzogtums Nassau gehörte Oberseelbach zum Amt Idstein. Nach der Annexion durch Preußen wurde es 1867 dem Untertaunuskreis im Regierungsbezirk Wiesbaden zugeordnet.
Gebietsreform
Am 1. Januar 1977 wurde die bisher selbständigen Gemeinden Niedernhausen, Engenhahn, Niederseelbach, Oberseelbach und Oberjosbach durch Landesgesetz die neuen Großgemeinde Niedernhausen zusammengeschlossen. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Teil des mit selbem Datum neu gegründeten Rheingau-Taunus-Kreises mit der Kreisstadt Bad Schwalbach. Zuvor gehörte Niedernhausen zum Main-Taunus-Kreis.<ref>Gesetz zur Neugliederung des Rheingaukreises und des Untertaunuskreises (GVBl. II 330-30) vom 26. Juni 1974. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 22, S. 312, §§ 6 und 13 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 1,5 MB]).</ref><ref></ref> Für Oberseelbach wurde, wie für die anderen Ortsteile, ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 90 kB) §; 6. In: Webauftritt. Gemeinde Niedernhausen, abgerufen im Februar 2019.</ref> Sitz der Gemeindeverwaltung blieb Niedernhausen.
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
- 1566: 9 Haushaltungen<ref name="lagis" />
- 1648: ein Haushalt
| Oberseelbach: Einwohnerzahlen von 1821 bis 2017 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1821 | 109 | |||
| 1834 | 148 | |||
| 1840 | 150 | |||
| 1846 | 150 | |||
| 1852 | 156 | |||
| 1858 | 152 | |||
| 1864 | 147 | |||
| 1871 | 146 | |||
| 1875 | 147 | |||
| 1885 | 144 | |||
| 1895 | 132 | |||
| 1905 | 135 | |||
| 1910 | 145 | |||
| 1925 | 166 | |||
| 1939 | 162 | |||
| 1946 | 214 | |||
| 1950 | 235 | |||
| 1956 | 224 | |||
| 1961 | 220 | |||
| 1967 | 361 | |||
| 1970 | 367 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1990 | ? | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 444 | |||
| 2017 | 612 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: <ref name="lagis" /><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. Juli 2021.</ref> | ||||
Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 144 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 194 evangelische (= 88,18 %), 26 katholische (= 11,82 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Das ortsbildprägende Rat- und Backhaus in der Hauptstraße steht unter Denkmalschutz. Es handelt sich um einen Teil einer im späten 18. Jahrhundert erbauten Baugruppe mit Scheune von 1808. Das Rat- und Backhaus verfügt über ein Sichtfachwerk-Obergeschoss (Ratsstube) über einem niedrigen massiven Erdgeschoss (Backstube). Der Uhrendachreiter mit Zwiebelhaube bildet die auffällige Spitze des Bauwerks. In der Ortsmitte gegenüber befindet sich ein gusseiserner Laufbrunnen aus der Zeit um 1900, der als Kulturdenkmal ausgewiesen ist. Der rechteckige Trog mit Gliederung durch aufgesetzte Stege und Rosetten stammt möglicherweise aus der Michelbacher Hütte. Der heutige Standort liegt am nicht sichtbaren, weil hier verrohrten Seelbach. Siehe auch Gusseiserne Brunnen im Taunus. Gegenüber dem Brunnen befindet sich ein weiteres Kulturdenkmal, die Hofanlage Hauptstraße 6. Das verputzte Wohnhaus mit Krüppelwalmdach aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist von Typ her zwischen dem Stil eines barocken Bauernhauses und einem biedermeierlichen Wohnhaustyp mit strenger Fassadenordnung und Mitteleingang angesiedelt.
Ein weiteres Kulturdenkmal ist das alte Feuerwehrhaus, ein kleiner Fachwerkbau aus dem 19. Jahrhundert.
Beim Dorfwettbewerb Unser Dorf hat Zukunft belegte Oberseelbach 2024 den 2. Platz der Region Landkreis Limburg-Weilburg, Rheingau-Taunus-Kreis und Wetteraukreis und qualifizierte sich so für den Landesentscheid 2025. Auch im Landesentscheid 2025 konnte Oberseelbach die Jury überzeugen und belegte erneut den 2. Platz und qualifizierte sich so für den Bundesentscheid 2026.
Verkehr
Oberseelbach liegt an der Landesstraße L 3026, die als Westumgehung am Ort vorbeiführt und Idstein im Norden mit dem Kernort Niedernhausen im Süden verbindet. Sie kreuzt hier die Landesstraße L 3273, die parallel zum Taunuskamm von Heftrich im Nordosten durch den Ortskern und weiter über Niederseelbach nach Neuhof im Südwesten führt.
Weblinks
- Oberseelbach. Gemeinde Niedernhausen
- Oberseelbach, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
- Vorlage:HessBib
Einzelnachweise
<references responsive> <ref name="lagis"> Oberseelbach, Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> </references> 6. Wir gratulieren! Oberseelbach auf 2. Platz im Landesentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" | StartseiteVorlage:Klappleiste/Anfang