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Manfred Max-Neef

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Manfred Max-Neef (2007)

Manfred A. Max-Neef (* 16. Oktober 1932 in Valparaíso, Chile; † 8. August 2019 in Valdivia, Chile<ref>Fallece el destacado ecologista Manfred Max Neef. In: Diario UChile. 8. August 2019, abgerufen am 9. August 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein chilenischer Ökonom deutscher Herkunft. 1983 wurde er mit dem Alternativen Nobelpreis „Right Livelihood Award“ ausgezeichnet.

Leben

Manfred Max-Neef war der Sohn des Nationalökonomen Hermann Max und Magdalene Sophie Neef, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Chile ausgewandert waren. Max-Neef studierte an der Universidad de Chile in Santiago de Chile und graduierte in Wirtschaftsingenieurwesen, Entwicklungsökonomie (Magister) und Wirtschaftswissenschaften (Staatsexamen).

Zunächst arbeitete er für den Ölkonzern Shell. 1957 wandte er sich von der Industrie ab und den Problemen der Armen in der Dritten Welt zu. Er arbeitete für UN-Organisationen und lehrte an verschiedenen Universitäten in den USA (u. a. University of California, Berkeley) und Lateinamerika. 1981 gründete er die Organisation CEPAUR (Centro de Estudio y Promoción de Asuntos Urbanos). 1993 kandidierte für das chilenische Präsidentenamt und erreichte mit 5,55 % den vierten Platz. Zuletzt war er Professor an der Universidad Austral de Chile in Valdivia (Chile), deren Rektor er 1993 bis 2001 war.

Angeregt durch Ernst Friedrich Schumachers Small is Beautiful entwickelte er Thesen zu einer Barfuß-Ökonomie.

Über Entwicklung

Max-Neef sah die fundamentalen menschlichen Bedürfnisse als zentral an für eine Entwicklung nach menschlichem Maß (1986/1990): Er postulierte, dass Entwicklung sich auf Personen bezieht (und nicht auf Dinge), dass ein Indikator für das qualitative Wachstum der Personen deren Lebensqualität sei, die von den Möglichkeiten abhänge, ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. Er ging dabei von einer begrenzten Anzahl fundamentaler Bedürfnisse aus: Subsistenz, Schutz, Zuneigung, Verstehen, Teilhabe, Müßiggang, kreatives Schaffen, Identität und Freiheit. „Entwicklung“ bedeutet nach Max-Neef das „Freisetzen von kreativen Möglichkeiten“ bei allen Mitgliedern, deutlich unterschieden von der wirtschaftlichen Entwicklung.<ref>Daniel Gad: Die Kunst der Entwicklungszusammenarbeit: Konzeptionen und Programme einer auswärtigen Kulturpolitik nordischer Staaten, Springer-Verlag, 2014, ISBN 978-3-658-05446-5, S. 62.</ref>

In den 1990er-Jahren formulierte Max-Neef mit seiner Hypothese vom Kipp-Punkt die Einsicht, dass von einem bestimmten Punkt wirtschaftlicher Entwicklung an die Lebensqualität der Menschen abnehme.

Seit dem Mai 2007 war er außerdem offizielles Ratsmitglied im World Future Council und setzte sich für die Rechte zukünftiger Generationen ein.

Ehrungen und Auszeichnungen

Mitgliedschaften

Werke (Auswahl)

  • En torno a una sociología del desarrollo. Univ. Nacional Mayor de San Marcos, Lima 1965
  • Desarrollo a escala humana. Una opción para el futuro. CEPAUR, Santiago de Chile; Dag Hammarskjöldstiftelsen, Uppsala 1986
  • Zusammen mit Antonio Elizalde und Martín Hopenhayn: Entwicklung nach menschlichem Maß. Eine Option für die Zukunft. Aus dem Spanischen von Norbert Rehrmann und Horst Steigler. CEPAUR, Santiago de Chile; Gesamthochschulbibl., Kassel 1990 (Entwicklungsperspektiven, 39)
  • From the outside looking in. Experiences in “barefoot economics”. Zed Books, London und New Jersey 1992<ref>Manfred A. Max-Neef: From the Outside Looking In: Experience in ‘barefoot economics’. (pdf, 8,3 MB) Zed Books, London / New Jersey, 1992, ISBN 1-85649-187-0, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. November 2010; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dhf.uu.se,
    Manfred A. Max-Neef: From the Outside Looking In: Experience in ‘barefoot economics’. (pdf, 8,3 MB) Zed Books, London / New Jersey, 1992, ISBN 1-85649-187-0, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. November 2010; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Manfred Max-Neef – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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