Prypjat (Fluss)
| Prypjat – Prypjaz Pripetz, Прип'ять, Прыпяць, Припять (Pripjat) | ||||||||||||
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Der Prypjat bei Mosyr | ||||||||||||
| Daten | ||||||||||||
| Lage | Datei:Flag of Belarus.svg Belarus | |||||||||||
| Flusssystem | Dnepr | |||||||||||
| Abfluss über | Dnepr → Schwarzes Meer | |||||||||||
| Quellgebiet | in der Oblast Wolyn 51° 30′ 25″ N, 24° 4′ 45″ O {{#coordinates:51,506819|24,079084|
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| Mündung | in den Kiewer StauseeKoordinaten: 51° 9′ 31″ N, 30° 29′ 27″ O
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| Länge | 775 km<ref name="gse" /> | |||||||||||
| Einzugsgebiet | 114.300 km²<ref name="gse">Artikel Prypjat in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)</ref> | |||||||||||
| Abfluss am Pegel Masyr<ref name="gse" /> | MQ |
370 m³/s | ||||||||||
| Abfluss am Pegel in Mündungsnähe<ref name="gse" /> | MQ |
460 m³/s | ||||||||||
| Linke Nebenflüsse | Pina, Jasselda, Bobryk, Zna, Lan, Slutsch, Pzitsch, Ipa, Brahinka | |||||||||||
| Rechte Nebenflüsse | Horyn, Stochid, Styr, Turija, Ubort, Usch, Slawetschna, Stwyha | |||||||||||
| Großstädte | Pinsk, Masyr | |||||||||||
| Kleinstädte | Naroulja, Tschornobyl | |||||||||||
In seinem Quellgebiet in der Oblast Wolyn münden zwei Flüsse, der Turija und der Stochid rechtsseitig in den Prypjat. Beide Flüsse haben ihre Quellen in der Oblast Wolyn | ||||||||||||
Im Mündungsgebiet fließt der Prypjat in den Dnepr | ||||||||||||
Nachdem der Fluss die Oblast Wolyn verlassen hat, überquert er die Grenze zu Belarus | ||||||||||||
Der Prypjat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), veraltet deutsch Pripetz<ref name="books-R-bGjz86SEwC-67">Alexander von Humboldt: Central-Asien. BoD – Books on Demand, 2013, ISBN 978-3-943850-02-4, S. 67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref><ref></ref>) ist einer der größten Nebenflüsse des Dnepr in Belarus und in der Ukraine.
Verlauf
Der 775 km lange Fluss entspringt im äußersten Nordwesten der Ukraine nahe der polnischen Grenze. Von diesem Hügelland fließt er in Richtung Osten und überquert nach etwa 200 km die Grenze zu Belarus. Dort durchfließt er die Palessjeniederung und damit die Prypjatsümpfe, die er während der Schneeschmelze in eine Wildnis aus Seen, Sümpfen und Waldinseln verwandelt. Die letzten 50 km fließt der Prypjat wieder in der Ukraine und mündet wenige Kilometer unterhalb des Kernkraftwerkes von Tschernobyl in den zum Kiewer Stausee angestauten Dnepr und letztlich ins Schwarze Meer.
In den 1930er Jahren wurde ein großer Teil der Prypjatsümpfe trockengelegt, indem das Wasser über den Prypjat abgeleitet wurde. Die größte Stadt am Prypjat ist das belarussische Pinsk, wo der Dnepr-Bug-Kanal über den Fluss Pina einmündet. Die im Einzugsgebiet des Prypjats liegenden Städte Prypjat und Tschornobyl waren von der Katastrophe von Tschernobyl im gleichnamigen Kernkraftwerk betroffen. Bis zur Stilllegung des letzten Blocks im Jahr 2000 wurde Kühlwasser, welches in einem künstlich angelegten Kühlteich vorgehalten wurde, dem Fluss entnommen und diente als finale Wärmesenke des Kraftwerks.
Literatur
- Diana Siebert: Herrschaftstechniken im Sumpf und ihre Reichweiten. Landschaftsinterventionen und Social Engineering in Polesien von 1914 bis 1941. Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-447-11229-1.
- David Blackbourn, Die Eroberung der Natur. Eine Geschichte der deutschen Landschaft. Aus dem Englischen von Udo Rennert. Pantheon, München 2008, Kapitel 5.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />