Biederitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:DE-ST 15-0-86-005 Biederitz 2010 COA.png |
| |||||
| Basisdaten | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 52° 10′ N, 11° 43′ O keine Zahl: {{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|15086005}}
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| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |||||
| Landkreis: | Jerichower Land | |||||
| Höhe: | 44 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ km² | |||||
| Einwohner: | {{Metadaten Einwohnerzahl DE−Vorlage:Deutsches Bundesland/Code|15086005}} (Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref name="Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code">{{Metadaten Einwohnerzahl DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | QUELLE}}</ref> | ||||
| Bevölkerungsdichte: | Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „{“ Einwohner je km² | |||||
| Postleitzahl: | 39175 | |||||
| Vorwahl: | 039292 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | JL, BRG, GNT | |||||
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 86 005 | |||||
| LOCODE: | DE 3BI | |||||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Magdeburger Straße 38 39175 Biederitz | |||||
| Website: | www.gemeinde-biederitz.de | |||||
| Bürgermeister: | Kay Gericke | |||||
| Lage der Gemeinde Biederitz im Landkreis Jerichower Land | ||||||
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Vorlage:Check Geschlecht gegen Wikidata
Biederitz ist eine Einheitsgemeinde im Landkreis Jerichower Land in Sachsen-Anhalt.
Geographie
Die Gemeinde Biederitz ist nur wenige Kilometer von Magdeburgs östlicher Stadtgrenze entfernt. Die Trennlinie bildet der so genannte Umflutkanal, über den die „Schweinebrücke“ beide Orte miteinander verbindet. Die Kreisstadt Burg ist rund 20 Kilometer entfernt.
- Gemeindegliederung
Zur Gemeinde Biederitz gehören seit dem 1. Januar 2010 folgende Ortsteile:
- Biederitz
- Gerwisch
- Gübs
- Heyrothsberge
- Königsborn
- Woltersdorf (mit Bruch)
Geschichte
Die ehemalige Verwaltungsgemeinschaft Biederitz bestand aus den Gemeinden Biederitz (Heyrothsberge), Gerwisch, Gübs, Königsborn, Menz, Nedlitz, Wahlitz und Woltersdorf und lag im sachsen-anhaltischen Landkreis Jerichower Land. Verwaltungssitz war Biederitz.
Am 1. Januar 2005 wurde die Verwaltungsgemeinschaft mit der Verwaltungsgemeinschaft Möser zur neuen Verwaltungsgemeinschaft Biederitz-Möser zusammengelegt. Die Gemeinden Menz, Nedlitz und Wahlitz wurden dagegen in die Stadt Gommern eingemeindet.
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Gemeinden Biederitz mit dem Ortsteil Heyrothsberge, Gerwisch, Gübs, Königsborn und Woltersdorf zur neuen Einheitsgemeinde Biederitz zusammen. Der frühere Ortsteil Heyrothsberge ist heute eine gleichwertige Ortschaft. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Heyrothsberge.
Endstation für u. a. Adolf Hitlers Leichnam
Nach der endgültigen Vernichtung der menschlichen Überreste in Schönebeck (Elbe) wurde am 5. April 1970 nach einer jahrzehntelangen Odyssee die Asche von Adolf und Eva Hitler, der Familie Goebbels und des Generalstabschefs des Heeres, Hans Krebs, von der Schweinebrücke in die Ehle entsorgt.<ref>Harald Sandner: Vom Führerbunker zur Schweinebrücke, Shaker Media, Düren 2023, ISBN 978-3-95631-949-5, S. 188–202</ref>
Bevölkerung
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Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt)<ref>Bevölkerung der Gemeinden. In: statistik.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 22. August 2025.</ref>, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 2005 und 2010 ist auf Eingemeindungen zurückzuführen.
Religion
Die Volkszählung in der Europäischen Union 2011 zeigte, dass von den 8.494 Einwohnern der Gemeinde Biederitz 11,7 % der evangelischen Kirche und 3,5 % der römisch-katholischen Kirche angehörten. Die Mehrzahl der Einwohner gehörte keiner Religionsgemeinschaft an.
Politik
Gemeinderat
Der Gemeinderat von Biederitz besteht aus 20 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 67,3 % zu folgendem Ergebnis:<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024</ref>
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019<ref>Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019</ref> |
Sitze 2019 |
Stimmenanteil 2024 |
Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiv für Bürger | 30,0 % | 6 | 26,8 % | 5 | |
| CDU | 30,4 % | 6 | 25,2 % | 5 | |
| AfD | – | – | 16,9 % | 4 | |
| SPD | 16,3 % | 3 | 12,5 % | 3 | |
| Gemeinde mit Zukunft | – | – | 5,9 % | 1 | |
| Die Linke | 11,0 % | 2 | 5,8 % | 1 | |
| Bündnis 90/Die Grünen | 6,9 % | 2 | 5,6 % | 1 | |
| Unabhängige Wählergemeinschaft Biederitz (UWG) | 5,5 % | 1 | 1,3 % | – | |
| Insgesamt | 100 % | 20 | 100 % | 20 |
Bürgermeister
- seit 2010: Kay Gericke (bis 2024 SPD jetzt Freie Wähler)<ref>Kandidat und Amtsinhaber Kay Gericke stellt sich vor. In: Volksstimme. 23. August 2023, abgerufen am 22. August 2025.</ref><ref>Bürgermeister von Biederitz tritt aus der SPD aus. In: mdr.de. 23. Oktober 2024, abgerufen am 1. Januar 2026.</ref>
Gericke wurde bei der Bürgermeisterwahl am 16. Oktober 2016 wiedergewählt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 16. Oktober 2016</ref> Er wurde am 17. September 2023 mit 57,1 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt.<ref>Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 17. September 2023</ref> Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.<ref>Kommunalverfassungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt, § 61</ref>
Wappen
Das Wappen wurde am 12. Oktober 2010 durch den Landkreis genehmigt.
Blasonierung: „Geviert von Grün und Silber; Feld 1 und 3: drei silberne Eicheln (2:1), Feld 2 und 4: ein blauer Wellenbalken.“<ref name="Amtsblatt"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Amtsblatt des Landkreises Nr. 15/2010 Seite 603 ( vom 11. April 2015 im Internet Archive)</ref>
Das Wappen wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet und ins Genehmigungsverfahren geführt. Dem ging der Beschluss des Gemeinderates voraus, die sechs der Gemeinde angehörenden Orte durch sechs Eicheln und die Flüsse Elbe und Ehle durch Wellenbalken im Wappen zu symbolisieren.
Die Farben der Gemeinde sind Grün - Weiß.
Flagge
Die Flagge ist grün-weiß-grün (1:4:1) gestreift (Querform: Streifen waagerecht verlaufend, Längsform: Streifen senkrecht verlaufend) und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.<ref name="Amtsblatt" />
Partnergemeinden
- seit 1990: Vechelde in Niedersachsen<ref>Eintrag über die Partnerstädte und - gemeinden auf der Homepage der Gemeinde Vechelde Aufgerufen am 11. Mai 2019, 20:11</ref>
- seit 2001: Lemwerder in Niedersachsen. Mit dem Zusammenschluss zur Einheitsgemeinde Biederitz wurde die Partnerschaft übertragen und fortgeführt.
Sehenswürdigkeiten und Kultur
Biederitzer Musiksommer
Seit 1990 gibt es den Biederitzer Musiksommer. Er wurde von Kantor Michael Scholl ins Leben gerufen und hat überregionale Bedeutung. Die Konzerte finden sowohl in Biederitz, als auch im Jerichower Land und im Magdeburger Umland statt. Hauptakteur des Musiksommers ist die Biederitzer Kantorei. Für Konzerte wie die Biederitzer Tastennacht oder auch Blech am Fluss, dem Freiluftkonzert an der Ehle, gastieren regelmäßig national und international bekannte Künstler in Biederitz.
Biederitzer Ehlefest
Das Biederitzer Ehlefest findet seit Anfang der 1980er Jahre statt. Es wird in der Ortsmitte auf der Kantorwiese gefeiert.
Dorf- und Reitfest Königsborn
Das Dorf- und Reitfest in Königsborn findet jedes Jahr auf dem Reitplatz, der Dressuranlage und im Königsborner Park statt. Es geht von Freitag bis Sonntag und findet meistens im Mai statt. Freiwillige Bäcker in Königsborn versorgen die Besucher mit Kaffee und Kuchen und auch die Ortsfeuerwehr Königsborn ist an den Festivitäten beteiligt. Aktivitäten für Kinder werden auch angeboten wie z. B. eine Hüpfburg. Hauptaugenmerk liegt aber beim Reitsport. Es finden mehrere Wettbewerbe wie Springen, Dressur oder Reitprüfung statt. Auch wird jedes Jahr ein Schauprogramm vorbereitet.
-
Evangelische Kirche in Biederitz
-
Katholische Pfarrvikarie „Heilig Kreuz“ in Biederitz
-
Evangelische Kirche in Gerwisch
-
St.-Andreas-Kirche in Gübs
-
Evangelische Kirche in Woltersdorf
-
Schloss von Königsborn
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Seit der Wende und Wiedervereinigung 1989 haben sich die sechs Ortschaften der Einheitsgemeinde Biederitz zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort und Wohngebiet entwickelt. Kleine Handwerksbetriebe, zahlreiche mittelständische Unternehmen und Firmen, Einzelhändler, Agrargenossenschaften, sowie selbstständige Rechtsanwälte, Apotheker und Ärzte sind in der Einheitsgemeinde ansässig. Im Gastronomiesektor findet man mehrere Restaurants mit regionaler Küche und auch zwei griechische Gaststätten. Zwei Hotels in Biederitz und in Heyrothsberge und mehrere in der Einheitsgemeinde verteilte Pensionen bieten Übernachtungsmöglichkeiten.
Derzeit existieren drei große Gewerbegebiete in der Gemeinde. Eines ist in Biederitz am Parkweg, ein Gewerbegebiet ist in Gerwisch und das Dritte befindet sich in Heyrothsberge Am Fuchsberg.
Verkehr
Die B1 stellt die Hauptverkehrsader für die Gemeinde dar. Sie verläuft durch die Ortschaften Gerwisch, Heyrothsberge und verbindet die Gemeinde mit Magdeburg und Burg über Möser. Die Auffahrten Lostau und Burg-Zentrum bilden die beste Möglichkeit, um von der A2 aus nach Biederitz zu gelangen. Die B184 führt von Heyrothsberge aus über Königsborn in Richtung Gommern.
Die Buslinien 51 (Magdeburg–Heyrothsberge–Biederitz) und 708 (Burg–Gommern) verlaufen durch das Gemeindegebiet.<ref>Liniennetzplan. Abgerufen am 19. Juni 2020.</ref>
Der Keilbahnhof Biederitz liegt am Abzweig der Bahnstrecke Biederitz–Trebnitz(–Dessau–Leipzig) von der Bahnstrecke Berlin–Magdeburg. Die Bahnstrecke Biederitz–Altengrabow wird seit 2011 vom Personenverkehr nicht mehr bedient.
Die B1 hat anliegend einen Fahrradweg und auch der bekannte Elberadweg von Tschechien nach Hamburg führt an den Ortschaften Biederitz und Gerwisch vorbei.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Johann Gottfried Tympe (1699–1768), orientalischer Philologe
- Friedrich Elchlepp (1924–2002), Konteradmiral der Volksmarine der DDR
- Gustav-Adolf „Täve“ Schur (* 1931), Radrennfahrer, in Heyrothsberge geboren
- Horst Strobel (1936–2023), Professor für Verkehrsautomatisierung, in Woltersdorf geboren
- Christiane Nüsslein-Volhard (* 1942), Biochemikerin, Nobelpreisträgerin für Medizin
Mit Biederitz verbundene Persönlichkeiten
- Carl Leberecht Meßow (1759–1825), Superintendent und Schulinspektor in Biederitz
- Friedrich Wilhelm Elchlepp (1897–1956), Leiter der Hartsteinwerke Heyrothsberge 1923 bis 1929
- Susi Spiegel (* 1932), Badmintonmeisterin, lebt in Heyrothsberge<ref>85-Jährige hält immer noch mit. In: Volksstimme. 26. Dezember 2017, abgerufen am 22. August 2025.</ref>
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
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Biederitz | Gerwisch | Gübs | Heyrothsberge | Königsborn | Woltersdorf