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DFS Habicht

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DFS Habicht
DFS Habicht E D-1901 (Christoph Zahn)
Typ Segelflugzeug
Entwurfsland
Hersteller DFS
Erstflug 1936
Produktionszeit

1936–1945

Stückzahl ~70

Der DFS Habicht wurde 1936 von Hans Jacobs als vollkunstflugtaugliches Segelflugzeug konstruiert.

Geschichte

Hans Jacobs entwarf das Flugzeug und die Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug führte die wichtigsten Berechnungen durch. Pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 1936 waren vier Exemplare des in Holzbauweise gefertigten Einsitzers fertiggestellt. Über und teilweise sogar im Olympiastadion Berlin zog der Habicht bei Kunstflugvorführungen die Zuschauer in seinen Bann.<ref>Martin Simons: Sailplanes 1920–1945, Seiten 233 ff. (Google Books online), abgerufen am 14. Oktober 2019 (englisch)</ref>

Nutzung bis 1945

Datei:Großflugtag Kassel-Waldau 1938-2.jpg
DFS Habicht, 1938 Großflugtag Kassel-Waldau mit Hanna Reitsch und Flugkapitän Knoetsch

Begeistert von den Flugeigenschaften des Habichts zeigte sich auch Hanna Reitsch, die bei internationalen Luftfahrt-Veranstaltungen, wie z. B. 1937 auf dem IV. Internationalen Zürcher Flugmeeting und im Juli 1939 in Brüssel das Publikum unterhielt.<ref name="flight_19370805" /><ref name="flight_19390727" /> 1939 errang der französische Test- und Kunstflugpilot Marcel Doret mit einem Habicht, den er bereits 1938 auf Flugtagen gezeigt hatte<ref name="flight_19380630" />, den ersten Weltmeistertitel im Segel-Kunstflug.<ref name="mae" />

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland u. a. Versionen des Habichts mit verminderter Spannweite zum Training zukünftiger Piloten des raketengetriebenen Abfangjägers Messerschmitt Me 163 eingesetzt.<ref name="flight_19460808" />

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Wenige Habichte überstanden den Zweiten Weltkrieg.

Im September 1947 eigneten sich Göppinger Segelflieger verschiedene fabrikneue Segelflugzeuge aus der Reichssegelflugschule Teck in Nabern an – darunter einen Habicht. Nach der Wiederzulassung des zivilen Flugbetriebs in Deutschland wurde der Habicht mit dem Kennzeichen D-8002 1952 getauft und für Kunstflugschulung und Flugtage genutzt.<ref name="fgg_1" /> Am 12. Januar 1963 brach eine Flugzeughalle in Innsbruck unter der Schneelast ein und zerstörte den dort abgestellten Göppinger Habicht.<ref name="fgg_2" />

Technische Daten

Vorlage:Tabellenstile

Kenngröße Daten D-8002<ref name="osc" />
Besatzung 1
Länge 6,58 m
Spannweite 13,60 m
Flügelfläche 15,82 m²
Gleitzahl 21
Rüstmasse 235 kg
max. Startmasse 350 kg
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h

Erhaltene Flugzeuge

Originale Flugzeuge

Der einzige original erhaltene Habicht, das Flugzeug von Marcel Douret, ist im Luftfahrtmuseum in Paris ausgestellt.<ref name="mae" />

Nachbauten

Datei:DFS Habicht E 1.jpg
DFS Habicht E D-1901 (Christoph Zahn)

Nach längerer Recherche wurden die zum Teil verschollenen Zeichnungen von Josef Kurz und anderen zusammengetragen und ein Exemplar vom Oldtimer Segelflugclub Wasserkuppe 1987 gebaut. Nach einer längeren Ausstellungszeit fliegt der DFS Habicht D-8002 (mit dem historischen Kennzeichen des oben genannten Habichts) wieder im Flugzeugpark des Clubs.<ref name="osc" />

Ein anderer flugfähiger Habicht (D-1901) wurde von der Familie Zahn nachgebaut und absolvierte im Jahr 2001 erfolgreich den Erstflug. Mittlerweile fliegt ein dritter Habicht-Neubau (D-6868) beim Flugsportverein Vaihingen/Enz.

Siehe auch

Literatur

  • Martin Simons: Sailplanes 1920–1945, Eqip Werbung & Verlag GmbH, 2013, ISBN 978-3-9814977-2-4.

Weblinks

Commons: DFS Habicht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references>

<ref name="fgg_1">FG Göppingen (1929–1959). In: Geschichte. AeroClub Göppingen-Salach e. V., 2. Juli 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2018; abgerufen am 4. Januar 2018.</ref>

<ref name="fgg_2">FG Göppingen (1960–2001). In: Geschichte. AeroClub Göppingen-Salach e. V., 2. Juli 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2018; abgerufen am 4. Januar 2018.</ref>

<ref name="flight_19370805">Zurich International. (PDF) The End of a Great Flying Week. In: Flight, August 5, 1937. Flightglobal.com, 5. August 1937, S. 142–143, abgerufen am 3. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Her last dive took her down to a steep turn at no altitude over the parked Furies.“</ref>

<ref name="flight_19380630">The Gatwick Display. (PDF) Accent on Aerobatic. In: Flight, June 30, 1938. Flightglobal.com, 30. Juni 1938, S. 644–645, abgerufen am 4. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „[…] Marcel Doret’s gull-winged sailplane […]“</ref>

https://www.flightglobal.com/pdfarchive/view/1939/1939-1-%20-%200271.html

<ref name="flight_19390727">Presenting the Prototypes. (PDF) Mid-show Demonstrations at Brussel. In: Flight, July 27, 1939. Flightglobal.com, 27. Juli 1939, S. 81, abgerufen am 4. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „Flugkapitan Hanna Reitsch in her special Habicht sailplane“</ref>

<ref name="flight_19460808">A. Mirsky: Glider Training for Fighter Pilots. (PDF) German Wartime Experiments : Initial Instruction on Towed Aircraft. In: Flight, August 8th. Flightglobal.com, 8. August 1946, S. 131–133, abgerufen am 4. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

<ref name="mae">Planeur DFS « HABICHT ». In: Collections. Musée de l’air et de l’espace, abgerufen am 3. Januar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)): „L’appareil exposé est celui du pilote français de haute école Marcel Doret, qui remporta avec lui la coupe du monde d’acrobatie pour planeurs en 1939.“</ref>

<ref name="osc">DFS Habicht. In: Flugzeuge. Rhönflug Oldtimer Segelflugclub Wasserkuppe, 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. November 2017; abgerufen am 4. Januar 2018.</ref>

</references>

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