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Musculus opponens pollicis

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Musculus opponens pollicis
Datei:Musculusopponenspollicis.png
Ursprung
Retinaculum flexorum und Os trapezium
Ansatz
Laterale Seite des ersten Mittelhandknochens
Funktion
Drehung des Daumens zur Handinnenfläche
Innervation
Nervus medianus
Spinale Segmente
C6-C7

Der Musculus opponens pollicis (lat. für „Gegensteller des Daumens“) ist einer der Skelettmuskeln des Daumenballens („Thenarmuskulatur“).<ref name="prometheus334">Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher (Hrsg.): Prometheus – LernAtlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-13-244413-3, S. 334.</ref>

Der Muskel wird über Nervenfasern des Ramus muscularis thenaris des Nervus medianus innerviert.<ref name="prometheus386">Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher (Hrsg.): Prometheus – LernAtlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-13-244413-3, S. 386.</ref>

Bei Haustieren kommt der Muskel nicht vor.

Funktion

Der ganz lateral am Daumenballen (Thenar) gelegene Musculus opponens pollicis dreht den Daumen in Richtung der Handinnenfläche und stellt ihn damit – im Zusammenspiel mit anderen am Daumen ansetzenden Muskeln – den restlichen Fingern gegenüber (sogenannte Opposition). Das macht die Hand des Menschen (im Zusammenspiel mit dem medial anliegenden Musculus flexor pollicis brevis) zur Greifhand.<ref>Detlev Drenckhahn (Hrsg.): Anatomie. 17. Auflage. Urban & Fischer, München und Jena 2008, ISBN 978-3-437-42342-0, S. 336.</ref>

Ermöglicht wird dies auch durch die besondere Anatomie des Daumens (Pollex). Das beteiligte Daumensattelgelenk (Articulatio carpometacarpalis pollicis) fungiert – wie auch im Namen deutlich wird – als Sattelgelenk mit zweidimensionalem Bewegungsspielraum.<ref name="prometheus306">Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher (Hrsg.): Prometheus – LernAtlas der Anatomie. Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem. 6. Auflage. Thieme, Stuttgart 2022, ISBN 978-3-13-244413-3, S. 306.</ref> Der Daumen ist kürzer als die anderen Fingerglieder und besitzt wegen der zwei Grundgelenke nur zwei freistehende Knochenelemente (siehe Handgelenk).

Einzelnachweise

<references />