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Georg Stefan Troller

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Datei:Georg-Stefan-Troller-2011-im-ZDF-bei-Vor-30-Jahren.jpg
Georg Stefan Troller in der ZDF-Sendung Vor 30 Jahren, 2011

Georg Stefan Troller (geboren am 10. Dezember 1921 in Wien; gestorben am 27. September 2025 in Paris<ref>Journalistenlegende Georg Stefan Troller gestorben. In: welt.de. 27. September 2025, abgerufen am 27. September 2025.</ref>) war ein österreichisch-US-amerikanischer Schriftsteller jüdischer Herkunft, Fernsehjournalist, Drehbuchautor, Regisseur und Dokumentarfilmer, der seit 1949 seinen Lebensmittelpunkt in Frankreich hatte. Seine subjektive Befragungsweise von Prominenten und anderen Personen wurde zum Vorbild vieler Journalisten, Dokumentarfilmer und Talkshow-Moderatoren.

Leben

Georg Troller war der zweite Sohn von Karl Troller (1884–1975), einem jüdischen Händler von Kürschnerwaren aus Brünn, und dessen Ehefrau Wilhelmine (Vilma) geborener Pick (1894–1973). Karl vertrat in Wien (Neutorgasse 4)<ref>Heimkehrer (Suchanzeige für Norbert Troller). In: Linzer Volksblatt, 24. November 1918, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/lvb</ref> ab ca. 1916 (zeitweise als Gesellschafter) die seit 1884 in Prag in der Michaelsgasse<ref>Hutstafficerin (Stellenanzeige). In: Prager Tagblatt, 17. Juni 1886, S. 15 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ptb</ref> bestehende Hauptniederlassung von Troller’s N. Söhne. Georg Trollers Eltern wohnten zunächst unweit des Firmensitzes an der Adresse Rudolfsplatz 10, übersiedelten später nach Wien-Döbling, Vegagasse 19.<ref>G. S. Troller: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Selbstbeschreibung (Memento vom 29. April 2023 im Internet Archive), S. 9, 2010, (PDF; 114 kB)</ref><ref>Roman Tschiedl: Georg Stefan Troller: Kindheit im Wiener „Fetz’nviertel“, Ö1 Leporello, 5. Juli 2017.</ref> In Wien besuchte er das Gymnasium. Im 1. Bezirk lernte Troller zunächst den Beruf des Buchbinders.<ref>Mein Leben als Buchbinder. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 8. Juli 2012, Bilder und Zeiten (Z1-Z2)</ref>

Als 1938 der Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich erfolgte, wurden die Eigentümer des Unternehmens „N. Troller’s Söhne, Felle im Großen, Wien, 1. Bez., Neutorgasse 4“ Ihres Unternehmens beraubt, ihr Leben wurde bedroht. Georg Stefan Troller floh im Alter von 16 Jahren in die Tschechoslowakei und von dort nach Frankreich, wo er bei Kriegsausbruch interniert wurde. Beim Einmarsch der Deutschen gelang ihm mit zwei anderen Inhaftierten die Flucht aus dem Lager. Sie wollten per Anhalter über die Front und sich den Franzosen anschließen. Sie hatten dabei großes Glück, denn es hielten deutsche Soldaten auf Motorrädern und nahmen sie mit, ohne ihre Ausweise zu kontrollieren. Aus Angst vor Entdeckung vernichtete Troller seine Papiere in einem unbeobachteten Augenblick, was er später sehr bedauerte.<ref>Moritz Aisslinger und Harald Wieser: „So alt bin ich nun auch nicht“ (Interview mit Georg Stefan Troller). In: Die Zeit Nr. 35 vom 15. August 2024. S. 42–43.</ref> 1941 erhielt er in Marseille ein Visum für die USA. Die Eltern konnten über Portugal fliehen. Von 1941 bis 1943 war Troller als Buchbinder tätig. 1943 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und war bis 1946 US-Soldat. Er war am 29. April 1945 an der Befreiung und Dokumentation des KZ Dachau sowie am 1. Mai 1945 an der Einnahme Münchens beteiligt. Aufgrund seiner Deutschkenntnisse wurde er von der US-Armee bei der Vernehmung von Kriegsgefangenen eingesetzt. Zudem wurde er Reporter des Armeesenders Radio München.<ref>Michaela Wilhelm-Fischer: Georg Stefan Troller - Das geheime Drehbuch. 2021 in der Reihe Zeuge der Zeit, ein Biografie-Film mit G.S.T., Minute 7.</ref>

Nach Kriegsende versuchte Troller in Österreich heimisch zu werden, fühlte sich dort jedoch fremd. Beim Wiener Sender Rot-Weiß-Rot initiierte er die Sendereihe XY weiß alles. Danach kehrte er in die USA zurück und studierte von 1946 bis 1949 Anglistik mit Abschluss als B. A. an der University of California und Theaterwissenschaft an der Columbia University in New York, wo er 1949 einen Abschluss als M. A. erhielt.

Ein Fulbright-Stipendium für ein Studium an der Sorbonne in Paris führte Troller 1949 nach Europa. Er war 1951 für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Sorbonne eingeschrieben, doch zum Studium kam es nicht mehr, da er ein Angebot des RIAS Berlin (Rundfunk im amerikanischen Sektor) erhielt, für den er fortan als Hörfunkreporter arbeitete. Ab 1952 war er für Medien aus den USA, Kanada, Österreich und der Bundesrepublik Deutschland Paris-Korrespondent (in Rundfunk, Fernsehen und Presse). In Deutschland wurde er vor allem als WDR-Fernsehreporter in seiner Sendung Pariser Journal (1962–1971) bekannt. Von 1971 an war Troller Sonderkorrespondent des ZDF mit Sitz in Paris. 1972 begann er die ZDF-Sendereihe Personenbeschreibung, in der er im Laufe von 22 Jahren prominente Künstler und unbekannte Zeitgenossen sowie ungewöhnliche Lebensschicksale vorstellte.

Ab 1949 lebte Troller in Paris. Er war Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 2019 erschien in der Literaturzeitschrift Sinn und Form die Druckfassung eines Gesprächs im Begleitprogramm zur Ausstellung „Kinder im Exil“, das am 5. Juli 2016 in der Akademie der Künste geführt wurde. Troller sagte hier: „Ich werde immer wieder gefragt, ob Frankreich oder Amerika meine Heimat ist: Eine Heimat kann man sich nicht wieder aufbauen, das funktioniert nicht.“<ref>Marion Neumann, Die Hoffnung der hoffnungslosen Fälle. Ein Gespräch mit Georg Stefan Troller über Heimat, Emigration und Verwandlung. In: Sinn und Form 1/2019, S. 136–139.</ref>

Zu seinem 100. Geburtstag<ref>Christine Lehnen: Georg Stefan Troller zum 100. Geburtstag. In: dw.com. 10. Dezember 2020, abgerufen am 18. Februar 2024.</ref> wurde er in mehreren Hörfunk- und TV-Beiträgen gewürdigt. 2021 erhielt er nach zahlreichen früheren Ehrungen das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Im Mai 2023 verlieh der PEN Berlin dem 101-jährigen Troller die Ehrenmitgliedschaft.<ref name="orf3317192" />

Das filmische und schriftliche Archiv Georg Stefan Trollers wird in der Deutschen Kinemathek bewahrt.<ref>Deutsche Kinemathek: Georg Stefan Troller | Deutsche Kinemathek. 10. Dezember 1921, abgerufen am 29. September 2025.</ref>

Die Kunst des Interviews

In den 1940er Jahren schrieb Troller kurze Geschichten und Glossen in Paris (einige dieser Texte wurden erst zu Trollers 100. Geburtstag vom Filmwissenschaftler Wolfgang Jacobsen in dem Buch Der Unnötige veröffentlicht),<ref>Der Unnötige. Frühe Texte. In: Verbrecher Verlag. Abgerufen am 18. Mai 2023.</ref> über die der Journalist Helmut Böttiger befand, bereits in ihnen bemerke man „die unverschnörkelte Direktheit, mit der Troller später in seinen Personenbeschreibungen im Fernsehen berühmt wurde, und den differenzierten, genauen Blick sowie die dialogische Kunst seines Pariser Journals“.<ref>deutschlandfunk.de: Georg Stefan Troller - Im Wühlkasten von Paris. Abgerufen am 18. Mai 2023.</ref> Nach eigenen Angaben in 2017 führte Troller zwischen 1200 und 1500 Interviews.<ref>Holfelder, Moritz, Bayerischer Rundfunk: Besuch in Paris: Porträt des Dokumentarfilmers Georg Stefan Troller | BR.de. (Interview, Audio) 4. Mai 2017, abgerufen am 4. Mai 2017 (ab 1:26).</ref> Andere Quellen sprachen später von etwa 2000 Interviews und über 170 Filmen.<ref>Marlena Wessollek, dpa, epd Evangelische Pressedienst: Georg Stefan Troller: Journalist und Filmemacher Georg Stefan Troller ist tot. In: Die Zeit. 27. September 2025, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 28. September 2025]).</ref>

Datei:1990-10-31 Otto Stender, Georg Stefan Troller, Lesung in der Georgsbuchhandlung Hannover.tif
Troller bei einer Lesung in der Georgsbuchhandlung Hannover, 1990

Im Jahr 1962 begann er im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks mit der Produktion des von der ARD gesendeten Pariser Journals. 1971 wurde er Sonderkorrespondent des ZDF in Paris. Dort begann er mit der siebzig Folgen umfassenden TV-Sendereihe Personenbeschreibung, die für das journalistische Genre des Interviews stilbildend wirkte. Anfänglich war seine betont subjektive Befragungsweise unter Fernsehredakteuren verpönt und nur geduldet, denn Dokumentationen hatten stets das Gebot der Neutralität zu erfüllen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein „Menschenfresser“ in Paris (Memento vom 10. August 2011 im Internet Archive), Rencontres, 1. September 2006.</ref> Allmählich wurde seine einfühlsame wie kritische Methode der Personenbefragung jedoch zum Vorbild für viele weitere Journalisten. Ein Beispiel ist die Gesprächsreihe Gero von Boehm begegnet …, die sich in jeder Folge nur einer Persönlichkeit widmete.

Troller war immer daran interessiert, die verborgenen persönlichen Geheimnisse der Interviewten aufzudecken. Die von Journalisten bediente Sensationslust bezeichnete er einmal selbstironisch als „Menschenfresserei, die vom warmen Blut ihrer Opfer lebt“.<ref>In: Georg Stefan Troller: Selbstbeschreibung, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2009, S. 343.
„Denn am Ende – habe ich es einmal gesagt, muß ich auch dazu stehen – sind wir ja alle Menschenfresser. Wir ernähren uns vom warmen Blut unserer Beute, um uns selbst damit zu stärken, das ist der psychologische Vorgang, welches Schutzmäntelchen immer wir ihm umhängen mögen: das der Aufklärung, des Mitleidens oder auch der Sozialreportage.“</ref> Zu seinen Vorbildern zählte er Karl Kraus. Trollers primäre Triebfeder jedoch war es nach eigener Aussage immer, seine natürliche, durch Flucht und Verfolgung gesteigerte Menschenscheu zu überwinden. Indem er ausgewählten Menschen jene zeitlosen Fragen stelle, die er an sich selbst habe, habe er damit auch seinen eigenen Erfahrungshorizont als Mensch und Filmemacher erweitert.<ref>Joachim Mischke: „Reporter-Legende. Im Porträt: Georg Stefan Troller – Wer fragt, lebt“, Hamburger Abendblatt, 27. Juni 2009. Zitat im letzten Abschnitt.</ref> Troller bezeichnete einerseits die Filmkamera als „Moralische Waffe“ für Menschlichkeit, Freiheit und gegen Diktaturen,<ref>Martin Niewendick: 59. Akademie-Gespräch. Keine Kunst: Die Kamera als Menschenfresser. Drei Fernsehfilme von Georg Stefan Troller. In: Pressemitteilungen der Akademie der Künste, Berlin. Akademie der Künste, Berlin, 14. April 2015, abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref><ref>Martin Niewendick: Georg Stefan Troller: "Meine Kamera ist meine Waffe". In: tagesspiegel.de. Verlag Der Tagesspiegel, Berlin, 15. April 2015, abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref> merkte aber auch kritisch an, dass die Kamera ein „Mordgerät“ sei, „die gefährlicher sein kann als ein Gewehr“. Dieses bezog er insbesondere auf die Situation, wenn ein aus mehreren Personen bestehendes Filmteam einem Einzelnen gegenüberstand, was auch „anmaßend“ sein konnte.<ref>Uli Kreikebaum: Die Kamera als Waffe. In: Frankfurter Rundschau Online FR.de. Frankfurter Rundschau, Frankfurt am Main, 8. Januar 2019, abgerufen am 8. Oktober 2025.</ref>

Troller führte journalistische Gespräche mit Jean-Paul Belmondo, Edith Piaf, Konrad Adenauer, Ingrid Bergman, Orson Welles, Marlene Dietrich, Peter Handke, Ron Kovic, Pablo Picasso, Woody Allen, Gisèle Freund, Josephine Baker, Lauren Hutton, Eduard VIII.<ref>Duke of Windsor (Edward VIII) Interview in German | 1966 auf YouTube, abgerufen am 25. April 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref><ref>Georg Stefan Troller trifft den Herzog von Windsor. In: welt.de. 16. Oktober 2022, abgerufen am 25. April 2023.</ref> und vielen weiteren Persönlichkeiten der Zeitgeschichte.<ref>Zeuge der Zeit: Georg Stefan Troller – Das geheime Drehbuch Hausbesuch bei Georg Stefan Troller in dessen Pariser Wohnung aus Anlass seines 100. Geburtstags (59 Min.), 2021. Interview: Andreas Bönte. Buch und Regie: Michaela Wilhelm-Fischer. Redaktion: Helge Freund. Eine Produktion von BR Fernsehen</ref>

Privates

Aus erster, geschiedener Ehe mit der britischen Journalistin Davina Hughes stammt seine älteste Tochter, Fenn. Ab 1976 war er mit der gebürtigen Hamburgerin Kirsten Lerche verheiratet und hatte mit ihr ebenfalls eine Tochter, Tonka. Seine zweite Frau starb 2018<ref>Josef Königsberg: Verschollene Fotos von Georg Stefan Troller: „Das war mein Paris. Das Paris von gestern“. In: Spiegel Online. 9. Dezember 2018, abgerufen am 2. Juni 2019 (Interview).</ref> und wurde auf dem Cimetière de Montmartre beigesetzt.<ref>Georg Stefan Troller: Spiegel-Gespräch mit Hauke Goos und Alexander Smoltczyk, In: Der Spiegel. Nr. 37 vom 11. September 2021, S. 54.</ref> Seine erste Ehefrau, Davina Troller, née Wynne-Hughes, ist in der Nähe seines Grabes beigesetzt.

An Originalschauplätzen drehte Troller eine nachdenkliche Selbstbeschreibung (in erweiterter Form 2009 bei Artemis & Winkler erschienen), die zu seinem 80. und 90. Geburtstag im Bayerischen Fernsehen gezeigt wurde.

Im Jahr 2022 nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft wieder an.<ref>phoenix persönlich: Georg Stefan Troller zu Gast bei Michael Krons. In: youtube.com. Phoenix, 8. April 2022, abgerufen am 12. April 2022.</ref>

„Österreicher jüdischer Herkunft, den Nazis nur knapp entkommen, heute als Amerikaner in Paris lebend, fühlt sich Troller dem deutschen Sprachraum zugehörig“, heißt es auf dem Klappentext eines Buches über ihn.<ref>Susanne Marschall, Bodo Witzke: „Wir sind alle Menschenfresser.“ Georg Stefan Troller und die Liebe zum Dokumentarischen. BoD, Norderstedt 2012, ISBN 978-3-8423-6377-9 (Klappentext).</ref>

Troller starb am 27. September 2025 im Alter von 103 Jahren in Paris.<ref>Autor und Filmemacher Georg Stefan Troller ist tot. In: Der Spiegel. 27. September 2025, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 27. September 2025]).</ref> Zu seiner Bestattung auf dem Friedhof Montmartre kamen zahlreiche Wegbegleiter aus Kunst, Kultur und Journalismus.<ref>Abschied vom Jahrhundertmenschen: Bestattung von Georg Stefan Troller in Paris. Abgerufen am 19. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Werke

Regie

  • 1962–1971: Pariser Journal (50 Folgen)
  • 1967: Seemann im Sattel (2-teilige Biografie Jack Londons)
  • 1968: Wolf ohne Halsband. Bilder aus dem Leben von Paul Gauguin
  • 1968: Tierra y Libertad! Die Mexikanische Revolution
  • 1971–1993: Personenbeschreibung (70 Folgen à 1 Porträt)
  • 1971: Am Rande der bewohnbaren Welt – Das Leben des Dichters Arthur Rimbaud
  • 1972: La Violencia. Gewalt in Guatemala
  • 1973: Knef ’73. Was sie sagt, was sie singt und wie man über sie spricht
  • 1978: Schauplätze der Weltliteratur. Madame Bovary in der Normandie
  • 1980: Vive la vie. Arthur Rubinstein im Gespräch
  • 1981: Karl Kraus – verhaßt, verliebt. (Auch Drehbuch)
  • 1984: Die rote Jungfrau. Aus dem Leben der kommunistischen Mystikerin Simone Weil
  • 1984: Robert Badinter – Das Ende der Guillotine. (Auch Drehbuch)
  • 1985: Stan Rivkin – Der letzte Kopfgeldjäger. (Auch Drehbuch)
  • 1991: Père Aristide – Letzte Chance für Haiti. (Auch Drehbuch)
  • 1992: Guatemala – Land im Todesfieber
  • 1993: Mord aus Liebe. (Auch Drehbuch)
  • 1993–1999: Zeugen des Jahrhunderts (je eine Sendung mit Gisèle Freund, Georg K. Glaser, Nachum Tim Gidal, George Weidenfeld, Paul Parin)
  • 1995: Liebe in Hollywood. (Auch Drehbuch)
  • 1995: Unter Deutschen. Eindrücke aus einem fremden Land. (Auch Drehbuch)
  • 1998: Wolfgang Clement. Ein deutscher Politiker. (Auch Drehbuch)
  • 1998–2003: Hollywood-Profile. (Je ein Film über Lauren Hutton, John Malkovich, Isabella Rossellini, Kirk Douglas, Woody Allen, Andy García) (Auch Drehbuch)
  • 1999: Bennent mal vier – Porträt einer berühmten Familie. (Auch Drehbuch)
  • 2001: Selbstbeschreibung. An Originalschauplätzen in Wien, Prag und Paris („Autobiofilmie“ nach eigener Buchvorlage, vgl. 1988, 2009)
  • 2001: Amok! (Auch Drehbuch)
  • 2003: Loki Schmidt – Leben als Abenteuer
  • 2004: Tage und Nächte in Paris. (Auch Drehbuch)<ref>Tage und Nächte in Paris. In: filmportal.de</ref>

Drehbücher

außerhalb eigener Regiearbeiten

  • 1973: Ein junger Mann aus dem Innviertel. Regie: Axel Corti. Dokumentarspiel über die Jugend von Adolf Hitler
  • 1976: Der junge Freud. Regie: Axel Corti
  • 1981: Wohin und zurück – An uns glaubt Gott nicht mehr. Trilogie über die eigene Emigration, Regie: Axel Corti, Drehbuch zusammen mit Axel Corti
  • 1986: Wohin und zurück – Santa Fe. Regie: Axel Corti, Drehbuch zusammen mit Axel Corti. Buchausgabe: Santa Fe – Ein Drehbuch. Fernsehspiel-Bibliothek, Residenz-Verlag, Salzburg 1985
  • 1986: Wohin und zurück – Welcome in Vienna. Regie: Axel Corti, Drehbuch zusammen mit Axel Corti
  • 2002: Gebürtig. Mit Robert Schindel<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Presseheft zu „Gebürtig“ (Memento vom 29. Dezember 2006 im Internet Archive), 2004, PDF-Datei, 24 S. Die Handlung spielt im Jahr 1987. Österreich zur Zeit der Waldheim-Ära.</ref>
  • 2009: Wohin und zurück – Die Axel-Corti-Trilogie. Buchausgabe der drei Drehbücher An uns glaubt Gott nicht mehr, Santa Fe und Welcome in Vienna. Mit einem Nachwort von Ruth Beckermann. Verlag der Theodor Kramer Gesellschaft.

Bücher, Hörbücher

Autobiographie

  • Selbstbeschreibung. Rasch & Röhring, Hamburg 1988, ISBN 978-3-89136-149-8
  • Selbstbeschreibung. Ergänzte Neuauflage, Artemis & Winkler, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-538-07276-3, auch selbst verfilmt
  • Unterwegs auf vielen Straßen. Erlebtes und Erinnertes, Edition Memoria, Köln 2016, ISBN 978-3-930353-36-1
  • Meine ersten 100 Jahre. Neue Geschichten und Berichte, Edition Memoria, Köln 2021, ISBN 978-3-930353-41-5

Paris, Frankreich, Wien

  • Pariser Journal. Ein unkonventioneller Parisführer. Marion von Schröder, Hamburg 1966
  • Pariser Gespräche. Prominenteninterviews. Marion von Schröder, Hamburg 1967
  • Mein Paris. Bildband. Fischer, Frankfurt am Main 1970. Überarbeitete Ausgabe ebenda 1973
  • Pariser Geschichten. Schwann, Düsseldorf 1972
  • Frankreich: Schönheiten und Schätze. Umschau, Frankfurt 1984
  • mit Artur Kittlitz jr: Unbekanntes Paris. Jenseits von Montparnasse. Ein Spaziergang durch das letzte „Pariser Dorf“. Düssel-Art, Düsseldorf 2000, ISBN 3-9806851-1-X
  • Dichter und Bohemiens. Literarische Streifzüge durch Paris. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2003, ISBN 3-538-07149-7
    - Inhaltsangabe von 3sat
  • Das fidele Grab an der Donau. Mein Wien 1918–1938. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2004, ISBN 3-538-07188-8. Auch als von Troller gesprochene Audio-CD: Delta Music, Frechen 2006, ISBN 3-86538-227-4
  • Paris geheim. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-538-07262-6
  • Pariser Geschichten. Hörbuch, Patmos Audio, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-491-91295-3
  • Pariser Esprit. Anaconda, Köln 2010, ISBN 978-3-86647-474-1
  • Ein Traum von Paris: Frühe Texte und Fotografien. Corso, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-7374-0743-4

Begegnungen und Personenbeschreibungen

  • mit Robert Lebeck (Fotograf): Der Abenteurer. Das kurze, wilde Leben des Jack London. Bertelsmann, Gütersloh 1968, DNB 458444049.
  • Personenbeschreibung: Tagebuch mit Menschen. Rasch & Röhring, Hamburg 1990
  • Ihr Unvergesslichen. 22 starke Begegnungen. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2006, ISBN 3-538-07216-7
  • Lebensgeschichten. Die Stars, Die Heiligen, Die Poeten, Die Sünder, Die Autoren, Die Künstler. Artemis & Winkler, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-538-07247-3
  • Liebe, Lust und Abenteuer. 97 Begegnungen meines Lebens. Corso, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-7374-0754-0

Erzählung

  • Vogelzug zu anderen Planeten: Der kleine Prinz und sein Fuchs treffen Pinocchio, Max und Moritz, Lolita und weitere, Karl Rauch, Düsseldorf 2011, ISBN 978-3-7920-0153-0
  • Der Unnötige. Frühe Texte, Verbrecher Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-95732-537-2

Auszeichnungen

Datei:Boulevard der Stars - Georg Stefan Troller.JPG
Stern von Georg Stefan Troller auf dem Boulevard der Stars in Berlin

Literatur

  • Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1262.
  • Gero von Boehm: Georg Stefan Troller. 7. November 2004. Interview in: Begegnungen. Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Collection Rolf Heyne, München 2012, ISBN 978-3-89910-443-1, S. 415–425.
  • Susanne Marschall, Bodo Witzke: „Wir sind alle Menschenfresser.“ Georg Stefan Troller und die Liebe zum Dokumentarischen. BoD, Norderstedt 2012, ISBN 978-3-8423-6377-9.
  • Christian Hißnauer: Personen beschreiben, Leben erzählen – Die Fernsehporträts von Georg Stefan Troller und Hans-Dieter Grabe. Springer VS, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-17316-6
  • Marion Neumann, Die Hoffnung der hoffnungslosen Fälle. Ein Gespräch mit Georg Stefan Troller über Heimat, Emigration und Verwandlung. In: Sinn und Form 1/2019, S. 136–139
  • Christoph Amend: «Alte Freunde sind erstaunt, dass ich immer noch da bin». Der Autor Georg Stefan Troller, 98, blickt zurück auf sein Jahrhundertleben, in: Zeit-Magazin, Beilage zu Die Zeit, Hamburg, Nr. 6, 30. Januar 2020, S. 14 bis 23.

Filmporträts

Weblinks

Interviews

Regiearbeiten

Einzelnachweise

<references />

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