Theodor von Scheve
| Datei:Theodor von Scheve.jpg | |
| Theodor von Scheve | |
| Verband | Datei:Flag of Germany (1867–1919).svg Deutsches Reich |
| Geboren | 11. Juni 1851 Cosel |
| Gestorben | 19. April 1922 Patschkau |
| Beste Elo‑Zahl | 2669 (Januar 1902) (historische Elo-Zahl) |
Theodor Adolf Ludwig von Scheve (* 11. Juni 1851 in Cosel, Oberschlesien; † 19. April 1922 in Patschkau, Oberschlesien) war ein deutscher Schachmeister.
Leben
Theodor war Angehöriger der Adelsfamilie von Scheve. Er war das siebente von 12 Kindern seiner Eltern, des preußischen Majors Adolf von Scheve (1802–1878) und Adolfine, geborene Benecke (1821–1880). Er bestritt eine Offizierslaufbahn in der preußischen Armee und nahm 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil, bei dem er sich ein „Lungenleiden“ zuzog, welches ihn zwang, seinen Abschied zu nehmen.<ref>Ludwig Bachmann: Übersicht der Spielerfolge der bedeutendsten Schachmeister, in: J. Schorr (Hg.), Schachkongress Teplitz-Schönau 1922, Teplitz-Schönau 1923, S. 608.</ref> Er verließ das Militär als Premierleutnant. Aus seiner 1890 mit Gertrud Hartwice (* 1859) geschlossenen Ehe sind zwei Söhne, die ebenfalls eine Offizierslaufbahn in der preußischen Armee anstrebten, und eine Tochter hervorgegangen, bevor die Ehe geschieden wurde.<ref name="GGT">Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser Teil B. 1909, S. 667–668.</ref>
Theodor von Scheve, der erst als Kadett die Spielregeln erlernte<ref>Ludwig Bachmann: Übersicht der Spielerfolge der bedeutendsten Schachmeister, in: J. Schorr (Hg.), Schachkongress Teplitz-Schönau 1922, Teplitz-Schönau 1923, S. 608.</ref>, also recht spät zum Schach fand, hat nach Tarraschs Einschätzung „der Schachwelt das vielleicht einzig dastehende Schauspiel gegeben, wie sich ein guter Spieler noch im reifen Mannesalter zum wirklichen Meister entwickelt“.<ref>Siegbert Tarrasch: Dreihundert Schachpartien, Veit, Leipzig 1895, S. 3.</ref> Er nahm in den Jahren 1887 bis 1911 mit beachtlichen Erfolgen an vielen internationalen Turnieren teil. Unter anderem wurde er Vierter in Leipzig 1888 und Dritter in Monte Carlo 1901.
Von Scheve veröffentlichte 1919 im Verlag von Bernhard Kagan einen Essay schach-philosophischer Gedanken: Der Geist des Schachspiels (Nachdruck 2021, ISBN 978-3-941670-41-9).
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- Nachspielbare Schachpartien von Theodor von Scheve auf 365Chess.com (englisch)
- Literatur von und über Theodor von Scheve im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Scheve, Theodor von |
| ALTERNATIVNAMEN | Scheve, Theodor Adolf Ludwig von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schachspieler |
| GEBURTSDATUM | 11. Juni 1851 |
| GEBURTSORT | Cosel |
| STERBEDATUM | 19. April 1922 |
| STERBEORT | Patschkau |