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Moscufo

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Moscufo
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Staat Italien
Region Abruzzen
Provinz Pescara (PE)
Koordinaten 42° 26′ N, 14° 3′ OKoordinaten: 42° 26′ 0″ N, 14° 3′ 0″ O
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Höhe 246 m s.l.m.
Fläche 20 km²
Einwohner 3.137 (31. Dez. 2024)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).</ref>
Fraktionen Casale, Moscufo Scalo, Pischiarano, Selvaiella, Senarica, Valle Pelillo, Villa Sibi
Postleitzahl 65010
Vorwahl 085
ISTAT-Nummer 068025
Bezeichnung der Bewohner Moscufesi
Schutzpatron San Cristoforo
Website Moscufo

Moscufo ist eine italienische Gemeinde mit 3137 Einwohnern in der Provinz Pescara in den Abruzzen. Der Ort in Hügellage ist etwa zwanzig Kilometer von der Küste und der Stadt Pescara entfernt und weist noch viele mittelalterliche Bauelemente auf.

Geschichte

Die Herkunft des Namens Moscufo ist nicht völlig geklärt. Relativ wahrscheinlich war es der Sitz eines langobardischen Adeligen gewesen, um den sich im Lauf der Zeit eine befestigte Ortschaft entwickelt hat. Allerdings war die Moscufo nachweislich bereits in der Antike besiedelt. Im Mittelalter gehörte der Ort zum Herrschaftsbereich der Familien Piccolomini und Figliola.

Sehenswürdigkeiten

Noch heute sind Überreste einer schwachen Stadtbefestigung (Tore) zu sehen. Sehenswert sind zudem der Palazzo Ferri und der Palazzo Orsini und vor allem die Kirche Santa Maria del Lago.

Chiesa di San Cristoforo

Sie ist die Hauptkirche inmitten des Ortes. Das Kirchengebäude weist ein sehr kurzes Kirchenschiff auf. Im Inneren Bilder, Fresken und vor allem Ornamentik aus dem 17. Jahrhundert.

Chiesa di Santa Maria del Lago

Die Kirche Santa Maria del Lago gehörte zu der Benediktinerabtei San Clemente a Casauria und weist mittelalterliche Fresken auf. Sie liegt etwas außerhalb von Moscufo am Friedhof Richtung Pescara. Die Grundmauern sind aus dem neunten Jahrhundert; erwähnt wird die Kirche urkundlich im Jahre 969. Es ist eine sehr kleine romanische Kirche mit einer sehr großen mehrfarbigen Kanzel aus dem Jahre 1156. Die Kanzel aus der Werkstatt von Roberto di Ruggero ist das einzige noch vollständige Lesepult aus dieser Zeit. Es zählt zu den wichtigen Kunstschätzen der Region, da selbst die Ornamente, die zahlreichen verschiedenfarbigen Figuren des berühmten Künstlers Nicodemo da Guardiagrele, gut erhalten sind. Die Fresken sind gleich alt, aber in eher schlechtem Zustand. Das Aussehen der heutigen Kirche stammt von 1733, als sie renoviert wurde.

Die Kirche ist normalerweise abgeschlossen, den Schlüssel bekommt man aber (Stand: Sommer 2004) ohne Probleme in einem Begegnungshaus, das von Glaubensschwestern geführt wird. Es ist Richtung Moscufo, erste Straße links, wieder links, das erste Haus auf der linken Seite, "La Casa di Manuelle".

Weinbau

In der Gemeinde werden Reben der Sorte Montepulciano für den DOC - Wein Montepulciano d’Abruzzo angebaut.

Literatur

  • Rolf Toman (Hrsg.): Die Kunst der Romanik. Architektur – Skulptur – Malerei. Köln 1996, S. 311.
  • Roger Willemsen: Die Abruzzen. Das Bergland im Herzen Italiens. Kunst, Kultur und Geschichte. Köln 1990, S. 289.

Weblinks

Commons: Moscufo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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