Shadow of the Beast
| Entwickler | Reflections Interactive |
|---|---|
| Publisher | Psygnosis |
| Leitende Entwickler | Martin Edmondson, Paul Howarth |
| Komponist | David Whittaker |
| Veröffentlichung | 1989 |
| Plattform | Atari Lynx, Atari ST, Commodore 64, Commodore Amiga, FM Towns, PC Engine, Sega Master System, Sega Mega Drive, Super NES, ZX Spectrum |
| Genre | Actionspiel, Jump'n'Run |
| Steuerung | Gamepad, Joystick |
| Sprache | Englisch |
Shadow of the Beast ist ein Computerspiel, das von Reflections Interactive entwickelt wurde. Das Actionspiel wurde 1989 erstmals vom Publisher Psygnosis für den Heimcomputer Commodore Amiga veröffentlicht. Später erschien es für eine Vielzahl anderer Plattformen, so existieren auch Umsetzungen für Konsolen wie Sega Mega Drive, Super NES, Atari Lynx, Sega Master System, PC Engine und das in Europa relativ unbekannte FM Towns.
Handlung
Der Spieler steuert die Hauptfigur Aarbron, eine Kreuzung aus Mensch und Monster. Schöpfer der Kreatur, die er einst als Menschenkind entführen ließ, ist der Magier Maletoth, das „Beast“, an dem sich Aarbron rächen will.
Spielprinzip und Technik
Shadow of the Beast ist ein Hybrid aus Actionspiel und Jump'n'Run. Das Spielgeschehen wird zweidimensional von der Seite gezeigt (Sidescroller). Der Spieler steuert Aarbron mittels Joystick oder Gamepad durch die horizontal, gelegentlich auch vertikal scrollende Spiellandschaft; im Hintergrund befindliche Elemente der Spielgrafik werden dabei durch Parallaxscrolling langsamer bewegt und erzeugen so einen Eindruck räumlicher Tiefe, obwohl es sich tatsächlich nur um bis zu 13 übereinandergelegte, zweidimensionale Grafiken handelt.<ref name="ASM" /> Die Spielwelt besteht aus etwa 350 Bildschirmen.<ref name="STU" /> Aarbron kann den 132 unterschiedlichen Gegnertypen durch Laufen und Springen ausweichen oder sie durch Faustschläge bekämpfen.
Produktionsnotizen
Die atmosphärische Musik wurde von David Whittaker komponiert, er benutzte dafür Samples echter Instrumente. Der Spielverpackung lagen ein Tshirt und ein Poster bei, die vom britischen Künstler Roger Dean gestaltet worden waren.<ref name="ASM" />
Nachfolger
Zwei Nachfolger, Shadow of the Beast II und Shadow of the Beast III, erschienen in den Jahren 1990 und 1992. 2016 erschien ein mit Hilfe der Unreal Engine 4 erstelltes Remake des Spiels für die PlayStation 4, entwickelt vom britischen Studio Heavy Spectrum Entertainment Labs und veröffentlicht durch Sony Interactive Entertainment. Als Gimmick enthält das Remake die ursprüngliche Amiga-Version als freischaltbares Extra.<ref>Videogamer.com: Shadow of the Beast PS4 also includes the original Amiga game. Abgerufen am 20. Mai 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Rezeption
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Die deutsche ASM stellte heraus, dass Shadow of the Beast „von der technischen Seite her alles bisher Dagewesene in den Schatten“ stelle. Whittackers Musikstück sei eine „mystische Klangorgie“ und eines der besten Whittacker-Stücke. Redakteur Torsten Oppermann zeige sich vom Parallaxscrolling und den teils bildschirmfüllenden, flüssig animierten Sprites tief beeindruckt und vergab Höchstnoten für Grafik und Sound. Das Spielprinzip selbst sei aber weder neu noch bemerkenswert, so dass er dem Gesamtspiel eine durchschnittliche Note gab. Oppermann kritisierte lange und häufig auftretende Ladezeiten.<ref name="ASM">Torsten Oppermann: Die Schöne und das Biest. In: Aktueller Software Markt. Nr. 11, 1989, S. 10.</ref> Der Amiga Joker kam ob der Grafik und Programmiertechnik des Spiels zu einem positiven Urteil von 90 %, merkte aber mehrere technische Kleinigkeiten an: Zusatzlaufwerke würden nicht erkannt, so dass häufige Diskettenwechsel notwendig wären, die Steuerungsmöglichkeiten würden sich auf ein Minimum beschränken, die Animation der Spielfigur sei „eckig“. Das Gameplay sei zudem „etwas hausbacken“, was aber durch die „perfekte Inszenierung wettgemacht würde“.<ref name="AJ">Michael Labiner: Shadow of the Beast. In: Amiga Joker. Nr. 11, 1989, S. 19.</ref>
Das britische Magazin Atari ST User bezeichnete Story und Gameplay als „simpel“ und monierte, dass die Portierung vom Amiga Qualitätseinbußen mit sich gebracht hätte. Durch den Umfang des Spiels und die detailverliebte Grafik kam das Magazin dennoch auf eine Wertung von 90 %.<ref name="STU">The Shadow of the Beast. In: Atari ST User. Nr. 58, Dezember 1990, S. 53 (atarimania.com).</ref>
Weblinks
- Shadow of the Beast bei MobyGames (englisch)
Einzelnachweise
<references />