Dieter Pavlik
Dieter Pavlik (* 24. September 1935 in Berlin; † 11. Februar 2000 ebenda) war ein deutscher Politiker.<ref name="DP001">Abgeordnetenhaus von Berlin – 14. Wahlperiode. (PDF; 535 kB) 5. Sitzung vom 24. Februar 2000 – Nachrufe. In: pardok.parlament-berlin.de. Abgeordnetenhaus von Berlin, 24. Februar 2000, S. 165, abgerufen am 5. Januar 2026.</ref>
Leben
Pavlik studierte u. a. in den Jahren 1954 bis 1957 an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er ein Lehramtsstudium mit dem Schwerpunkt Geschichte absolvierte. Von 1961 bis 1966 studierte er auch Lehramt mit dem Fach Chemie an der Pädagogischen Hochschule Potsdam. Ohne Parteizugehörigkeit war Pavlik über Jahrzehnte als Lehrer tätig – dies war sein beruflicher Schwerpunkt vor seinem Einstieg in die Politik im Jahr 1990. Er war zuletzt stellvertretender Direktor einer Volkshochschule, bevor er in die aktive Politik ging.
Dieter Pavlik trat Anfang Januar 1990 in die SDP ein. Bei der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung von Ost-Berlin am 6. Mai 1990 errang er ein Mandat für die SPD. In der folgenden rot-schwarzen Koalition wurde Pavlik am 30. Mai 1990 zum Stadtrat für Bildung gewählt.<ref name="DP001" />
Aufgrund der sich abzeichnenden Wiedervereinigung auch der beiden Stadthälften Berlins war die Amtsperiode des ersten frei gewählten Magistrats von Ost-Berlin (Magistrat Schwierzina) sehr kurz. Sie endete nach der ersten gemeinsamen Wahl in Ost- und West-Berlin zu einem gemeinsamen Abgeordnetenhaus (2. Dezember 1990) mit der Vereidigung eines Gesamtberliner Senats Ende Januar 1991.<ref name="DP001" />
Bei den Wahlen zum ersten Gesamtberliner Parlament am 2. Dezember 1990 errang Dieter Pavlik in Berlin-Pankow das Direktmandat mit den meisten Erststimmen aller 36 SPD-Direktmandate in Berlin und blieb bis Anfang 1996 Abgeordneter. Er wurde Vorsitzender des Schulausschusses im Parlament.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Parlament war Pavlik seit 1996 als Lehrer für Politische Weltkunde am Abendgymnasium Prenzlauer Berg tätig. Dorthin war er bereits 1992 nach dem Ende seiner Amtszeit als Stadtrat mit einer Teilstelle zurückgekehrt. Aus gesundheitlichen Gründen ging Pavlik Ende 1998 in den Ruhestand. Wegen politischer Meinungsverschiedenheiten mit seinem Kreisverband trat Dieter Pavlik im Herbst 1999 aus der SPD aus.
Literatur
- Werner Breunig, Andreas Herbst (Hrsg.): Biografisches Handbuch der Berliner Abgeordneten 1963–1995 und Stadtverordneten 1990/1991 (= Schriftenreihe des Landesarchivs Berlin. Band 19). Landesarchiv Berlin, Berlin 2016, ISBN 978-3-9803303-5-0, S. 286.
Weblinks
- Magi-Senat: Sekt und rote Rosen
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />5. Sitzung des Abgeordnetenhaus von Berlin vom 24. Februar 2000 ( vom 7. Oktober 2006 im Internet Archive) (PDF; 535 kB)
- Landesarchiv Berlin
- Die 14 heute. In: www.berliner-zeitung.de. Berliner Verlag GmbH, 1. Juni 1995, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 2. Juni 2014.
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pavlik, Dieter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SPD), MdA |
| GEBURTSDATUM | 24. September 1935 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 11. Februar 2000 |
| STERBEORT | Berlin |