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Moschusspitzmaus

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Moschusspitzmaus
Datei:Suncus murinus.jpg

Moschusspitzmaus (Suncus murinus)

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Insektenfresser (Eulipotyphla)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Crocidurinae
Gattung: Dickschwanzspitzmäuse (Suncus)
Art: Moschusspitzmaus
Wissenschaftlicher Name
Suncus murinus
(Linnaeus, 1766)

Die Moschusspitzmaus, auch Asiatische Hausspitzmaus genannt (Suncus murinus), ist eine Spitzmausart aus der Gattung der Dickschwanzspitzmäuse (Suncus). Sie zählt zu den größten und weitestverbreiteten Spitzmäusen.

Merkmale

Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 11,9 bis 14,7 Zentimetern und einem Gewicht von über 100 Gramm zählt die Moschusspitzmaus zu den größten Spitzmausarten. Der Schwanz erreicht eine Länge von 6 bis 8,5 Zentimetern und der Hinterfuß von 1,9 bis 2,2 Zentimetern. Das Fell besteht aus kurzen und dichten, asch-grauen Haaren, und die Rückenfärbung variiert von Schwarzgrau und Braungrau bis Blaugrau, die Bauchseite ist etwas heller. Auffallend ist der dicke Schwanz, der mit zahlreichen borstigen Haaren bedeckt ist.<ref name="Smith & Yan Xie 2009" /> Die Schnauze ist lang mit vorwärtsweisenden, weichen Vibrissen. Die Ohren sind nackt und wirken auffällig zerknittert.<ref name="Smith & Yan Xie 2009" />

Von Borsten umstandene Duftdrüsen an den Flanken sondern insbesondere zur Paarungszeit ein stark nach Moschus riechendes Sekret ab.

Verbreitung

Datei:Asian House Shrew area.png
Verbreitungsgebiete der Moschusspitzmaus (rot eingezeichnet sind Gebiete, in denen die Art eingeführt wurde)

Moschusspitzmäuse lebten ursprünglich in der indomalayischen Region in Süd-, Ost- und Südostasien, wurden jedoch durch den Menschen in vielen weiteren Gebieten eingeführt. Heute lebt die Art außerdem im nördlichen und östlichen Afrika einschließlich Madagaskar, im Nahen Osten, auf bisher nicht bevölkerten Inseln der Philippinen und auf der Insel Guam.<ref name="IUCN" />

Lebensweise

Diese Tiere kommen sowohl in der Wildnis vor wie auch als Kulturfolger, sie finden sich entsprechend oft in der Nähe des Menschen. Die nahe den Menschen lebenden Tiere sind in Vorratshäusern und in landwirtschaftlich genutzten Flächen zu finden. In der Wildnis leben die Tiere in Lebensräumen mit spärlicher Vegetation in Gebüschen und Wäldern. Dabei bevorzugen sie feuchte Habitate im Bereich von Sümpfen und Teichen.<ref name="Smith & Yan Xie 2009" /> Moschusspitzmäuse verbringen den Tag schlafend in Bauten oder Häusern und gehen in der Nacht auf Nahrungssuche. Sie sind Einzelgänger, die aggressiv auf Artgenossen reagieren, und kommunizieren mit hohen Zwitscher- und Summlauten. Die Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten wie Grillen, Schaben und Fliegen, sie nehmen als Allesfresser aber oft auch Brot, Mehl und andere menschliche Nahrungsmittel zu sich. Selten attackieren und erbeuten sie größere Tiere wie Frösche und Schlangen bis zu einer Länge von 46 Zentimetern.<ref name="Smith & Yan Xie 2009" />

Datei:Suncu murin B 050503 8428 tdp.jpg
Jungtier der Moschusspitzmaus

Die Paarung kann das ganze Jahr über erfolgen, die Weibchen können zweimal pro Jahr trächtig werden. Im Süden Chinas gibt es zwei Brutzeiten im Jahr: eine vor dem Monsun im April bis Juni und eine zum Ende des Monsuns im August bis Oktober.<ref name="Smith & Yan Xie 2009" /> Nach rund vierwöchiger Tragzeit kommen ein bis fünf, durchschnittlich drei bis vier Jungtiere zur Welt. Diese werden mit drei Wochen entwöhnt und bleiben danach weitere drei Wochen bei den Eltern;<ref name="Smith & Yan Xie 2009" /> sie sind schon nach fünf Wochen ausgewachsen. Ihre Lebenserwartung beträgt 1,5 bis 2,5 Jahre.

Systematik

Die Moschusspitzmaus wird als eigenständige Art innerhalb der Dickschwanzspitzmäuse (Gattung Suncus) eingeordnet.<ref name="Wilson & Reeder 2005" /> Die wissenschaftliche Erstbeschreibung stammt von Carl von Linné aus dem Jahr 1766.<ref name="Wilson & Reeder 2005" />

Innerhalb der Art werden neben der Nominatform keine weiteren Unterarten unterschieden.<ref name="Wilson & Reeder 2005" />

Einziger europäischer Halter ist ein Zoo in Pilsen, ehemalige deutsche Zoos als Halter sind Berlin, Leipzig und Kleve.<ref> [1]ZTL 11.6. </ref>

Bedrohung und Schutz

Datei:Suncu murin 071204-2142 tdp.jpg
Moschusspitzmaus in Bogor, Indonesien

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund des großen Verbreitungsgebietes und der angenommenen großen Bestandszahlen als nicht gefährdet („least concern“) eingestuft.<ref name="IUCN" /> Sie kommt in mehreren Schutzgebieten vor und ist als Kommensale des Menschen bezüglich des Lebensraums sehr anpassungsfähig.<ref name="IUCN" />

Literatur

  • Robert S. Hoffmann, Darrin Lunde: Asian House Shrew. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 303.

Belege

<references> <ref name="IUCN">[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: R. Hutterer, S. Molur, L. Heaney, 2008. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="Wilson & Reeder 2005"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Suncus murinus (Memento des Vorlage:IconExternal vom 10. November 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vertebrates.si.edu. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A taxonomic and geographic Reference. 2 Bände. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2005, ISBN 0-8018-8221-4.</ref> <ref name="Smith & Yan Xie 2009">Robert S. Hoffmann, Darrin Lunde: Asian House Shrew. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 303.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Moschusspitzmaus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien