Zum Inhalt springen

Ludwig Gattermann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Dezember 2024 um 18:41 Uhr durch imported>Korky Buchek (Leben).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:L. Gattermann.jpg
L. Gattermann um 1915
Datei:P. Jacobson Nachruf 1921 auf L. Gattermann.pdf
Nachruf

Friedrich August Ludwig Gattermann (* 20. April 1860 in Goslar; † 20. Juni 1920 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Chemiker.

Leben

Ludwig Gattermann studierte Chemie in Leipzig, Heidelberg und Berlin. Er wurde an der Universität Göttingen im Arbeitskreis von Hans Hübner mit der Arbeit Über einige Derivate des m-Nitro-p-Toluidins promoviert<ref>Informationen zu und akademischer Stammbaum von Ludwig Gattermann bei academictree.orgVorlage:Abrufdatum</ref><ref name="Fieser">Louis Fieser, Mary Fieser: Organische Chemie, Verlag Chemie Weinheim, 2. Auflage, 1972, S. 835, ISBN 3-527-25075-1.</ref> und folgte Victor Meyer als Assistent nach Heidelberg. 1900 wurde er als Professor für Chemie an die naturwissenschaftliche Fakultät<ref>Der Chemie in der benachbarten medizinischen Fakultät stand Heinrich Kiliani vor. Die Chemie-Lehrstühle beider Fakultäten wurden erst 1922 unter Wieland zusammengefasst. (Quelle: Nachruf H. Kiliani 1949).</ref> der Universität Freiburg berufen. Er untersuchte als Nachfolger von Adolf Claus sowohl die Chemie der aromatischen Kohlenwasserstoffe als auch die instabiler anorganischer Verbindungen wie des Trichloramins. Unter anderem fand er heraus, dass in Gegenwart von Blausäure Zigarren anders schmecken.<ref>Clayden, Greeves, Warren, Wothers,: Organic Chemistry, Oxford University Press 2006, S. 574.</ref>

Nach ihm benannt sind unter anderem die Gattermann-Reaktion, die Gattermann-Synthese und die Gattermann-Koch-Synthese. Bekannt wurde er vor allem durch sein vielfach neu aufgelegtes Lehrbuch der Praxis der organischen Chemie, auch als Gattermann´s Kochbuch bekannt.<ref>Biographien bei der Royal Society of Chemistry.</ref> 1888 wurde Gattermann zum Mitglied der Leopoldina berufen.<ref>Mitgliedseintrag von Ludwig Gattermann bei der Deutschen Akademie der Naturforscher LeopoldinaVorlage:Abrufdatum</ref> 1909 wurde er außerordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.<ref>Mitglieder der HAdW seit ihrer Gründung 1909. Ludwig Gattermann. Heidelberger Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 5. Juli 2016.</ref>

Schriften (Auswahl)

Datei:Gattermann2-og.jpg
Gattermann Originalausgabe 1894

Literatur

  • Berthold Peter Anft: Gattermann, Friedrich August Ludwig. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 6. Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. Vorlage:VonBis (deutsche-biographie.de).
  • Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996, S. 199

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein