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Schleichen

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Schleichen
Datei:Anguidae.jpg

Blindschleiche (Anguis fragilis)

Systematik
ohne Rang: Sauropsida
Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
ohne Rang: Toxicofera
ohne Rang: Schleichenartige (Anguimorpha)
Familie: Schleichen
Wissenschaftlicher Name
Anguidae
Gray, 1825

Die Schleichen (Anguidae) sind eine Familie in der Klasse der Reptilien (Reptilia), die fast 90 Arten in 11 Gattungen umfasst. Sie kommen in Europa, Asien, Afrika, Nord-, Zentral- und Südamerika sowie auf den Antillen vor.

Merkmale

Die Schleichen sind eine vielgestaltige Echsenfamilie. Es gibt sowohl schlangenartige, beinlose Arten, wie die europäische Blindschleiche, als auch langgestreckte Formen, deren Beine zu kleinen Stummeln verkümmert sind, und normal vierbeinige und fünfzehige Arten. Bei allen Schleichen werden die Schuppen durch Knochenplättchen verstärkt.

Viele Arten besitzen eine dehnbare Hautfalte an beiden Seiten des Körpers, die die Nahrungsaufnahme oder das Atmen erleichtert. Auch bei der Entwicklung der Eier ist sie von Nutzen. Wie bei den Echten Eidechsen bricht der Schwanz leicht ab. Nach einer gewissen Zeit wächst er wieder nach, jedoch nicht mehr in der ursprünglichen Größe. Schleichen haben, anders als Schlangen, bewegliche Augenlider und äußere Gehöröffnungen.

Schleichen haben starke, in den meisten Fällen mit stumpfen Mahlzähnen besetzte Kiefer. Die meisten Schleichen ernähren sich von hartschaligen Insekten und Weichtieren, andere auch von Eidechsen und kleinen Säugern. Nur wenige Arten bringen lebende Junge zur Welt. Die meisten legen Eier.

Datei:Ophisaurus apodus (4).jpg
Scheltopusik
(Pseudopus apodus)
Datei:Elgaria multicarinata03.jpg
Südliche Krokodilschleiche (Elgaria multicarinata)

Systematik

Die Schleichenartigen werden in drei Unterfamilien, 11 Gattungen und fast 90 Arten unterteilt. Die frühere Unterfamilie der Doppelzungenschleichen wird heute als eigenständige Familie Diploglossidae geführt.

  • Unterfamilie Anguinae <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray, 1825
  • Unterfamilie Krokodil- und Alligatorschleichen (Gerrhonotinae <templatestyles src="Person/styles.css" />McDowell & <templatestyles src="Person/styles.css" />Bogert, 1954)
    • Gattung Baumschleichen (Abronia <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray, 1838)
    • Gattung Barisia <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray, 1838
    • Gattung Coloptychon <templatestyles src="Person/styles.css" />Tihen, 1949
    • Gattung Elgaria <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray, 1838
    • Gattung Gerrhonotus <templatestyles src="Person/styles.css" />Wiegmann, 1828
    • Gattung Mesaspis <templatestyles src="Person/styles.css" />Cope, 1877
  • Unterfamilie Anniellinae <templatestyles src="Person/styles.css" />Boulenger, 1885
    • Gattung Ringelschleichen (Anniella <templatestyles src="Person/styles.css" />Gray, 1852)

Fossil lassen sich die Schleichen erstmals in der oberen Kreide nachweisen. Im Geiseltal bei Merseburg fand man Überreste der stark gepanzerten Gattungen Glyptosaurus und Placosaurus.

Literatur

  • Hans-Eckard Gruner, Horst Füller, Kurt Günther: Urania Tierreich. Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag, Leipzig u. a. 1991, ISBN 3-332-00491-3.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Schleichen (Anguidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Schleichen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen