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Bad Salzelmen

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Bad Salzelmen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Bad+Salzelmen 52° 0′ N, 11° 43′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 0′ 7″ N, 11° 43′ 4″ O
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Höhe: 57 m ü. NN
Eingemeindung: 1932
Postleitzahl: 39218
Vorwahl: 039200
Datei:Bad Salzelmen in Schönebeck.svg
Karte
Lage von Bad Salzelmen in Schönebeck (Elbe)
Datei:Karte von Salze.tif
„Plan der Stadt Saltze : im Herzogthum Magdeburg“ (um 1750)
Datei:Badehaus Bad Salzelmen 1822.jpg
J. W. Tolberg: Das Soolbad zu Elmen. Seine Geschichte und jetzige Einrichtung nebst Anweisung zum zweckmäßigen Gebrauch desselben und der damit verbundenen künstlichen Bäder, 1822. Titelblatt mit einer Abbildung des Badehauses.
Datei:Schönebeck Bad Salzelmen Sol- u Moorbad.jpg
Kuranlagen in den 1920er Jahren

Bad Salzelmen ist seit 1932 ein Stadtteil von Schönebeck (Elbe) im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt und staatlich anerkannter Kurort mit dem Status eines „Heilbads“. Es entstand 1894 durch die Zusammenlegung der Orte Groß Salze und Elmen zur Stadt Groß Salze, diese wurde 1926 in „Bad Salzelmen“ umbenannt.

Geschichte

Bad Salzelmen kann auf eine mehr als 800-jährige Geschichte der Salzgewinnung zurückblicken. In Elmen wurde bereits im 12. Jahrhundert Sole gefördert. Mit dem „weißen Gold“ gewannen die Pfänner oder später auch Salzgrafen genannt großen Einfluss auf den Ort. Als Pfännerschaft waren sie nicht nur eine gewerbliche Vereinigung, sondern sprachen als Obrigkeit auch Recht. Von dem Reichtum und der Macht der Pfänner zeugen noch heute Teile der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert, das ehemalige Rathaus aus dem 15. Jahrhundert sowie die Johanniskirche von Mitte des 15. Jahrhunderts. Im Rathaus befindet sich heute das Salzlandmuseum. 1680 ging die Stadt Groß Salze an das brandenburg-preußische Herzogtum Magdeburg. Groß Salze war als sogenannte Immediatstadt der Regierung des Herzogtums direkt unterstellt und lag im Holzkreis. Zwischen 1756 und 1765 wurde das Gradierwerk mit einer Gesamtlänge von 1837 Metern erbaut, es ist damit das größte jemals gebaute. Die damals ansässige „Königlich Preußische Saline“ war das größte staatliche Unternehmen Preußens. 1776 wurde der 32 Meter hohe Soleturm in der Nähe des Gradierwerks gebaut. Er diente der Soleförderung mittels einer holländischen „Windkunst“. Die Saline war mit dem Schönebecker Hafen durch eine Betriebseisenbahn verbunden.

Durch die Entdeckung der Heilwirkung von Sole durch Johann Wilhelm Tolberg begann die Geschichte des Kurstandortes Bad Salzelmen. 1802 wurde hier das erste Soleheilbad Deutschlands eröffnet.<ref>Handbuch des Gesundheitstourismus in Sachsen-Anhalt. In: Tourismus-Studien Sachsen-Anhalt. Band 4. Magdeburg-Schönebeck 2001, S. 48–69 (hs-harz.de [PDF; abgerufen am 3. Dezember 2025]).</ref> 1815 wurde Ernst Leopold Fabian zum Salzamtinspektor ernannt. Ab 1817 gehörte der Ort zum Kreis Calbe im Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen.

Die Sole wurde durch Ausspülung unter Tage gewonnen. Die so entstandenen Kavernen („Graf-Moltke-Schacht“) dienten später als unterirdische Inhalationsräume und während der letzten Jahre des Zweiten Weltkrieges zur Lagerung u. a. von Museumsbeständen der Staatlichen Museen Berlin und von Archivgut der Deutschen Akademie und des Preußischen Geheimen Staatsarchivs.

Die Gewinnung der Sole zum Zwecke der Salzerzeugung wurde 1967 eingestellt, die Sole ist aber noch immer die Grundlage für den Kurbetrieb. Von dem ursprünglichen Gradierwerk sind heute noch 300,4 Meter erhalten, die als Freiluft-Inhalatorium dienen. An das Gradierwerk ist in südwestlicher Richtung ein Inhalatorium angebaut. Der „Solepark“ mit dem Erholungsbad „Solequell“, dem Kurmittelhaus „Lindenbad“ und dem „Kunsthof“ (zum Teil im Soleturm) sind heute Anziehungspunkte für Erholungssuchende und Kurgäste. Die 1995 erbaute Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen ist Zentrum moderner Rehabilitationsmedizin im Bereich Solebehandlung.

Auf Grundlage der Kurorteverordnung der DDR vom 3. August 1967 war Bad Salzelmen bereits vor 1990 ein staatlich anerkannter Kurort.<ref>Touristische Entwicklung in Sachsen-Anhalt. (PDF) Drucksache 1/3142, Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage Drs. 1/2943 der Fraktionen der CDU und F.D.P. vom 03.09.1993. In: landtag.sachsen-anhalt.de. Landtag von Sachsen-Anhalt, 3. November 1993, S. 2, abgerufen am 3. Dezember 2025.</ref> Auf Grundlage der Kurort-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vom 8. September 1993 wurde dieser Status ab 1994 vorläufig<ref>Entwicklung des Kur- und Bäderwesens in Sachsen-Anhalt. (PDF) Drucksache 2/1355, Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage Drs. 2/1230 von Elke Lindemann (SPD) zur schriftlichen Beantwortung. In: landtag.sachsen-anhalt.de. Landtag von Sachsen-Anhalt, 19. September 1995, S. 18–20, abgerufen am 3. Dezember 2025.</ref> und 2005 mit dem Prädikat eine „Heilbads“ endgültig bestätigt.<ref>Heilbäder. (PDF) In: lvwa.sachsen-anhalt.de. Landesportal Sachsen-Anhalt, Januar 2023, abgerufen am 3. Dezember 2025.</ref>

Salzamtsdirektoren in Schönebeck

Persönlichkeiten

Weblinks

Commons: Bad Salzelmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Bad Salzelmen | Elbenau | Felgeleben | Frohse | Grünewalde | Plötzky | Pretzien | Ranies | Schönebeck (Elbe) | Sachsenland

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