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Emil Wachter

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Datei:Emil Wachter Bernau Hans-Thoma-Preis Willy Pragher 1966.jpg
Emil Wachter (1966)
Datei:Emil Wachter - St. Ursula-Kirche, Neuburgweier.jpg
Emil Wachter – Fassade St. Ursula, Neuburgweier

Emil Wachter (* 29. April 1921 in Neuburgweier; † 12. Januar 2012 in Karlsruhe<ref>Personendatenbank der Landesbibliographie Baden-Württemberg. Abgerufen am 13. Dezember 2021.</ref>) war ein deutscher Bildender Künstler. Er wirkte vor allem als Maler, Bildhauer und Hochschullehrer.

Datei:St. Ursula-Kirche, Neuburgweier.jpg
Fenstergestaltung St. Ursula, Neuburgweier

Leben und Wirken

Datei:Autobahnkirche Baden-Baden.JPG
Autobahnkirche St. Christophorus Baden-Baden
Datei:Arbeiten von Emil Wachter an St. Kilian, Osterburken. 14.jpg
Hauptportal St. Kilian in Osterburken.
Datei:Schlossbergsteg Freiburg Breisgau 01.jpg
Freiburg im Breisgau, Betonrelief am Schlossbergsteg

Emil Wachter, Sohn von Anna Wachter, geborene Schindele, und dem Landwirt Gottfried Wachter, war katholisch, studierte nach dem Abitur auf dem Bismarck-Gymnasium in Karlsruhe,<ref>Emil Wachter: Begegnungen. Nürnberg 2000, ISBN 978-3-9805236-4-6, S. 10 und 135.</ref> nach eigenen Angaben unterbrochen durch Kriegsdienst (1941–1944) und Gefangenschaft (Oktober 1944–1946<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 21 und 26.</ref>), von 1940<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 12.</ref> bis 1948 Theologie und Philosophie an der Universität Freiburg. Dann entschied er sich für Malerei und Bildhauerei, die er von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie München und der Akademie Karlsruhe, unter anderem bei Karl Hubbuch und Erich Heckel, studierte.

Ab 1954 war Wachter als frei schaffender Künstler tätig und lehrte von 1958 bis 1963 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo er von 1958 bis 1962 eine Malklasse leitete.<ref>Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 1985, 1293.</ref> Bis 1963 hatte er ein Atelier in der Karlsruher Amalienstraße. Seine Lehrtätigkeit an der Karlsruher Kunstakademie gab er aufgrund zunehmender Differenzen mit Georg Meistermann auf.<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000. S. 70 und 136.</ref>

Wachters Werke wurden in über hundert Einzelausstellungen gezeigt. Seine Themen sind teilweise der christlich-jüdischen Tradition entnommen. Viele Werke Wachters sind in Sakralbauten zu sehen, insbesondere seine vielen Kirchenfenster und die Glockenzier von Kirchenglocken. Auch ganze Kirchengebäude hat Wachter gestaltet. Dabei scheute er den Umgang mit modernen Baustoffen nicht, was sich in seinen Reliefs aus Beton zeigt. Neben den vielfältigen Werken in Sakralbauten schuf Emil Wachter ein immenses Epos weltlicher Malerei, das Tuschen und Aquarelle mit fernöstlicher Anmut und Poesie ebenso umfasst, wie Ölbilder (etliche großformatige Triptychen), die in Farbigkeit und Vielschichtigkeit Landschaften, Menschen und skurrile Tiergestalten zeigen.

Sein Schwager war der Freiburger Studentenpfarrer Wolfgang Ruf, dessen Schwester Pia er im Dezember 1956 heiratete.<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 21 und 136.</ref> 1953 veranstaltete Ruf in Freiburg die erste Ausstellung mit Werken von Wachter.<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 79.</ref>

Seit 1968 war Wachter mit Friedrich Weinreb befreundet.<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 124 und 137.</ref>

1979 wurde er in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gewählt.<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 138.</ref>

Er hat neben seinen leiblichen Kindern, einem Sohn (Felix) und drei Töchtern (Angela, Dorothee und Simone; geb. 1958–1964), auch einen Pflegesohn (* 1948), um den er sich mit seiner Frau gekümmert hatte, da die Eltern bei einem Busunglück ums Leben kamen, als er zwei Jahre alt war.<ref>Emil Wachter: Begegnungen. 2000, S. 136–137.</ref>

Preise und Ehrungen

Posthume Ehrungen

Werke (Auswahl)

Glasfenster

Betonreliefs

Weitere Werke

Brunnen

  • Marienbrunnen, Karlsruhe (1981)<ref>Marienbrunnen. In: Datenbank der Kulturdenkmale Karlsruhe. Abgerufen am 6. März 2025.</ref>
  • Kauzbrunnen, Karlsruhe-Waldstadt (1996)<ref>Kauzbrunnen. In: Datenbank der Kulturdenkmale Karlsruhe. Abgerufen am 6. März 2025.</ref>

Steinmosaike

Deckengemälde

Altarbilder

Glocken

Buchveröffentlichungen

  • Genesis, 101 Lithographien. 1970.
  • Eine schöne Welt, 1976.
  • Höri. Porträt einer Landschaft, 1977.
  • Autobahnkirche Baden-Baden, 1980.
  • Biblische Porträts, 1982.

Emil-Wachter-Radrundweg

Der Bickesheimer Pilgerpfad, auch Emil-Wachter-Rundweg genannt, führt als Radrundweg im Rahmen des Pamina-Radwanderweges an bedeutenden Werken von Emil Wachter vorbei. Der Radweg führt durch die Gemeinden Durmersheim mit Würmersheim, Au am Rhein und Neuburgweier. Die frühen Werke Wachters im nahen Bietigheim sind dabei ausgenommen.<ref>Bickesheimer Pilgerpfad. Abgerufen am 13. Dezember 2021.</ref>

Literatur (Auswahl)

  • Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1293.
  • Nadya Badr: Emil Wachter. Frühe Arbeiten 1942–1955. Karlsruhe 1996.
  • Emil Wachter. Malerei und Zeichnungen 1955–1995. Karlsruhe 1996.
  • Nadya Badr: Emil Wachter. Leben gemalt. Künzelsau 2001.
  • Hermann Schade: Emil Wachter. In: Geist und Leben. 1978.
  • Michael Schlagheck, Günter Berghaus (Hrsg.): Dem Leben auf den Grund gehen. Emil Wachters Adveniat-Krypta in der Essener Münsterkirche. Mit Photos von Felix Wachter. Klartext Verlag, Essen 2002, ISBN 3-89861-156-6.

Weblinks

Commons: Emil Wachter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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