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Radio Wolga

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Radio Wolga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) war ein Hörfunksender für die sowjetischen Streitkräfte im Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone bzw. ab 1949 der DDR.

Allgemeines

Nach Anfängen in Stolp sendete Radio Wolga ab 1. Juli 1945 bis 1968 aus Königs Wusterhausen (daneben aus Leipzig), ab 1968 wurde der Sender Burg verwendet. Vom 7. November 1968 bis 1976 erfolgten die Ausstrahlungen über den 350 Meter hohen Sendemast SL-3, der sich in einer Entfernung von 2,2 Kilometer vom eigentlichen Sendezentrum befand; ab 1976 wurde – nach dem Einsturz des Sendemastes SL-3 am 18. Februar<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Burg, früher 261 kHz (Memento vom 25. Januar 2012 im Internet Archive)</ref> – einer der beiden 210 Meter hohen Rohrmaste in Burg für die Ausstrahlungen von Radio Wolga, die auf der Langwellenfrequenz 261 kHz erfolgten, verwendet.

Die Zentrale war in mehreren Villen in der Menzelstraße in Potsdam untergebracht.<ref>veikkos-archiv.com: Menzelstraße 14 (Potsdam)</ref> Neben Programmen für die in der DDR stationierten sowjetischen Soldaten sendete Radio Wolga ab dem 6. Oktober 1991 zeitweise auch Programme in deutscher Sprache. In den letzten Jahren seines Bestehens wurde ein Teil der Sendezeit von Radio Wolga an das deutschsprachige private Nachrichtenradio Radioropa Info vermietet. Mit dem Abzug der russischen Truppen stellte Radio Wolga am 31. Juli 1994 seinen Betrieb ein. Die Deutsche Telekom übernahm die Anlage.<ref>Die Radionauten: Radiogeschichten: Zeitreise und Exkursionen in die Berliner RadioWelten (2004), S. 41; Hansjörg Biener: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Burg, früher 261 kHz (Memento vom 7. August 2003 im Internet Archive)</ref>

Die Frequenz von Radio Wolga (261 kHz) wurde nach einer einjährigen Pause 1994/95 bis 2000 vom Privatsender Radioropa Info genutzt. Ab 1999 kam eine neue Sendeantenne in Form einer Reusenantenne, die am 324 Meter hohen Hauptsendemast in Burg befestigt war, zum Einsatz. Die Sendeanlage wird von der Deutschen Funkturm GmbH betrieben.

Pausenzeichen

Das Pausenzeichen war dem Lied über die Wolga<ref>a-pesni.org: Песня о Волге (с нотами); World-Radio Handbook for Listeners 1949–1950, S. 27</ref> von Isaak Dunajewski aus dem Film Wolga, Wolga von 1938 entnommen.

<score sound="1">{\set Staff.midiInstrument = #"electric piano 1" a'4 a'4 g2 e4 cis4 a'2 b'4 cis4 e2 d2 r2}</score>

Fernsehen

Neben dem Hörfunk wurde in der DDR ein Netz aus Kleinsendern mit wenigen Kilometern Reichweite für die Fernsehversorgung der sowjetischen Streitkräfte betrieben. Das Programm bestand aus per Satellit herangeführten sowjetischen Inlandsprogrammen. Der Dienst wurde 1994 abgeschaltet.

Sonstiges

Russische Veteranen erinnern sich außerdem an einen Sender namens Aldan am Flugplatz Altes Lager (nahe Jüterbog), der neben Flugfunk auch Musik übertragen hat.<ref>http://wap.207msd.forum24.ru/?1-29-0-00000030-000-0-0-1374244474</ref>

Nachfolger

Datei:Zvezda logo.svg
Logo

In Russland selbst entstand 1992 das Zentrale Fernseh- und Radio-Studio des Verteidigungsministeriums,<ref>Befehle des Verteidigungsministers "О создании Центральной телевизионной и радиовещательной студии Министерства обороны Российской Федерации" [kurz: ЦТРС МО РФ] (1992 № 88) und "Об обеспечении деятельности Центральной телевизионной и радиовещательной студни Министерства обороны Российской Федерации" (1993 № 119); Александр Якубовский: Хроника времен "Славянки", in: Независимое военное обозрение (3. August 2012)</ref> woraus 2005 das Vereinigte Fernseh- und Radio-System der Streitkräfte<ref>list-org.com: ФГУП "ЕТРС ВС РФ", Moskau, Kolymaschny pereulok 14</ref> und 2009 die Fernseh- und Radio-Gesellschaft der Streitkräfte „Swjosda“<ref>list-org.com: ОАО "ТРК ВС РФ 'Звезда'", Moskau, Prospekt Mira 126</ref> („Stern“) hervorging. Veranstaltet werden unter dem Namen „Swjosda“ ein Fernseh-<ref>Телеканал «Звезда»; Роскомнадзор: ЭЛ № ФС 77 - 61865 (2015)</ref> und ein Hörfunkprogramm,<ref>Радио ЗВЕЗДА; Роскомнадзор: ЭЛ № ФС 77 - 57131 (2014)</ref> bis 2005 nach dem Marsch Abschied der Slawin „Slawjanka“ genannt.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />