Zum Inhalt springen

Blutmehl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 11. April 2024 um 07:32 Uhr durch imported>Rjh (Archivlink geprüft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:HL Damals – Seegrenzschlachthof – Blutverwertungsanlage.jpg
Blutverwertungsanlage der Firma Rud. A. Hartmann am Seegrenzschlachthof (1929)

Blutmehl ist ein stickstoffreicher, schnell wirksamer, organischer Dünger aus Schlachtabfällen.<ref name="Friedrich Sierp">Friedrich Sierp: Die Gewerblichen und Industriellen Abwässer Entstehung · Schädlichkeit · Verwertung Reinigung und Beseitigung. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-92952-6, S. 107 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Blutmehl gehört in die Gruppe der Tiermehle. Es ist getrocknetes, gemahlenes Blut und enthält ca. 12 % Stickstoffverbindungen<ref name="latscha" />, 80 % Proteine<ref name="Otfried Siegmann, Ulrich Neumann">Otfried Siegmann, Ulrich Neumann: Kompendium der Geflügelkrankheiten Unter Mitarbeit führender Spezialisten aus Lehre, Praxis und Forschung. Schlütersche, 2011, ISBN 978-3-8426-8333-4, S. 21 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> und viele Spurenelemente. Blutmehl kann in flüssiger Form direkt auf den Boden ausgebracht werden. Obwohl nach allen bisherigen Erkenntnissen keine BSE-Gefahr besteht, sollte es im ökologischen Anbau nicht mehr verwendet werden und wurde 2001 als Tierfutter verboten.<ref name="Walter Bodenschatz">Walter Bodenschatz: Kompaktwissen Desinfektion Das Handbuch für Ausbildung und Praxis. Behr’s Verlag DE, 2012, ISBN 978-3-89947-170-0, S. 408 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref name="presseportal.de">presseportal.de: stern: Wegen BSE-Gefahr wurde Blutmehl als Dünger für Biogemüse verboten | Pressemitteilung Gruner+Jahr, STERN, abgerufen am 12. Februar 2017</ref> Zu beachten ist, dass durch Änderungen der Verordnung (EG) Nr. 999/2001 später eine Lockerung der Verfütterungsverbotsvorschriften geschaffen wurde. So ist es seit einigen Jahren möglich, unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen und Auflagen, Blutprodukte (mit Ausnahme von Blutmehl selbst) als Ergänzungsfutter im Schweine- und Geflügelfutter einzusetzen.<ref>Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Rechtliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von Fischmehl, Blutprodukten und anderen zulässigen tierischen Erzeugnissen in landwirtschaftlichen Betrieben (Memento vom 18. November 2016 im Internet Archive)</ref>

Weblinks

Wiktionary: Blutmehl – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references> <ref name="latscha"> Hans Peter Latscha, Uli Kazmaier: Chemie für Biologen. 4. Auflage. Springer, Berlin, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-47784-7, S. 363, doi:10.1007/978-3-662-47784-7. </ref> </references>