Helma Knorscheidt
Helma Teuscher (* 31. Dezember 1956 in Nauendorf als Helma Knorscheidt) ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin, die – für die DDR startend – Anfang der 1980er-Jahre zu den weltbesten Kugelstoßerinnen gehörte.
Leben
Helma Knorscheidt startete für den SC Chemie Halle. Bei der Universiade gewann sie 1979 in Mexiko-Stadt Silber und 1981 in Bukarest Gold. Bei den Halleneuropameisterschaften 1981 in Grenoble wurde sie Dritte und bei den Europameisterschaften 1982 in Athen Sechste (20,10 – 19,64 – 20,21 – ungültig – 20,15 – 20,21 m). 1983 gewann sie bei den Halleneuropameisterschaften in Budapest Silber. Ihr größter Erfolg ist die Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften 1983 in Helsinki (20,30 – 20,70 m – 20,55 – 20,47 – ungültig – 20,25).
In ihrer Wettkampfzeit war sie 1,76 m groß und wog 90 kg. 1984 wurde sie mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.<ref>Neues Deutschland, 1./2. September 1984, S. 4</ref> In den nach der Wende öffentlich gewordenen Unterlagen zum Staatsdoping in der DDR fand sich bei den gedopten Sportlerinnen auch ihr Name.<ref>Brigitte Berendonk: Doping. Von der Forschung zum Betrug. Reinbek 1992, ISBN 3-499-18677-2, S. 182</ref><ref>Leichtathletik: Einblick ins Gruselkabinett. In: Der Spiegel. Nr. 1, 1998 (online).</ref>
Als Seniorin war Helma Teuscher weiter sportlich aktiv. Zu ihren größten Erfolgen zählen der Titel im Kugelstoßen W50 zu den XVII. Weltmeisterschaften der Senioren 2007 in Riccione (Italien) mit 14,40 m (3-kg-Kugel),<ref>Ergebnisübersicht der XVII. Leichtathletik WM der Senioren 2007. (PDF; 2,8 MB) Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. März 2012; abgerufen am 23. März 2011.</ref> sowie der Kugelstoßeuroparekord W50 zur Senioren-EM 2008 in Ljubljana mit 14,94 m.<ref>Ergebnisprotololl zur EM der Senioren 2008 in Ljubljana. (PDF; 1,0 MB) Abgerufen am 23. März 2011.</ref><ref>Europarekord durch Helma Teuscher auf leichtathletik.de vom 27. Juli 2008</ref> Letzterer wurde 2009 von Alexandra Marghieva übertroffen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />All Time Ranking Kugelstoßen Frauen ( vom 21. November 2010 im Internet Archive) bei mastersathletics.net</ref>
Literatur
- Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft.
Einzelnachweise
<references />
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Der Wert des Parameters
archive-todaymuss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. bei der IAAF (englisch) - <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite mit Wettkampfergebnissen von Helma Knorscheidt ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)
- Wettkampfprotokoll WM 1983
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Knorscheidt, Helma |
| ALTERNATIVNAMEN | Teuscher, Helma |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kugelstoßerin |
| GEBURTSDATUM | 31. Dezember 1956 |
| GEBURTSORT | Nauendorf (Saalekreis) |
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- DDR-Meister (Leichtathletik)
- Sieger bei den World University Games (Leichtathletik)
- Kugelstoßer (DDR)
- Sportler (Halle (Saale))
- Doping in der DDR
- Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Bronze
- DDR-Bürger
- Deutscher
- Geboren 1956
- Frau
- Teilnehmer der Sommer-Universiade 1979
- Teilnehmer der Sommer-Universiade 1981
- Universiadeteilnehmer (DDR)