Korfu (Stadt)
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||||
| Staat | Datei:Flag of Greece.svg Griechenland | |||||
| Region | Ionische Inseln | |||||
| Regionalbezirk | Kerkyra | |||||
| Gemeinde | Kendriki Kerkyra ke Diapondia Nisia | |||||
| Gemeindebezirk | Kerkyra | |||||
| Geographische Koordinaten | Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(40047) 39° 37′ N, 19° 55′ O
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| Höhe ü. d. M. | 13 m (Durchschnitt) | |||||
| Fläche | 32,634 km² | |||||
| Einwohner | 40047 (2021<ref>Nationaler Statistischer Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument)</ref>) | |||||
| LAU-Code-Nr. | 32010101 | |||||
| Ortsgliederung | 9 | |||||
Die Stadt Korfu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (f. sg.)) ist der Hauptort der gleichnamigen griechischen Insel Korfu. Die Stadtbewohner werden wie die Inselbewohner Korfioten genannt. Sie hat 40.047 Einwohner (2021) und ist Verwaltungssitz der Gemeinde Kendriki Kerkyra ke Diapondia Nisia. Die Stadt liegt an der Ostküste auf einem nach Nordwesten abfallenden Vorgebirge, besitzt einen internationalen Flugplatz und verfügt über einen sicheren Hafen, der durch Schifffahrtslinien mit Brindisi, Venedig (Italien), Patras und Igoumenitsa sowie Saranda (Albanien) in Verbindung steht.
Geschichte
Antike (ab ca. 8. Jh. v. Chr.)
Ca. 590 v. Chr. wurde im antiken Kerkyra der Artemis-Tempel erbaut, von dem nur noch wenige Reste erhalten sind. Sie wurde in einem berühmten Konflikt zwischen Korfu und Korinth verwickelt, der als ein Auslöser des Peloponnesischen Kriegs (431–404 v. Chr.) gilt.
Römische und Byzantinische Zeit (229 v. Chr. – 13. Jh.)
Als erste griechische Stadt wurde Korfu 229 v. Chr. Teil des Römischen Reich. Nach der Teilung des Reiches wurde sie Teil des Oströmischen (Byzantinischen) Reiches.
Mittelalter – Venezianische Herrschaft (1386–1797)
Nach einer kurzen Episode unter normannischer, sizilianischer und genuesischer Kontrolle schloss sich Korfu 1386 freiwillig der Republik Venedig an. Die Venezianer bauten Festungen (z. B. die Alte und Neue Festung in Korfu-Stadt) und prägten die Kultur, Sprache und Architektur stark. Diese Periode war vergleichsweise friedlich und wohlhabend, besonders im Vergleich zu anderen griechischen Regionen, die unter osmanischer Herrschaft standen.
1716 erfolgte eine Belagerung durch osmanische Truppen, die von Johann Matthias von der Schulenburg, der in venezianischen Diensten stand, erfolgreich abgewehrt wurde.
Napoleonische und Britische Zeit (1797–1864)
Nach dem Fall Venedigs kam Korfu kurzzeitig unter französische Kontrolle (1797–1799). Es folgten die Russisch-Ottomanische Kontrolle (1799–1807) und dann erneut die Franzosen (1807–1814).
1815 wurde Korfu zur Hauptstadt der unabhängigen Ionischen Inselrepublik als Teil der Britischen Protektoratszone „Ionischen Inseln“. Die Briten verbesserten die Infrastruktur und führten westliche Verwaltungssysteme ein. Auch das erste griechische Parlament der Neuzeit, das Ionische Parlament, wurde auf Korfu 1855 errichtet. Die 1824 gegründete Ionische Universität ist die älteste der neuzeitlichen griechischen Universitäten.
Moderne – Vereinigung mit Griechenland (1864)
1864 wurden die Ionischen Inseln, damit auch die Stadt Korfu, an Griechenland übergeben – ein Geschenk der Briten zur Krönung von König Georg I. von Griechenland. Seitdem ist Korfu fest in den griechischen Staat integriert, spielte aber weiterhin eine besondere kulturelle Rolle – z. B. als Sommerresidenz europäischer Adeliger.
20. Jahrhundert
Im Zweiten Weltkrieg wurde Korfu mehrfach bombardiert, u. a. durch italienische und deutsche Truppen. Ein Teil der historischen Altstadt wurde stark zerstört. Korfu verlor unter anderem das Stadttheater von Korfu, welches nach dem Vorbild der Mailänder Scala nachempfunden wurde. Nach dem Krieg erholte sich die Insel wirtschaftlich besonders durch den Tourismus und wurde ein beliebtes Ziel europäischer Reisender.
2007 wurde die Altstadt in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
Berühmte Einwohner
- Matthias Johann von der Schulenburg (1661–1747), Generalfeldmarschall im Dienste der Republik Venedig
- Spyridon Xyndas (1812–1896), Komponist
- Napoleon Lambelet (1864–1932), griechisch-britischer Komponist
- Georg von Griechenland (1869–1957), Prinz von Griechenland und Dänemark, geboren auf Korfu im Schloss Mon Repos.
- Sophie von Griechenland (1914–2001), Schwester von Philip, Duke of Edinburgh
- Prinz Philip, Duke of Edinburgh (1921–2021), Prinzgemahl der britischen Königin Elisabeth II.
- Georgios Metallinos (1940–2019), orthodoxer Theologe, Priester, Historiker, Autor und Universitätsprofessor
- Ioannis Spiteris (* 1940), römisch-katholischer Erzbischof von Korfu
- Aristidis Baltas (* 1943), Wissenschaftler und Politiker
- Ronnith Neumann (1948–2024), deutsch-israelische Schriftstellerin und Fotografin
- Alexia von Griechenland (* 1965), Prinzessin von Griechenland, geboren auf Korfu im Schloss Mon Repos.
- Konstantinos Tsilimparis (* 1979), Handballtorwart
- Gaios Skordilis (* 1987), Basketballspieler
- Eleni Dika (* 1995), rhythmische Sportgymnastin
Sehenswürdigkeiten
- Artemistempel
- Alte Festung
Die alte Festung (Palaió Froúrio) wurde im 16. Jahrhundert von den Venezianern erbaut. Um die Festung zu sichern wurde ein Kanal zwischen schützenden Mauern und dem angrenzenden Festland gegraben. Die Festung beherbergte zunächst die ganze Stadt, bis sich diese schließlich Richtung Westen ausdehnte.
- Neue Festung
Baubeginn 1576, Bauende 1645. Es sollen viele unterirdische Gänge unter der Neuen Festung verlaufen, die bis zur Alten Festung reichen und diese miteinander verbinden.
- Alter Palast (1819–1823 erbaut)
- Agios-Spyridonas-Kirche
- Agios-Jason-Sossipatros-Kirche
Die Agios-Jason-Sossipatros-Kirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Sie ist zwei Missionaren geweiht, die das Christentum auf der Insel Korfu verbreiteten.
- Platia Dimarchiu
- Große Platia
- Halbinsel Kanoni mit Blick auf die Klosterinsel Vlacherna und „Mäuseinsel“ Pondikonisi
Weltkulturerbe
| Old Town of Corfu | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe Datei:Welterbe.svg
| |
| Vertragsstaat(en): | Datei:Flag of Greece.svg Griechenland |
| Typ: | Kultur |
| Kriterien: | (iv)
|
| Fläche: | 70 ha |
| Referenz-Nr.: | 978
|
| UNESCO-Region: | Europa und Nordamerika |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 2007 (Sitzung 31) |
Die Altstadt mit einer Fläche von 70 Hektar wurde 2007 zum Weltkulturerbe erklärt. Die Eintragung erfolgte aufgrund des Kriteriums iv.<ref>Old Town of Corfu auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Museen
- Archäologisches Museum
- Banknotenmuseum
- Byzantinisches Museum
- Museum für Asiatische Kunst (Korfu) – umfangreiche historische Sammlung, seit 1927 im St. Michael & St. George Palais
Partnerstädte
- Kruševac, Serbien
- Paphos, Zypern
- Famagusta, Zypern
- Meißen, Deutschland
- Troisdorf, Deutschland
- Brindisi, Italien
- Carovigno, Italien
- Verona, Italien<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Comune di Verona – Grandi Eventi – Gemellaggi e Patti d’Amicizia.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 24. April 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>
- Saranda, Albanien
Abbildungen
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Korfu
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Neue Festung
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Alte Festung
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Altstadt und alte Festung
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Blick auf die Altstadt
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Der Liston – eine Arkadenstraße
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Rathausplatz (Plateia Dimarchiou)
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Denkmal Schulenburgs
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Serbisches Museum
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Denkmal Kapodistrias mit Blick auf die Alte Festung
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St.-Spyridon-Kirche
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Klosterinsel Vlacherna und „Mäuseinsel“ Pondikonisi. Ein Flugzeug setzt zur Landung auf dem angrenzenden Flughafen an.
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Schloss Monrepos
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Maitland-Rotunde
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Venezianischer Brunnen
Klimatabelle
Literatur
- Diana Siebert: Aller Herren Außenposten. Korfu von 1797 bis 1944. Köln 2016, ISBN 978-3-00-052502-5.
Weblinks
- Eintrag auf der Website des Welterbezentrums der UNESCO (englisch und französisch).
- Offizielle Webseite von Korfu
Einzelnachweise
<references />
Kulturerbe: Apollontempel bei Bassae (1986) | Delphi (1987) | Akropolis von Athen (1987) | Frühchristliche und byzantinische Bauten in Thessaloniki (1988) | Antike Stadt Epidauros (1988) | Mittelalterliche Stadt von Rhodos (1988) | Ruinenstadt Mystras (1989) | Olympia (1989) | Insel Delos (1990) | Klöster Daphni, Hosios Lukas und Nea Moni (1990) | Pythagoreion und Heraion von Samos (1992) | Archäologische Stätte Vergina (1996) | Archäologische Stätten von Mykene und Tiryns (1999) | Altstadt von Patmos mit Johanneskloster und Höhle der Apokalypse (1999) | Altstadt von Korfu (2007) | Archäologische Stätte von Philippi (2016) | Zagori-Kulturlandschaft (2023)
Kultur-/Naturerbe: Berg Athos (1988) | Meteora-Klöster (1988)
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- Ehemalige Hauptstadt (Griechenland)
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