Zum Inhalt springen

Wappen Polens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. Juni 2025 um 19:59 Uhr durch imported>Cekay (Militärisches Emblem).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wappen Polens
Details
Zum Führen des Wappens berechtigt Republik Polen
Eingeführt 1927–1952, erneut seit 1989
Schildform und Aufteilung Franzosenschild
Orden und Ehrenzeichen Orden des Weißen Adlers
Vorgänger-
versionen
Datei:Coat of arms of Poland (1980-1990).svg
Volksrepublik Polen (1952–1989)
Benutzung Genutzt von staatlichen Organisationen auf Abzeichen und Emblemen staatlicher Institutionen, der nationalen Währung, dem Reisepass, dem Personalausweis, offiziellen Dokumenten und Diplomen sowie in und an öffentlichen Gebäuden und Schulen.
Datei:Lech (99006824).jpg
Herzog Lech auf einem Kupferstich von Walery Eljasz-Radzikowski.
Datei:Merikotkas kanarbikus.jpg
Der in Polen heimische Adler als Wappenvorbild.
Datei:Toison d’Or le Roi de Pologne.png
Die Turniertracht des Königs von Polen.
Datei:Warsaw Royal Castle GM (10).JPG
Wandverzierung im Thronsaal des Warschauer Königsschlosses.
Datei:Polish pavilion Paris 1937.jpg
Das polnische Wappen auf der Weltausstellung in Paris 1937.
Datei:Orzeł Biały w Sejmie.jpg
Im Plenarsaal des polnischen Parlaments angebrachte Wappeninstallation.

Das Wappen der Republik Polen ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))<ref>Im offiziellen Statut irrtümlich als godło für Emblem bezeichnet, obwohl das polnische Wort für Wappen herb ist.</ref> ist ein goldgekrönter weißer Adler mit goldener Bewehrung (Krallen) und goldenem Schnabel auf rotem Schild.

Das Wappen stammt aus der Zeit des frühen Königreichs Polen und wurde vom polnischen Herrschergeschlecht der Piasten bereits im 10. Jahrhundert geführt. Einer Sage zufolge beschloss der legendäre erste Herrscher Polens, Herzog Lech, beim Anblick eines weißen Adlers, der bei Sonnenuntergang in seinem Horst nistete, dieses Bild als sein Emblem zu verwenden.

Die heutige Gestaltungsform des Wappens geht auf Entwürfe des polnischen Grafikers und Malers Zygmunt Kamiński zurück und wurde während der sogenannten Sanacja eingeführt.

Zur Zeit der Volksrepublik Polen wurde dasselbe Wappen, nur ohne Krone, verwendet. Seit 1989 wird erneut die Variante mit Krone, jedoch einem leicht modifizierten Schild, geführt. Die polnischen Streitkräfte nutzen seit jeher eine abgewandelte Variante des Wappens, die auf die 1796 gegründeten polnischen Legionen zurückzuführen ist.

Der Blick des Adlers im Wappen richtet sich immer nach heraldisch rechts, d. h. nach links vom Betrachter aus gesehen.

Offizielle Varianten

Das offizielle Wappen Polens ist in der Verfassung verankert. Für unterschiedliche Zwecke werden von dieser nur leicht abweichende Varianten verwendet.

Historische Wappen

Im Lauf der Geschichte Polens hat sich die Darstellung des Wappens immer wieder verändert. Durch die Teilungen Polens kamen zudem auch ganz von der ursprünglichen Darstellung abweichende Entwürfe hinzu.

Militärisches Emblem

Die Streitkräfte Polens nutzen seit jeher eine abgewandelte Darstellung des Wappens, das sich an ursprünglichen Entwürfen aus dem 18. Jahrhundert orientiert.

Weitere Darstellungen

Zahlreiche Institutionen in Polen führen Embleme, die an das Wappen Polens angelehnt sind und manchmal nur geringe, dann wieder sehr starke Unterschiede aufweisen. Auf offiziellen Dokumenten ist das Wappen in der Regel immer identisch.

Woiwodschaftswappen

Die Woiwodschaften Großpolen, Kleinpolen und Masowien, die auf historische Kerngebiete Polens zurückgehen, verwenden für ihre jeweiligen Wappen seit 1999 abgewandelte und historisch orientierte Varianten des polnischen Wappens. In der Zwischenkriegszeit verwendeten zudem die ehemaligen Woiwodschaften Posen, Krakau und Warschau ähnliche Wappen. Die gleichnamigen von 1945 bis 1998 existierenden Woiwodschaften führten keine Wappen.

Prägungen

Polnische Umlaufmünzen sind immer mit dem Wappen Polens ausgestattet. Die Darstellung ist seit 1927 mit wenigen Ausnahmen unverändert geblieben.

Literatur

  • Karl-Heinz Hesmer: Flaggen und Wappen der Welt. Geschichte und Symbolik der Flaggen und Wappen aller Staaten. Gütersloh: Bertelsmann Lexikon Verlag, 1992. ISBN 3-570-01082-1.

Siehe auch

Portal: Polen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Polen

Weblinks

Commons: Wappen Polens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="Erweiterte Navigationsleiste/styles legacy.css" />Vorlage:Klappleiste/Anfang

Mitgliedstaaten der
Vereinten Nationen
und Vatikanstadt:

Albanien | Andorra | Belarus | Belgien | Bosnien und Herzegowina | Bulgarien | Dänemark<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Deutschland | Estland | Finnland | Frankreich<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Griechenland | Irland | Island | Italien | Kasachstan<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | Kroatien | Lettland | Liechtenstein | Litauen | Luxemburg | Malta | Moldau | Monaco | Montenegro | Niederlande<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Nordmazedonien | Norwegen<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Österreich | Polen | Portugal<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Rumänien | Russland<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | San Marino | Schweden | Schweiz | Serbien | Slowakei | Slowenien | Spanien<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2 | Tschechien | Türkei<templatestyles src="FN/styles.css" /> 1 | Ukraine | Ungarn | Vatikanstadt | Vereinigtes Königreich<templatestyles src="FN/styles.css" /> 2

Abhängige Gebiete:

Åland | Athos | Azoren | Färöer | Gibraltar | Guernsey | Isle of Man | Jersey | Madeira

Umstrittene Gebiete:

Kosovo | Transnistrien

Wappen der Staaten
und Gebiete von:

Afrika | Antarktika | Asien | Nordamerika | Südamerika | Ozeanien

<templatestyles src="FN/styles.css" />
1 
Liegt größtenteils in Asien.
<templatestyles src="FN/styles.css" />
2 
Hat zusätzliche Gebiete außerhalb Europas.

Vorlage:Klappleiste/Ende