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Brun (Sachsen)

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Datei:Bruno dux.jpg
Brun in der Verwandtschaftstafel der Ottonen (Chronica St. Pantaleonis, zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts. Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel, Cod. Guelf. 74.3 Aug., pag. 226)

Brun (* um 830/840; † 2. Februar 880) aus der Familie der Liudolfinger war der Sohn des sächsischen Grafen Liudolf und der Oda. Er gilt als Stammvater der Brunonen, obwohl Kinder nicht überliefert sind.

Leben

Brun fiel am 2. Februar 880 im Kampf gegen die Normannen (siehe Normannenschlacht 880) in der Lüneburger Heide. Brun wird zu den sogenannten Ebstorfer Märtyrern gezählt. Das Ereignis fand Eingang in die zeitgenössische Geschichtsschreibung der fuldischen Annalen, und der Toten wurde in den Totenannalen desselben Klosters als Graf und Bruder der Königin, comes et fr(ater), gedacht. Sogar in das entfernte Kloster Reichenau sandte man ihre Namen, die dort in das Verbrüderungsbuch eingetragen werden. Bruns Erbe als Haupt der Liudolfinger trat sein Bruder Otto der Erlauchte an.

In der älteren Forschung war es unbestritten, dass die Liudolfinger in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts die führende Stellung in Sachsen einnahmen. Bereits der 866 verstorbene Stammvater Liudolf galt als „Stammesherzog“, dem seine Söhne Brun und Otto in seinem Rang folgten. Die jüngere Forschung beurteilt diese Ansicht zurückhaltender.<ref>Matthias Becher, Rex, Dux und Gens. Untersuchungen zur Entstehung des sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert. Husum 1996, S. 66.</ref> Die Entstehung des „jüngeren Stammesherzogtums“ in Sachsen in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts ist heute Gegenstand intensiver Neubewertung.<ref>Gerd Althoff, Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 2. erw. Auflage, Stuttgart 2005, S. 25.</ref>

Legende von der Gründung Braunschweigs

In der Legende heißt es, dass Brun einen Bruder namens Dankward<ref>Ulrike Strauß: Dankward. In: </ref> hatte, mit dem er gemeinsam um 861 am östlichen Ufer der Oker die Stadt Brunswiek und am westlichen die Burg Dankwarderode gegründet haben soll. Sie wird bereits seit 1280/1290 schriftlich weitergegeben. Eine zweite Legende behauptet, Brun habe die Stadt allein gegründet.<ref>Braunschweig. In: Johann Heinrich Zedler: Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschafften und Künste. Band 4, Leipzig 1733, Sp. 1136–1138.</ref> In der Braunschweiger Histographie wird dieser Brun mit dem 880 verstorbenen sächsischen Grafen Brun gleichgesetzt.<ref>Ulrike Strauß: Brun (auch Bruno). In: </ref> Andere sehen hingegen Brun I. von Braunschweig († um 1014) als Stadtgründer an. Die erste bekannte Urkundliche Erwähnung als „Brunesguik“ stammt aus dem Jahr 1031.<ref>Ludwig Hänselmann, Heinrich Mack: Urkundenbuch der Stadt Braunschweig. C. A. Schwetschke, Braunschweig 1873, S. 1–2 (Textarchiv – Internet Archive).</ref>

Ehrungen (Auswahl)

1948 wurde der Herzog-Bruno-Weg in Hamburg-Niendorf nach ihm benannt.<ref>Rita Bake: Ein Gedächtnis der Stadt. Nach Frauen und Männern benannte Straßen, Plätze, Brücken, Band 3, Stand: Dezember 2017, S. 689 (epub.sub.uni-hamburg.de PDF).</ref>

Literatur

Anmerkungen

<references />

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