Madge Syers
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Madge Syers auf dem Eis (Foto 1915 in | ||||||||||||||||||||||
| Voller Name | Florence Madeleine Syers Cave | |||||||||||||||||||||
| Nation | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | |||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 16. September 1881 | |||||||||||||||||||||
| Geburtsort | London | |||||||||||||||||||||
| Sterbedatum | 9. September 1917 | |||||||||||||||||||||
| Sterbeort | Weybridge | |||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Disziplin | Einzellauf, Paarlauf | |||||||||||||||||||||
| Partner/in | Edgar Syers | |||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||
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Florence Madeleine „Madge“ Syers, geb. Cave (* 16. September 1881 in London; † 9. September 1917 in Weybridge) war eine britische Eiskunstläuferin, die im Einzellauf und im Paarlauf startete. Sie ist die erste Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Eiskunstlauf der Damen.
Werdegang
Madge Syers war eines von 15 Kindern des wohlhabenden Edward Jarvis Cave. Wie viele andere junge Mädchen in gehobener Stellung begann sie in Prince’s Skating Rink in Knightsbridge Schlittschuhe zu laufen. Anders als die anderen Mädchen nahm sie diese Betätigung aber ernst und durch den Sport lernte sie auch ihren späteren Ehemann, den Sportfunktionär, Eiskunstläufer und Eiskunstlauftrainer Edgar Syers kennen, der 19 Jahre älter war und einen großen Einfluss auf ihre eiskunstläuferische Entwicklung nahm. Er ermunterte sie, den altmodischen englischen Stil mit seinen minimalen Körperbewegungen aufzugeben und den modernen, freien und fließenden internationalen Stil anzunehmen, den Jackson Haines populär gemacht hatte. So wurde sie schnell zur besten Eiskunstläuferin der Welt. Im Jahr 1899 gewann sie den ersten britischen Paarlaufwettbewerb zusammen mit ihrem Ehemann. Im gleichen Jahr heiratete das Paar, nachdem Edgar Syers gerade Bronze bei der Weltmeisterschaft in Davos gewonnen hatte. Bei einem der ersten internationalen Paarlaufwettbewerbe wurde das Paar in Berlin Zweite.
Obwohl das Eiskunstlaufpaar eine recht erfolgreiche Kombination bildete, waren es die Einzelwettbewerbe, die Madge Syers zur Berühmtheit werden ließen. Da es bei Weltmeisterschaften zu dieser Zeit nur eine Herrenkonkurrenz gab, aber keine Regel, die es Frauen explizit verbot, teilzunehmen, gab sie, als sie diese Lücke im Reglement entdeckt hatte, sensationell ihre Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1902 im heimischen London bekannt. Zu dieser Zeit war es unerhört für Frauen an Sportwettbewerben teilzunehmen und daher hatten die Offiziellen der Internationalen Eislaufunion (ISU) überhaupt nicht daran gedacht, dass eine Frau jemals auch nur versuchen würde, teilzunehmen. Die Teilnahme wurde vom britischen Verband, der National Skating Association, erstritten. Syers’ Ehemann war Generalsekretär des Verbandes.
Die größte Sensation schaffte Syers dann allerdings im Wettbewerb, wo sie im knöchellangen Rock Vizeweltmeisterin hinter Ulrich Salchow wurde. Dieser war angeblich so beeindruckt von ihrer Leistung, dass er ihr seine Goldmedaille schenkte. Nach ihrer Teilnahme schlossen die Organisatoren das Schlupfloch im Reglement und erließen eine Regel, die es Frauen verbot, in der Herrenkonkurrenz teilzunehmen. Sie begründeten dies damit, dass die langen Röcke der Damen es zu schwer für die Punktrichter machten, die Beinarbeit korrekt einzuschätzen. 1905 wurde dann eine eigene Damenkonkurrenz ins Leben gerufen, die allerdings erst 1920 im Nachhinein als offizieller Weltmeisterschaftswettbewerb Anerkennung fand. Madge Syers wurde 1906 in Davos somit die erste Eiskunstlaufweltmeisterin der Geschichte. Ein Jahr später verteidigte sie ihren Titel in Wien, wie schon im Vorjahr vor Jenny Herz und Lily Kronberger.
Syers gewann im Jahr 1903 auch die erste britische Meisterschaft im Eiskunstlaufen. Auch hier gab es nur eine Herrenkonkurrenz. Sie verwies Horatio Torromé auf den zweiten Platz und ein Jahr später ihren Ehemann, um den Titel zu verteidigen.
Syers ging als klare Favoritin zu den Olympischen Spielen 1908 in London und wurde dort schließlich erste Olympiasiegerin im Eiskunstlauf der Damen. Alle fünf Punktrichter setzten sie sowohl in den Pflichtfiguren wie auch in der Kür auf Platz eins. Mit 27 Jahren ist sie bis heute die älteste Olympiasiegerin im Dameneinzel.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann nahm Syers auch im Paarlaufwettbewerb der Olympischen Spiele teil und gewann Bronze hinter den ersten Olympiasiegern im Paarlauf Anna Hübler und Heinrich Burger aus dem Deutschen Kaiserreich und ihren Landsleuten Phyllis Johnson und James H. Johnson. Syers ist – neben dem Deutschen Ernst Baier, dem dies 1936 gelang – einer von nur zwei Menschen und die einzige Frau, die bei ein und denselben Olympischen Spielen Medaillen sowohl im Einzel- als auch im Paarlauf gewinnen konnten.
Nach den Olympischen Spielen nahm Madge Syers, die auch eine ausgezeichnete Schwimmerin und Reiterin war, aufgrund von Herzproblemen Abschied vom aktiven Sport. Sie starb 1917 mit nur 35 Jahren an einer Grippe.
Ergebnisse
Einzellauf
| Wettbewerb/Jahr | 1902 | 1903 | 1904 | 1905 | 1906 | 1907 | 1908 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Olympische Spiele | 1. | ||||||
| Weltmeisterschaften | 2.* | 1. | 1. | ||||
| Britische Meisterschaften | 1.* | 1.* |
* In der Herrenkonkurrenz, da es noch keine Damenkonkurrenz gab
Paarlauf
(mit Edgar Syers)
| Wettbewerb/Jahr | 1908 |
|---|---|
| Olympische Spiele | 3. |
Weblinks
- Vorlage:Olympedia
- Eduard Hoffmann: Vor 100 Jahren gestorben – Madge Syers, erste Olympiasiegerin im Eiskunstlauf. Deutschlandfunk-Sendung „Kalenderblatt“, 9. September 2017
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Vorlage:Klappleiste/Anfang 1908: Datei:Flag of the United Kingdom.svg Madge Syers | 1920: Schweden Magda Julin | 1924: Datei:Flag of Austria.svg Herma Szabó | 1928: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1932: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1936: Datei:Flag of Norway.svg Sonja Henie | 1948: Datei:Canadian Red Ensign (1921-1957).svg Barbara Ann Scott | 1952: Vereinigtes Königreich Jeannette Altwegg | 1956: Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Tenley Albright | 1960: Datei:US flag 49 stars.svg Carol Heiss | 1964: Niederlande Sjoukje Dijkstra | 1968: Vereinigte Staaten Peggy Fleming | 1972: Österreich Trixi Schuba | 1976: Vereinigte Staaten Dorothy Hamill | 1980: Datei:Flag of East Germany.svg Anett Pötzsch | 1984: Datei:Flag of East Germany.svg Katarina Witt | 1988: Datei:Flag of East Germany.svg Katarina Witt | 1992: Vereinigte Staaten Kristi Yamaguchi | 1994: Ukraine Oksana Bajul | 1998: Vereinigte Staaten Tara Lipinski | 2002: Vereinigte Staaten Sarah Hughes | 2006: Japan Shizuka Arakawa | 2010: Vorlage:KOR-1997 Kim Yu-na | 2014: Russland Adelina Sotnikowa | 2018: Datei:Olympic flag.svg Alina Sagitowa | 2022: Vorlage:ROC Anna Schtscherbakowa | 2026: Vereinigte Staaten Alysa Liu Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1906–07: Madge Syers | 1908–11: Lily Kronberger | 1912–14: Opika von Méray Horváth | 1922–26: Herma Szabó | 1927–36: Sonja Henie | 1937: Cecilia Colledge | 1938–39: Megan Taylor | 1947–48: Barbara Ann Scott | 1949–50: Alena Vrzáňová | 1951: Jeannette Altwegg | 1952: Jacqueline du Bief | 1953: Tenley Albright | 1954: Gundi Busch | 1955: Tenley Albright | 1956–60: Carol Heiss | 1962–64: Sjoukje Dijkstra | 1965: Petra Burka | 1966–68: Peggy Fleming | 1969–70: Gabriele Seyfert | 1971–72: Trixi Schuba | 1973: Karen Magnussen | 1974: Christine Errath | 1975: Dianne de Leeuw | 1976: Dorothy Hamill | 1977: Linda Fratianne | 1978: Anett Pötzsch | 1979: Linda Fratianne | 1980: Anett Pötzsch | 1981: Denise Biellmann | 1982: Elaine Zayak | 1983: Rosalynn Sumners | 1984–85: Katarina Witt | 1986: Debi Thomas | 1987–88: Katarina Witt | 1989: Midori Itō | 1990: Jill Trenary | 1991–92: Kristi Yamaguchi | 1993: Oksana Bajul | 1994: Yuka Satō | 1995: Chen Lu | 1996: Michelle Kwan | 1997: Tara Lipinski | 1998: Michelle Kwan | 1999: Marija Butyrskaja | 2000–01: Michelle Kwan | 2002: Irina Sluzkaja | 2003: Michelle Kwan | 2004: Shizuka Arakawa | 2005: Irina Sluzkaja | 2006: Kimmie Meissner | 2007: Miki Andō | 2008: Mao Asada | 2009: Kim Yu-na | 2010: Mao Asada | 2011: Miki Andō | 2012: Carolina Kostner | 2013: Kim Yu-na | 2014: Mao Asada | 2015: Jelisaweta Tuktamyschewa | 2016–17: Jewgenija Medwedewa | 2018: Kaetlyn Osmond | 2019: Alina Sagitowa | 2021: Anna Schtscherbakowa | 2022–24: Kaori Sakamoto | 2025: Alysa Liu | 2026: Kaori Sakamoto Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1903–1904: Madge Syers | 1905–1906: Horatio Torromé | 1907: John Keiller Greig | 1908: Dorothy Greenhough-Smith | 1909–1910: John Keiller Greig | 1911: Dorothy Greenhough-Smith | 1912: Arthur Cumming | 1913: Basil Williams | 1914: Arthur Cumming | 1921: Phyllis Johnson | 1922–1931: John Page | 1932: Ian Bowhill | 1933: John Page | 1934–1946: Graham Sharp | 1947: Arthur Apfel | 1948: Graham Sharp | 1949–1950: Michael Carrington | 1952: Adrian Swan | 1953–1958: Michael Booker | 1959: David Clements | 1960, 1962: Robin Jones | 1963: Malcolm Cannon | 1964–1965: Hywell Evans | 1966: Malcolm Cannon | 1967–1968: Michael Williams | 1969–1970: Haig Oundjian | 1971: John Curry | 1972: Haig Oundjian | 1973–1976: John Curry | 1977–1980: Robin Cousins | 1981: Christopher Howarth | 1982–1984: Mark Pepperday | 1985–1986: Steven Pickavance | 1987–1988: Paul Robinson | 1989: Christian Newberry | 1990–1996: Steven Cousins | 1997: Neil Wilson | 1998: Steven Cousins | 1999: Clive Shorten | 2000: Neil Wilson | 2001: Alan Street | 2002: Matthew Davies | 2003: Neil Wilson | 2004: Matthew Davies | 2005–2007: John Hamer | 2008: Elliot Hilton | 2009–2010: Matthew Parr | 2011: David Richardson | 2012: Jason Thompson | 2013–2014: Matthew Parr | 2015–2016: Phillip Harris | 2017: Graham Newberry | 2018: Phillip Harris | 2019: Graham Newberry | 2020: Peter James Hallam | 2021: kein Wettbewerb | 2022–2023: Graham Newberry | 2024–2025: Edward Appleby Vorlage:Klappleiste/Ende
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Syers, Madge |
| ALTERNATIVNAMEN | Syers, Florence Madeleine (vollständiger Name); Cave, Florence Madeleine (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | britische Eiskunstläuferin |
| GEBURTSDATUM | 16. September 1881 |
| GEBURTSORT | London |
| STERBEDATUM | 9. September 1917 |
| STERBEORT | Weybridge |
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- Olympiateilnehmer (Vereinigtes Königreich)
- Brite
- Geboren 1881
- Gestorben 1917
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