Zum Inhalt springen

Heinrich Ochsner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 19. Juli 2022 um 10:14 Uhr durch imported>Aka (Abkürzung korrigiert, deutsch, Links optimiert, Kleinkram).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Geburtshaus Heinrich Ochsner in Kenzingen.jpg
Geburtshaus in Kenzingen

Heinrich Ochsner (* 15. März 1891 in Kenzingen / Baden; † 15. September 1970 in Freiburg i.Br.) war Philosoph und Verlagslektor.

Leben

Heinrich Ochsner studierte von 1912 bis 1914 und von 1916 bis 1922 Theologie und Philosophie in Freiburg und Marburg. Er war befreundet mit Max Scheler, stand in einem dauernden Kontakt mit Martin Heidegger und hatte zahlreiche Gespräche mit Edmund Husserl, durch dessen Vermittlung er „unterstützender Lehrer“ japanischer Gelehrter in Freiburg (1923–1933) wurde. Ab 1934 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lektor in der Zentrale des Deutschen Caritasverbandes.

Ochsner gehörte als Spiritus rector und eines der wichtigsten Mitglieder dem Freiburger Kreis um Karl Färber an. Besonderen Einfluss hatte er hier auf Bernhard Welte, mit dem ihn eine enge Freundschaft verband und der ihn später als „stillen großen Partner“ bezeichnete. Dem Färber-Kreis gehörten auch Max Müller, Hans Filbinger und Johannes Spörl an. Auch Reinhold Schneider stieß zu diesem Kreis hinzu und wurde zu einem engen Freund Ochsners.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen beim Aufbruch der französische théologie nouvelle deren führende Vertreter zu Ochsner. »Er stand in lebhaften Kontakt mit den Arbeiterpriestern in Frankreich, einer wichtigen Bewegung für eine neue soziale Orientierung der Christen.«(Welte)

Ochsner hat wenig veröffentlicht und zeichnete sich eher als Gesprächspartner aus. 1968 wurde er pensioniert, er verstarb am 15. September 1970. Sein Grab fand er in Kenzingen.

Literatur

  • Curd Ochwadt, Erwin Tecklenborg (Hrsg.): Das Maß des Verborgenen. Heinrich Ochsner (1891–1970) zum Gedächtnis (Aufsätze, Aufzeichnungen, Vorträge und Briefe von Ochsner, Beiträge von Hrsg. u. a.). Hannover 1981.
  • Max Müller: Auseinandersetzung als Versöhnung. Ein Gespräch über ein Leben mit der Philosophie. Hrsg.: Wilhelm Vossenkuhl. Akademie-Verlag, Berlin 1994, S. 81–86, 127, 135, 152, 160–162, 167, 337.
  • Johannes Schaber: OCHSNER, Heinrich. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 14, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-073-5, Sp. 1325–1331.
  • Gregor Fidelis Gässler: Ochsner, Heinrich. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 19. Duncker & Humblot, Berlin 1999, ISBN 3-428-00200-8, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).

Weblinks

Commons: Heinrich Ochsner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein