Zum Inhalt springen

Medion

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. April 2026 um 12:39 Uhr durch imported>AsepTisch (Unternehmenslogo-Historie: Auch hier, einmal reicht).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Medion GmbH<ref>Impressum | MEDION.DE. Abgerufen am 25. September 2025.</ref>

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | MD Logo sb.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1983
Sitz Essen, DeutschlandDatei:Flag of Germany.svg Deutschland
Leitung Gerd Brachmann (Geschäftsführer)
Branche Informationstechnik und Elektronik
Website www.medion.com
Stand: 22. April 2026
Datei:Md 1998 pb.JPG
CRT-Monitor der Marke Medion. Hersteller war unter anderem Acer.
Das Foto zeigt den Medion Akoya S6445
Notebook der Marke Medion Akoya

Die Medion GmbH (Markenname: MEDION), ehemals Medion AG, ist ein in Essen ansässiges Unternehmen, das elektronische Produkte konzipiert, zusammenstellt und vertreibt.

Das Unternehmen war seit der Auflösung von Fujitsu Siemens Computers und bis zur Übernahme durch Lenovo neben der Wortmann AG einer der größten eigenständigen europäischen Hersteller von Einzelplatzrechnern.

Unternehmensprofil

Geschäftssitz ist die ehemalige Gustav-Heinemann-Kaserne in Essen-Kray.

Medion hat Niederlassungen in Essen, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Spanien, Dänemark, Italien sowie Tochtergesellschaften in Hongkong, USA und Australien, wobei mangels Erfolg ein vorübergehender Rückzug bis Dezember 2013 aus dem amerikanischen Markt stattfand.<ref>Comdirect: Firmenportrait</ref><ref name="medion.com">MEDION Deutschland – Unternehmensporträt. MEDION AG, abgerufen am 6. April 2017.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Überraschung: Medion bietet wieder Tablet-PCs in den USA an (Memento vom 13. April 2014 im Internet Archive)</ref> Das Unternehmen beliefert in den jeweiligen Ländern vornehmlich große Handelsketten, wobei Produkte auch nach dem Build-to-Order-Prinzip gebaut werden.

Die Produktpalette beinhaltet PC- und Multimediaprodukte (wie Computer, Fernseher, Bildschirme, Notebooks), Unterhaltungselektronik (wie Audio-Anlagen, Internetradios und Bluetooth-Lautsprecher), Kommunikationstechnik (wie Tablets) sowie Haushaltsgeräte (wie Küchenmaschinen, Kühlschränke und Waschmaschinen).<ref name="medion.com" /> Im Discountbereich verwendete Medion bis November 2018 auch die Marke Lifetec.<ref>Auskunft zur Marke „Lifetec“ im Register des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA)</ref>

Seit 2005 besitzt Medion eine eigene Marke als Mobilfunkanbieter mit dem Namen MEDIONmobile oder Aldi Talk. Diese bietet in Kooperation mit der Telefónica Deutschland Holding online sowie in den deutschen Aldi-Filialen Discount-Prepaid-Tarife an. Im selben Jahr startete auch der Fotoservice Aldi Foto.<ref>Foto-Service geplant: Aldi startet Online-Verkauf. In: Der Spiegel Online. Abgerufen am 6. April 2017.</ref> In Australien werden seit 2013 Mobilfunkangebote ebenfalls in Kooperation mit dem Vertriebspartner Aldi in dessen Ladengeschäften unter der Marke ALDImobile angeboten.

Im Dezember 2011 vertrieb Medion den ersten Tablet-PC in Kooperation mit Olivetti. Nachdem Medion bereits mehrere Medionmobile-Handys vertrieben hatte, brachte das Unternehmen Anfang 2012 in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen ZTE das erste eigene Smartphone auf Basis des Betriebssystems Android auf den Markt.

Seit 2015 bot Medion gemeinsam mit Napster den Musikstreaming-Dienst Aldi Life Musik powered by Napster an.<ref>„Aldi life“ mit Kampfpreis: Aldi startet eigenen Musik-Dienst. In: Bild. (bild.de [abgerufen am 6. April 2017]).</ref> 2016 folgte der E-Book-Service Aldi Life eBooks.<ref>Aldi öffnet E-Book-Shop / Discounter mischt mit. Abgerufen am 6. April 2017.</ref> Mittlerweile wurden die ALDI-TALK-Musik-Pakete eingestellt<ref>Philipp: ALDI TALK Musik-Pakete eingestellt: Alternativen. In: Handyhase.de. 23. Dezember 2025, abgerufen am 22. April 2026.</ref>

Seit 2016 bietet Medion auch ein eigenes Smart-Home-System an.<ref>Medion bietet ab sofort Smart Home-Portfolio an. ZDNet.de, 14. Dezember 2016, abgerufen am 6. April 2017.</ref> Zur IFA 2017 stellte Medion einen Sprachassistenten vor, der mit dem System Alexa von Amazon funktioniert.<ref>MEDION stellt kabellosen Alexa-Lautsprecher P61110 vor – Besser als Amazon Echo? Abgerufen am 2. September 2017.</ref>

Zusätzlich bot Medion einige Zeit lang über Windows Essentials von Microsoft den Freemail-Service MedionMail an. Mit diesem Service konnte man alle bekannten Outlook-Funktionen unter der Bezeichnung „Medion-Konto“ nutzen; die E-Mail-Domain lautete dann medionmail.com. Der Service wurde jedoch wieder eingestellt.

Geschichte

Das Unternehmen wurde 1983 als Brachmann & Linnemann OHG gegründet und 1985 in Medion, Brachmann & Linnemann OHG umfirmiert. Das Unternehmen ging am 2. Oktober 1998 an die Börse. Bis zum Jahre 2004 verzeichnete das Unternehmen kräftige Umsatzsteigerungen, die in einigen Jahren im zweistelligen Prozent-Bereich lagen. Danach hat jedoch auch Medion die allgemeine Konsumflaute sowie die Abhängigkeit von wenigen großen Handelsketten als Kunden, z. B. Aldi, zu spüren bekommen. Dies hatte sich deutlich auf den Gewinn ausgewirkt und wurde auf der Hauptversammlung am 12. Mai 2005 konkret mit Zahlen untermauert. Auch für das Jahr 2006 wurden schlechte Ergebnisse bekanntgegeben, und zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte wurde ein Handelsjahr mit Verlusten abgeschlossen.<ref name="gb2006">Geschäftsbericht 2006 (PDF; 1,2 MB).</ref>

Der am 29. März 2008 veröffentlichte Jahresbericht für 2007 wies jedoch bei leicht gestiegenem Umsatz wieder einen Jahresüberschuss aus. So erwirtschaftete Medion 2007 wieder schwarze Zahlen und konnte einen Jahresüberschuss von 20 Millionen Euro verbuchen. Das EBIT betrug 29,55 Millionen Euro. Der Umsatz stieg damit um 3,4 % auf 1,66 Milliarden Euro.<ref name="gb2007">Geschäftsbericht 2007 (PDF; 1,4 MB)</ref>

Anfang Juni 2011 wurde angekündigt, dass der chinesische Elektronikkonzern Lenovo das Unternehmen für einen Betrag von insgesamt 629 Millionen Euro übernehmen wolle.<ref>chinatechnews.com</ref> Den Aktionären wurden 13 Euro je Aktie in bar angeboten. Der bisherige Mehrheitsaktionär, Vorstandsvorsitzender Gerd Brachmann, machte vom Angebot größtenteils Gebrauch. Er gab 17,75 Millionen Aktien für rund 230 Millionen Euro ab.<ref>Augsburger Allgemeine vom 3. Juni 2011: Aldi-PCs in chinesischer Hand</ref> Im Juli 2011 verfügte Lenovo über mehr als 75 Prozent der Aktien von Medion.<ref name="heise.de">heise.de</ref> Ende Oktober 2023 stellte Medion einen überarbeiteten Markenauftritt mit neuem Logo vor.<ref>MEDION mit großem Marken-Relaunch. 24. Oktober 2023, abgerufen am 24. Oktober 2023.</ref> Zusätzlich wurden die Webshops in Spanien und den Niederlanden geschlossen.

Im Jahr 2025 wurde bekannt, dass Lenovo die Medion AG vollständig übernommen und von der Börse gelistet hat. Danach wurde ein großer Teil des Unternehmens in die neu gegründete medion GmbH abgespalten mit dem früheren Mehrheitsaktionär Brachmann als Geschäftsführer, einzig Computer, Notebooks und Gaming-Geräte der Marken Medion und ERAZER wird von Lenovo weitergeführt.<ref>Medion-Gründer steigt wieder ein: Der chinesische Lenovo-Konzern behält nur einzelne PC-Marken, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20. August 2025, S. 19.</ref><ref>heise online: Medion geht zum Großteil an Gründer zurück; abgerufen am 25. September 2025</ref>

Medion als Sponsor

Datei:Adrian Sutil 2009 Germany 2.jpg
Medion-Werbung in der Formel 1 (Force India, 2009)

Medion tritt häufig als Sponsor von Sportvereinen oder Sportlern auf. So wurde bei der Tour de France das Team Bianchi – in dem auch Jan Ullrich fuhr – von Medion gesponsert. Seit der Saison 2006/07 war Medion Premiumpartner des FC Bayern München. Medion ist Nebensponsor von Rot-Weiss Essen. Seit einigen Jahren tritt Medion unter seiner Gaming-Marke Erazer auch im E-Sport als Sponsor auf und unterstützte beispielsweise die Electronic Sports League, mousesports, SK Gaming und das Fokus E-Sports Team. Darüber hinaus veranstaltete Erazer ein eigenes Online-Turnier in dem weltweit erfolgreichen Videospiel Fortnite. In der Formel 1 trat Medion sowohl als privater Sponsor von Adrian Sutil auf, als auch von Daniel Dörrschuck, welcher 2025 in der NLS für Adrenalin Motorsport fuhr.

Unternehmenslogo-Historie

Weblinks

Commons: Medion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 51° 27′ 30,3″ N, 7° 3′ 33,3″ O

 {{#coordinates:51,458425|7,059256|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NW
   |type=landmark
  }}

Vorlage:Hinweisbaustein