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Enter the Matrix

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Enter the Matrix ist ein Computerspiel, das von Shiny Entertainment entwickelt wurde. Der Handlungsrahmen ist die Welt aus den Matrix-Filmen. Das Spiel erschien für PC, PlayStation 2, GameCube und Xbox fast gleichzeitig mit der Kurzfilmsammlung Animatrix. Es ist das Verbindungsstück zwischen Matrix Reloaded und Matrix Revolutions und erzählt manche in ersterem ausgelassene Handlungssequenzen.

Spielprinzip

In Enter the Matrix ist es zum ersten Mal möglich, in die Handlung der Matrix einzugreifen und dabei ähnliche Manöver wie in den Filmen zu vollführen. Allerdings spielt man hier nicht Neo, die Hauptfigur aus den Filmen. Dies ist erst im Nachfolger The Matrix: Path of Neo möglich. In diesem Spiel steuert man die Nebencharaktere Niobe und Ghost. So kann man das Geschehen aus den Filmen aus einer anderen Perspektive erleben und zusätzliche Hintergrundinformationen entdecken. Zum vollständigen Durchspielen ist es nötig, das Spiel mit beiden Charakteren zu absolvieren, wobei zahlreiche Passagen bis auf die vertauschten Rollen keine oder nur geringe Unterschiede aufweisen.<ref>Rüdiger Steidle: Das Spiel zum Film im Test. In: PC Games. 24. Juni 2003, S. 2 (pcgames.de).</ref>

Als Actionspiel stellt Enter the Matrix vornehmlich kämpferische Mittel in den Vordergrund. So ermöglicht das Kampfsystem dem Spieler, Gegner mit einer Vielzahl an Nah- und Fernkampftechniken zu besiegen. Hierfür stehen neben einem umfangreichen Waffenarsenal verschiedene Tritte, Schläge und Griffe zur Verfügung. Außerdem ist es möglich, den Gegner zu entwaffnen und so in den Nahkampf zu zwingen. Die entsprechenden Animationen sehen aufgrund des angewandten Motion-Capture-Verfahrens den Bewegungen der Originalschauspieler ähnlich. Hinzu kommt die filmtypische Zeitverlangsamung (siehe auch Zeitlupe und Bullet Time), die im Spiel Focus genannt wird. Im Verlauf wird diese immer mächtiger, da sie erlaubt, Angriffen jeder Art einfacher auszuweichen und matrix-typische Kunststücke, zum Beispiel an Wänden entlanglaufen, auszuführen.

Als Bonus ermöglicht das Spiel, durch Hacken unter anderem Bilder, Videos und zusätzliche Waffen freizuschalten. Hierzu muss der Spieler in einer textbasierten Kommandozeilen-Oberfläche mittels einer Reihe von Befehlen und einiger grundlegender EDV-Kenntnisse Dateien und Verzeichnisse freischalten und kleinere Rätsel lösen.

Entwicklung

Die Zwischensequenzen wurden eigens von den Wachowski-Geschwistern für das Spiel geschrieben und mit den Original-Filmschauspielern wie Keanu Reeves, Carrie-Anne Moss und Monica Bellucci gedreht. Auch die Musik, die an die der Filme angelehnt wurde, trug ihren Teil zur Atmosphäre bei.<ref name="4Players">Paul Kautz: Enter The Matrix - Test, Action-Adventure. In: 4Players. 17. Mai 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. September 2022; abgerufen am 11. September 2022.</ref>

Rezeption

Metawertungen
DatenbankWertung
Metacritic58/100<ref>Enter the Matrix. In: Metacritic. CBS Interactive, abgerufen am 11. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Wertungsspiegel
PublikationWertung
4Players79/100<ref name="4Players"/>
GameStar69/100<ref name="GameStar">Enter the Matrix. In: GameStar. 1. Juli 2003, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Dezember 2023; abgerufen am 14. November 2025.</ref>
PC Games71/100<ref name="PC Games">Sebastian Thöing: Enter the Matrix im Klassik-Test. In: PC Games. 27. Dezember 2007 (pcgames.de).</ref>

Das Spiel wurde ein großer kommerzieller Erfolg.<ref>Christian Klaß: Enter the Matrix über 2,5 Millionen Mal verkauft. In: golem.de. 19. Juni 2003, abgerufen am 11. September 2022.</ref> Allerdings erhielt es nicht zuletzt aufgrund seiner zahlreichen Programmfehler vergleichsweise schlechte Bewertungen. Die Hintergrundgeschichte werde nur fragmentweise präsentiert: Einstieg und Ende seien besonders schwach.<ref name="4Players"/> Grafisch präsentierte sich das Spiel durchwachsen und detailarm.<ref name="GameStar"/> Dabei war Enter the Matrix schlecht optimiert und stellte oft mehr Polygone dar, als die Performance es zuließ. Die zahlreichen kleinen Schwächen, die problemlos hätten behoben werden können, offenbaren den Termindruck, unter dem die Entwickler standen.<ref name="PC Games"/>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

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