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Domburg

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Lage von Domburg in den Niederlanden]]
Domburg
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Flagge
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Wappen
Staat NiederlandeDatei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande

Provinz Datei:Flag of Zeeland.svg Zeeland
Gemeinde Flagge der Gemeinde Veere Veere
Fläche
 – Land
 – Wasser
6,75 km²
6,75 km²
0 km²
Einwohner 1.765 (1. Jan. 2024<ref name="einwohnerdomburg">Kerncijfers wijken en buurten 2024. In: StatLine. CBS, 16. August 2024, abgerufen am 12. Oktober 2024.</ref>)
Koordinaten 51° 34′ N, 3° 30′ OKoordinaten: 51° 34′ N, 3° 30′ O
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Bedeutender Verkehrsweg N287
Vorwahl 0118
Postleitzahlen 4336, 4356–4357, 4361, 4363

Domburg (<phonos file="Nl-Domburg.ogg">anhören</phonos>/?) ist ein niederländisches Seebad mit knapp 1765 Einwohnern an der Nordseeküste.<ref name="einwohnerdomburg" /> Es liegt auf der Halbinsel Walcheren in der Provinz Zeeland und ist Verwaltungssitz der Gemeinde Veere. Wahrzeichen der Stadt ist der Wasserturm ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), der weithin auf Walcheren zu sehen ist und auch Ortsunkundigen den Weg nach Domburg weist.

Name

Der Ortsname hat nichts mit einem Dom zu tun. Er wird im Niederländischen mit kurzem o gesprochen<ref>nl.forvo.com</ref> und bedeutet für einheimische Ohren „Dummburg“, worauf sich eine volksetymologische Ortserzählung bezieht.<ref>verhalenbank.nl</ref> Tatsächlich ist die älteste Namensform jedoch Duinburcht – „Dünenburg“, woraus durch Verkürzung und Assimilation der heutige Name entstand.<ref>plaatsengids.nl</ref>

Geschichte

Domburg entstand in der Nähe eines römischen Tempels, der für die Göttin Nehalennia erbaut wurde. Der Tempel wurde im 3. Jahrhundert überflutet, 1647 jedoch wiederentdeckt.

Domburg erlangte die Stadtrechte im Jahr 1223. Die Stadt bezeichnet sich seit 1834 offiziell als Badeort und ist damit der älteste Badeort in Zeeland, Badetourismus gab es jedoch schon vorher.

Ende des 14. Jahrhunderts entstand in Domburg eine Gemeindekirche, die im scheldegotischen Baustil errichtet wurde und ursprünglich dem Patrozinium von Johannes dem Täufer unterstellt war.

Einen großen Aufschwung als Kurort erfuhr Domburg im Jahr 1886, als der Amsterdamer Arzt und Physiotherapeut Johann Georg Mezger sich in Domburg niederließ (seine Frau stammte aus Middelburg) und hier erfolgreich praktizierte. In den Sommermonaten gehörten nicht nur Angehörige des europäischen Adels, sondern auch Einwohner von Zeeland zu seinen Patienten.

Datei:Carmen Sylva, Domburg, Oktober 2016.jpg
Carmen Sylva, Oktober 2016

Im Jahr 1889 besuchte die Schriftstellerin und rumänische Königin Elisabeth zu Wied Domburg. Sie verweilte häufig in der heute als Rijksmonument ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) geschützten Villa von Carl Erbschloe, die er anschließend nach ihrem Pseudonym Villa „Carmen Sylva“ umbenannte.<ref>Rijksmonumenten: Villa Carmen Sylva</ref> Heute gibt es in Domburg insgesamt 26 Bauwerke, die als Nationaldenkmäler ins Rijksmonumentenregister eingetragen sind.<ref>Urlaub in Domburg – Küste & Kultur vereint. In: urlaub-in-zeeland.de. Abgerufen am 2. September 2025.</ref>

Anfang des 20. Jahrhunderts wirkten in Domburg eine Reihe von Künstlern, darunter Piet Mondriaan, Jan Toorop, Jacoba van Heemskerck und Mies Elout-Drabbe (1875–1956).<ref>Francisca van Vloten: Marie Jeannette Sophie Lucia Drabbe. Moen. Tussen Toorop en Mondriaan: De kunstenares Mies Elout-Drabbe 1875-1956. Den Boer/De Ruiter, Vlissingen 2004, ISBN 90-74576-48-6.</ref> Der Maler Lesser Ury hielt sich die Sommer 1912 und 1913 in dem Seebad auf.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Domburg am 17. Mai 1940 von deutschen Truppen besetzt. In den Folgejahren wurde die Küste bei Domburg mit Bunkeranlagen für den Fall einer Landung der Alliierten ausgebaut.<ref>Comité Herdenking Domburgse Oorlogsslachtoffers 1940–1945 (Hrsg.): Domburg bevrijd 1 november 1944. Hoe de mensen het beleefden. Domburg 2004, ISBN 90-90-18436-8.</ref> Anfang November 1944 wurde Domburg nach mehrtägigem Kampf von Truppen des britischen 41 (Royal Marine) Commando befreit.<ref>Manfred Gans: Life gave me a chance. Lulu Press, Raleigh 2010, ISBN 978-0-557-20305-5, S. 197–216.</ref> 500 gefallene britische Soldaten wurden nahe Domburg beigesetzt.

Kultur und Brauchtum

Ende Juni, beginnend mit dem Freitag nach St. Johannis, findet die Kirmes statt. Dabei schießen die Mitglieder des örtlichen Schützenvereins De Domburgse Gaaischieters auf Eichelhäher, dargestellt durch einfache Holzklötze, die auf je einer Spitze von insgesamt zwei dreizackigen Pfählen gesteckt werden. Der mittlere Block wird dabei in der Regel mit einem Schaubild und einem politischen Kommentar versehen (wie bei den großen Karnevalswagen in z. B. Düsseldorf oder Köln). Geschossen wird mit altertümlichen Gewehren, oftmals Vorderlader, freihändig im Sitzen. Die Wettbewerbe dauern den gesamten Tag. Samstags findet im Rahmen der Kirmes ein Ringreiten statt, bei dem die Reiter im Galopp mit ihrer Lanze einen an einer Schnur aufgehängten Ring aufspießen müssen. Dieser „Bauernsport“ wird auch als „Ringstechen“ bezeichnet und hat seinen Ursprung in Wehrtüchtigkeitswettbewerben kriegsdienstpflichtiger Bauern seit dem Mittelalter.

Jedes Jahr findet im September in Domburg und umliegenden Orten ein Jazz-Festival namens „Jazz by the Sea“ statt.

Sport

Im Westen Domburgs liegt ein Neun-Loch-Golfplatz des Domburger Golfclubs.

Jedes Jahr findet in der dritten Juli-Woche das traditionelle Tennisturnier des Domburger Tennisclubs LTC Domburg statt. Es wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts veranstaltet.

Natur

Die Dünen des Ortes sind größtenteils Teil des Naturschutzgebietes Manteling, welches das Hinterland im Nordwesten Walcherens gegen den Seewind schützen soll.

Sehenswürdigkeiten

Galerie

Literatur

Weblinks

Commons: Domburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Ortsteile der Gemeinde Veere Vorlage:Hinweisbaustein