Zum Inhalt springen

Theo Jansen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 4. Februar 2024 um 12:00 Uhr durch imported>Crazy1880 (dafür kein HTML (ID 11)).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Jansen Theo Hannover.jpg
Theo Jansen mit Strandbeest in Hannover, 2007
Datei:Jansen-Strandbeest.jpg
Auf Sand selbsttätig gehendes Strandbeest auf dem Linzer Hauptplatz anlässlich der Ars Electronica 2005

Theo Jansen (* 17. März 1948 in Scheveningen<ref>https://rkd.nl/nl/explore/artists/41813</ref>) ist ein niederländischer Künstler, der Kunst, evolutionaristische Bionik und Ingenieurwissenschaften kombiniert.

Leben

Jansen wuchs in Scheveningen auf.<ref name="tny" /> Er war das jüngste von elf Kindern.<ref name="nyt" />

Jansen studierte sieben Jahre lang<ref name="nyt" /> Physik an der Universität Delft, verließ die Universität aber 1974 ohne Abschluss.<ref name="tny" /> Nach dem Studium begann er als Künstler zu arbeiten. Zunächst beschäftigte er sich ausschließlich mit Malerei.<ref name="CyberArts05">ARS ELECTRONICA ARCHIVE – PRIX. BEACH ANIMALS / STRANDBEESTEN. Abgerufen am 7. März 2020.</ref> 1980 baute er eine „Fliegende Untertasse“, die er über Delft fliegen ließ und damit für große Aufregung sorgte.<ref name="tny" /><ref name="ufo" />

Seit 1990 entwickelt er kinetische Kunstobjekte, die er Strandbeesten (‚Strandtiere‘) nennt. Es handelt sich um gehende Maschinen, die aus gelben Plastikrohren, Kabelbindern, Nylonfäden und Klebebändern konstruiert sind.<ref>Lawrence Weschler: Theo Jansen’s Lumbering Life-Forms Arrive in America in der New York Times, 26. November 2014</ref> Die Umwandlung von einer geradlinigen Bewegung in eine Drehbewegung (und umgekehrt) erfolgt dabei über Koppelgetriebe. Die für ihre Bewegung notwendige Energie beziehen sie aus dem Wind oder Druckluft. Die zum Teil Tieren ähnlich sehenden und an Fabelwesen erinnernden skelettartigen Gebilde befinden sich nach Angaben des Künstlers bereits in der 7. Generation einer Evolution in Richtung „eigenständig lebender Wesen“. Die Strandbeesten können sich grob an ihrer Umwelt orientieren. So verankern sie sich bei einem aufkommenden Sturm selbstständig im Sand, erkennen mit ihren Fühlern Hindernisse und ändern die Laufrichtung, wenn sie ins Wasser geraten.

Für seine innovative kinetische Kunst bekam Theo Jansen den Sonderpreis der Prix Ars Electronica 2005 zugesprochen.<ref name="CyberArts05" /> Weitläufig bekannt wurde er 2007 durch den Werbespot der Automarke BMW.<ref>BMW-Magazin Online 3/2007</ref>

Theo Jansen war ein Redner auf der TED (Konferenz) 2007.<ref>http://www.ted.com/speakers/theo_jansen</ref>

Theo Jansen spielt Gitarre und singt in der niederländischen Band Mbungo Express.<ref>http://www.kuomboka.nl/mbungo.htm</ref>

In einer 2016 erstmals ausgestrahlten Episode der Simpsons war Theo Jansen als Gaststar zu sehen.<ref>https://simpsonswiki.com/wiki/The_Nightmare_After_Krustmas</ref>

Literatur

  • Theo Jansen: The Great Pretender. Eigenverlag, 10. Auflage 2007, ISBN 978-90-6450-630-7 (nld. Ausgabe De Grote Fantast)<ref name="shop" />
  • Lena Herzog, Theo Jansen, Lawrence Weschler: Strandbeest. Die Traummaschinen von Theo Jansen. TASCHEN, 2014, ISBN 978-3-8365-4849-6

Medien

  • Works of Art – Theo Jansen. DVD, Eigenverlag<ref name="shop">Strandbeest Web Shop</ref>
  • Strandbeesten. Dokumentarfilm, Alexander Schlichter, Aplusfilm, 32 min (Wettbewerb des XVI. Internationalen Film Festivals of the Art of Cinematography, CAMERIMAGE; online strandbeestmovie.com; alexanderschlichter.de)
  • Ein moderner da Vinci – Theo Jansen und seine Skulpturen. 3sat Kulturzeit, 13. Aug. 2008, 7 Min (nicht mehr online)
  • A Boy's Dream 75-minütige Dokumentation von Walther Grotenhuis u. Cinta Forger, Niederlande, 2015<ref>A Boy's Dream. In: International Documentary Film Festival Amsterdam. Abgerufen am 7. März 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Weblinks

Commons: Theo Jansen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="nyt"> Lawrence Weschler: Theo Jansen’s Lumbering Life-Forms Arrive in America (Published 2014). In: nytimes.com. 26. November 2014, abgerufen am 3. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="ufo"> http://www.strandbeest.com/theo_ufo.php </ref> <ref name="tny"> http://www.newyorker.com/magazine/2011/09/05/the-march-of-the-strandbeests </ref> </references>

Vorlage:Hinweisbaustein